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Praxisbericht zur Panasonic Lumix DMC-TZ18

Die Panasonic Lumix DMC-TZ18 (Datenblatt) nimmt im Sortiment von Panasonic die Rolle des einfacher ausgestatteten, aber auch günstigeren Schwestermodells der Panasonic Lumix DMC-TZ22 (Testbericht) ein. Gerade für die Nutzer, die auf Ausstattungsmerkmale wie GPS, Touchscreen und Full-HD-Video verzichten können, ist sie aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses eine durchaus interessante Alternative.

Das Auspacken der Digitalkamera ist der erste Kontakt mit dem neuen Modell. Das Design hat sich etwas verändert, die typische Auslegung wurde allerdings beibehalten, und so erkennt man sofort einen die Ähnlichkeit zu den Vorgängermodellen der TZ-Reihe. Diese Kontinuität ist vor allem bei Aufsteigern, die von einem älteren Modell auf die neue Generation wechseln, ein wichtiges Kriterium und wird bei manch anderen Modellen sehr unterschätzt. Durch die vom Gehäuse her sehr ähnliche Konstruktion fällt die Bedienung der Panasonic Lumix DMC-TZ18 (Produktfotos) nicht schwer.

Die Verarbeitung der Digitalkamera ist in meinen Augen über jeden Zweifel erhaben, wie es sich für ein Produkt in dieser Preisklasse gehört. Das Gehäuse knarzt und knackt nicht, die Spaltmaße sind gleichmäßig und die wenigen Klappen sitzen stramm und passgenau. Auch die Bedienknöpfe inklusive dem Moduswählrad haben kein Spiel und besitzen einen guten Druckpunkt, der eine eindeutige Einstellung ermöglicht. Die Wahl der Materialien hätte aber gerade bei der vorderen Abdeckung etwas hochwertiger ausfallen können. Die einzige wirklich gewichtige Schwäche ist in meinen Augen die fehlende Gummierung im Griffbereich, die zwar für ein angenehmeres Design sorgt, dafür aber eben etwas an Halt beim Fotografieren vermissen lässt. Immerhin gibt es auf der Vorderseite einen leicht ausgeprägten Handgriff sowie auf der Rückseite eine strukturierte Daumenablage, die diesen Mangel mildern kann. So kann die Kamera meist gut gehalten werden, die Verwendung der mitgelieferten Trageschlaufe ist allerdings in meinen Augen auf jeden Fall zu empfehlen, denn sie gibt deutlich mehr Sicherheit.

Bei der Anordnung der Bedienelemente hat sich nur wenig verändert. Auf der Oberseite der Panasonic Lumix DMC-TZ18 (Technik) finden sich noch immer das Moduswählrad, der Auslöser mit dem umlaufenden Zoomring sowie der Ein-/Ausschalter. Neu hinzugekommen ist allerdings der Bedienknopf für den "E.Zoom", der von der Rückseite neben den Auslöser gewandert ist. Dieser Knopf erlaubt den schnellen Wechsel zwischen den maximalen Zoomeinstellungen, schneller als dies über die Zoomschalter möglich wäre. Es ist für Schnappschüsse eine schöne Funktion, die auf dieser Position durchaus sinnvoll ist, da sie sich so vor allem etwas schneller bedienen lässt. Bei der Panasonic Lumix DMC-TZ22 (Testbericht) sitzt an dieser Stelle der Videoknopf, der direkt die Videoaufzeichnung ermöglicht und in meinen Augen dort deutlich sinnvoller platziert ist. Allerdings legt Panasonic die Lumix DMC-TZ18, im Gegensatz zum Schwestermodell, primär für Fotointeressierte aus und schafft durch eine abgespeckte Videofunktion einen weiteren Kaufanreiz für die höherpreisige Panasonic Lumix DMC-TZ22. Dazu zählt eben auch der Videoknopf, ob man das nun als notwendig erachtet oder nicht.

Wie schon bei dem Vorgängermodell sitzt auch bei der Panasonic Lumix DMC-TZ18 der Auslöser wieder rechts vom Moduswählrad und ist damit besser und direkter Bedienbar. Die beiden Druckpunkte sind gut fühlbar, und auch der umlaufende Zoomring fühlt sich wertig an. Eine feine Kontrolle der Brennweitenverstellung ist so gut gewährleistet.

Der auf der Rückseite freigewordene Raum durch die Verlegung eines Bedienknopfes auf die Oberseite wurde nicht für ein weiteres Bedienelement genutzt. Schade, hier hätte sicherlich noch die ein oder andere Funktion sinnvoll direkt angesteuert werden können. Das übliche Tastenfeld ist durch einen Vier-Wege-Schalter ersetzt worden, während die Bedienung die gleiche blieb. Ein noch immer vorhandener Kritikpunkt ist in meinen Augen der Umschalter zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus. Diesen Bedienknopf als Schiebeschalter auszulegen führt nur dazu, dass gerade bei Schnappschüssen ein schneller Wechsel nicht möglich ist. Hier wäre ein Druckknopf sowie der automatische Wechsel beim Drücken des Auslösers die passendere Wahl gewesen, vor allem bei einer Digitalkamera, die in den anderen Geschwindigkeitsbereichen auf Schnappschusstauglichkeit setzt.

Ein Beispiel dafür ist die kurze Einschaltzeit bis zum ersten Bild von knapp zwei Sekunden. Ohne Änderung der Einstellungen gibt die Panasonic Lumix DMC-TZ18 (Geschwindigkeit) den Auslöser bereits vor dem endgültigen Hochfahren der Digitalkamera frei und ermöglicht so schnelle Aufnahmen. Auch der "E.Zoom"-Knopf kann dabei bereits genutzt werden, so dass die Panasonic DMC-TZ18 selbst diese Hürde problemlos meistert. Wenn allerdings doch Änderungen an den Aufnahmeeinstellungen getätigt werden sollen, so muss man leider etwas mehr Zeit einplanen. Bis zur vollen Betriebsbereitschaft und bis zur Anzeige aller Aufnahmerelevanten Einstellungen am Kameradisplay vergehen knapp vier Sekunden. Das kann unter Umständen schon einmal nervig sein, in den meisten Situationen im Test war es allerdings nicht störend. Eine schnellere vollständige Bereitschaft wäre aber in jedem Fall wünschenswert. Relativ kritikfrei kann der Autofokus der Panasonic Lumix DMC-TZ18 verbleiben. Er ist schnell und treffsicher bei gutem Licht und kann auch, durch das integrierte Autofokus-Hilfslicht, bei schlechteren Lichtverhältnissen noch eine ordentliche Leistung vorweisen. Dies allerdings nur, wenn der Abstand nicht zu gering wird, denn im Nahbereich ist das Hilfslicht kaum zu gebrauchen. Ohne Hilfslicht wird die Fokussierung bei schlechtem Licht etwas träger, bietet aber im Vergleich zur Konkurrenz eine noch akzeptable Leistung.

Die Wirkung des optischen Bildstabilisators kann man auf dem Display bereits abschätzen, im Praxistest zeigte er seine Leistungsfähigkeit dann auch bei den erstellten Aufnahmen, die auch in der maximalen Telestellung noch ordentlich waren und die Bildergebnisse gerade bei etwas schlechteren Lichtbedingungen sichtbar verbesserte. Leider kommt die Digitalkamera in diesem Bereich aufgrund der kleinen Blendenöffnung von F5,9 sehr schnell an seine Grenzen. Das ist aber ein grundsätzliches Problem in dieser Kameraklasse.

Für ambitioniertere Nutzer stehen neben der intelligenten Automatik auch noch die bekannten Halbautomatiken der Blenden- und Zeitvorwahl sowie der vollmanuelle Modus zur Verfügung, auch wenn der Nutzen zumindest bei der Blendenwahl eingeschränkt ist, da sich ein deutliches schließen der Blende aufgrund der Beugungsunschärfe schnell negativ auswirkt. In meinen Augen ist die offene Blende die beste Wahl für eine gute Abbildungsleistung. Ärgerlich sind die geringen Einstellmöglichkeiten für die Bildqualität. Neben der Komprimierungsstufe gibt es lediglich noch einen wählbaren Farbmodus, der zugleich einen leichten Einfluss auf die Schärfe und auf den Kontrast nimmt. Frei verfügbare und den eigenen Bedürfnissen anpassbare Einstellmöglichkeiten hingegen gibt es nicht.

Das drei Zoll große Display der Panasonic Lumix DMC-TZ18 (Datenblatt) ist an sich gut ablesbar, auch wenn die Auflösung gerne höher ausfallen könnte. 230.000 Bildpunkte sind in diesem Preisbereich nur noch unterdurchschnittlich, da bieten andere Modelle eine bessere Auflösung. Schön sind die Möglichkeiten, über das Quickmenü nicht nur direkt die Intensität zu erhöhen, was bei Sonneneinstrahlung hilfreich ist, sondern auch einen speziellen Modus für einen großen Blickwinkel zu wählen. Die Kontraste des Displays werden dabei so verändert, dass sie auch bei flachem Einblick noch gut sichtbar sind. Dafür leidet natürlich der direkte, frontale Blick etwas. Auf jeden Fall ist diese Funktion gerade bei einer Reisekamera, die vor allem bei gutem Wetter und auch gerne für interessante Perspektiven über Kopf oder in Bodennähe verwendet wird, schön und praktisch zugleich.

In der reinen Handhabung fällt bei der Panasonic Lumix DMC-TZ18 die Geschwindigkeit, mit der Funktionen umgeschaltet werden, leider etwas störend auf. Genauso wie beim Start der Digitalkamera kann es zu Verzögerungen kommen, die einen flüssigen Betrieb etwas einschränken. Trotz der Halbautomatiken sehe ich die Panasonic Lumix DMC-TZ18 primär als Einsteigerkamera, auch weil die Konfigurierbarkeit leider nicht sehr hoch ist. Dafür bietet sie eine gut funktionierende "intelligente Automatik", eine einfache Bedienbarkeit und durch den großen Funktionsumfang eine hohe Flexibilität.

Ein Praxisbericht von:

Sascha Stewen

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*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online-Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr.
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Kommentare

Wir waren mit der Camera ...

Wir waren mit der Camera 3 Jahre sehr zufrieden, aber dann mussten wir feststellen, dass mehr und mehr Schmutzpartikel in den Raum zwischen Linse und Schutzglas einwanderten. Die Qualität lies von nun an sehr zu wünschen übrig. Eine Servicestelle konnte nicht gefunden werden. Neulich habe ich mit einem Staubsauger mit kleiner Saugdüse einen Teil der Staubpartikel entfernen können.

Habe seit 3-4 Jahren die ...

Habe seit 3-4 Jahren die Kamera DCM-TZ18.
War lange Zeit sehr zufrieden damit.
Seit kurzer Zeit habe ich mehrere Staubflecken,
vermutlich durch Schmutzpartikel zwischen Linse
und Schutzglas.
Hoffe, Sie können mir mitteilen wie das abgestellt werden kann.

Habe noch eine TZ4 und TZ7, die immer noch ohne Flecken auf den Fotos sind.

MfG
Günther Heiden

Hallo zusammen, auch wir hatten ...

Hallo zusammen,
auch wir hatten das Schmutzproblem. Grund waren Staubpartikel auf dem Sensor. Im Netz sind sehr gute Videos zu finden, wie man die Kamera zerlegen kann und an den Sensor kommt (nach anderen TZ-Modellen suchen, Prozedur ist immer ähnlich). Hat auch bei mir sehr gut funktioniert und ohne Vorkenntnisse ca. 20 Min. gedauert.

Ich bin verblüfft zu lesen, ...

Ich bin verblüfft zu lesen, dass ich seinerzeit nicht der einzige war, der mit Staubproblemen bei der TZ-18 zu kämpfen hatte. Bei meiner Kamera traten sie bereits relativ kurz nach Ablauf der Garantie das erste mal auf, weswegen ich sie auch unerfreulich schnell durch ein anderes Modell ersetzen musste.

Im Oktober 2014 als die Probleme bei meiner Kamera aufgetreten waren, hatte ich Panasonic Deutschland um eine Stellungnahme gebeten, und bekam damals diese Antwort:

"Wir bedauern, dass Ihnen ein Produkt aus unserem Hause Probleme bereitet,
umso mehr da wir dieses aus der Ferne nicht beurteilen können.

Beachten Sie bitten das es sich bei einer typischen Fotokamera, z.B. der
DMC-TZ18 nicht um ein geschlossenes System handelt.
Aufgrund des beweglichen Objektivtubus muss ein gewisser
Spielraum zwischen den Segmenten vorhanden sein, damit eine Bewegung
(Rein- und Rausfahren des Objektives) ermöglicht wird.
Dies ist bei Kameras mit einer hohen Brennweite technisch bedingt und kann
nicht verändert werden. Dadurch können sich kleinste
Staubteilchen in das Innere der Kamera bewegen. Ein geschlossenes System
kann lediglich erreicht werden, indem das komplette Objektiv in das
Kamerainnere verlagert wird und das Gehäuse Staub bzw. Luftdicht /
Wasserdicht gemacht wird.

Sie haben jedoch die Möglichkeit die Kamera in einem der nachfolgend
genannten Panasonic Service Center reinigen zulassen. "

Ich hab bereits mehrere Panasonic-Kameras in den vergangenen 15 Jahren gehabt und nutze sie bis heute aus Überzeugung. Ich wurde jedoch noch nie so von einem Modell enttäuscht, wie von der TZ-18. Ich ersetze sie damals trotz langjähriger guter Erfahrung auch nicht mehr durch eine weitere Travelerzoom, da diese ohnehin damals gefühlt mit jeder Modellgeneration immer mehr an Qualität schwächelten, was wohl auch dem damaligen Wettrennen nach immer mehr Megapixel zu schulden war. Die TZ-1 (2006) war eine super tolle Kamera, total vielversprechend für die ganze Reihe. Die TZ-18 (2011) hingegen eine einzige Enttäuschung...

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