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Praxisbericht zur Pentax KP

Die Pentax KP (Produktbilder) ist eine Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor, die sich von der Masse der Modelle durch wechselbare Handgriffe absetzt. Diese werden auf der Vorderseite angeschraubt und lassen sich in wenigen Sekunden austauschen. Dadurch ist es dem Besitzer möglich, sich für einen kleineren oder größeren Griff zu entscheiden bzw. die Griffform zu wählen. Bei unserem Testmodell wurden drei unterschiedliche Griffe mitgeliefert. Einer sorgt in etwa für die Griffabmessungen einer herkömmlichen DSLR-Kamera, die anderen beiden fallen flacher aus.

Allen drei Griffen gemein ist eine gummierte Oberfläche, die das Abrutschen der Finger verhindert. In der Hand liegt die PK aus unserer Sicht am besten mit dem größten der Griffe, hier fällt der Tragekomfort am höchsten aus. Dank der Wechselgriffe steht es dem Fotografen aber natürlich frei, sich für das Modell seiner Wahl zu entscheiden. Auf der Rückseite der Kamera befindet sich eine gummierte Daumenablage, die zum guten Handling ebenso beiträgt.

Die Pentax KP unterscheidet sich von anderen Kameras durch austauschbare Griffe:

Das 13,2 x 10,1 x 7,6cm große Gehäuse der Pentax KP (Datenblatt) bringt 686g auf die Waage und wird zum Großteil aus Magnesium gefertigt. Dadurch macht es, mit Ausnahme des doch etwas einfacher gebauten Aufklappblitzes aus Kunststoff, einen sehr soliden Eindruck. 67 Dichtungen verhindern das Eindringen von Staub oder Spritzwasser, bis zu minus zehn Grad Celsius wird die Kamera als frostsicher angegeben. Der „Outdooreinsatz“ stellt somit kein Problem dar.

Das Design des Gehäuses erinnert an das Spitzenmodell mit Vollformatsensor Pentax K-1:

Beim Design des Gehäuses hat sich der japanische Hersteller teilweise am Spitzenmodell Pentax K-1 (Testbericht) orientiert. Der Sucherbuckel wurde recht eckig gestaltet, viele Tasten und Einstellräder hat Pentax rundum das Gehäuse verteilt. Darüber wird nicht nur wie üblich die Blende oder auch die Verschlusszeit gewählt, es lassen sich unter anderem auch der Aufnahmemodus sowie der Belichtungsmessmodus bestimmen. Zudem kann man HDR-Aufnahmen konfigurieren und sich für einige Custom-Optionen entscheiden. Das Bedienen läuft folgendermaßen ab: Die Wahl des Parameters, den man anpassen möchte, erfolgt über das Einstellrad rechts vom Sucherbuckel. Über das zweite Wählrad auf der Oberseite wird zwischen verschiedenen Einstellungen (beim Aufnahmemodus beispielsweise Einzelbild, Serienbild, Belichtungsreihe, …) gewechselt.

Das Programmwählrad erlaubt den Zugriff auf 13 verschiedene Fotoprogramme:

Ein Programmwählrad besitzt die Pentax KP (Bildqualität) natürlich auch, dieses befindet sich auf der linken Schulter. Es muss vor dem Drehen per mittiger Taste entriegelt werden und beherbergt neben dem Automatikmodus die PSAM-Programme, eine Empfindlichkeitsvorwahl und die gleichzeitige Zeit- und Blendenvorwahl. Hier wählt die Kamera allein die Sensorempfindlichkeit automatisch. Zudem verfügt die KP über einen Bulbmodus und gleich fünf Userprogramme. Das macht das schnelle Abrufen spezieller Aufnahmeeinstellungen sehr komfortabel. Neun Digitalfilter („Farbe extrahieren“, „Retro“, „Schattierung“, …) sind über das Menü einstellbar.

Gut gefällt uns bei der DSLR auch, dass sich drei Tasten (diese sind als Fx1 bis Fx3 bezeichnet) frei mit Funktionen belegen lassen. Dabei stehen neun Optionen zur Wahl. Weitere Parameter sind über das Steuerkreuz auf der Rückseite und dessen Direktwahltasten erreichbar. Ein bei Modellen anderer Hersteller unbekanntes Bedienelement ist die „Grüne Taste“. Diese setzt unter anderem Einstellungen auf den Ursprungszustand zurück.

Über zahlreiche Tasten und Wählräder sind viele Parameter schnell zu erreichen:

Während die Einstellräder der Spiegelreflexkameras recht groß ausfallen und alle sehr griffig gestaltet wurden, sind die Tasten etwas kleiner. Letztendlich kann man sie jedoch gut bedienen. Ein Kontrolldisplay, das bei anderen höherklassigen DSLR-Modellen zu finden ist, besitzt die Kamera nicht. Dessen Platz wurde für die Einstellräder verwendet.

Das Design und der Aufbau des Hauptmenüs sind altbekannt:

Das Hauptmenü der KP (Bildstabilisator) hat Pentax im seit vielen Jahren bekannten Design gehalten. Es wirkt im Vergleich zu anderen aktuellen Kameras recht altbacken, erlaubt aber den Zugriff auf viele und alle wichtigen Optionen. Eine große Schrift macht das Ablesen einfach, nach dem gewünschten Parameter muss wegen der vielen vorhandenen Optionen aber des Öfteren länger gesucht werden. Praktisch ist dies jedoch kein größeres Problem, denn viele Fotoparameter sind auch über das Quickmenü der Kamera zu erreichen, das mit der Info-Taste aufgerufen wird.

Ein spezielles Feature der Pentax KP (Datenblatt) nennt sich Pixel-Shift-Resolution-Technologie. Diese wird durch den beweglichen Bildsensor der Kamera ermöglicht. Bei der Pixel-Shift-Resolution-Aufnahme kombiniert die Kamera vier Einzelbilder, die jeweils automatisch mit einem leicht verschobenen Sensor aufgenommen wurden. Dadurch wird der Nachteil eines Sensors mit Farbfilter ausgeglichen. Die per Pixel-Shift-Modus fotografierten Bilder zeigen deutlich mehr Details als normal aufgenommene Fotos, besitzen aber weiterhin 24,1 Megapixel. Für die Aufnahme wird als Nachteil allerdings ein Stativ benötigt, des Weiteren darf sich das Motiv nicht oder allenfalls minimal bewegen. Ansonsten können deutliche Artefakte auftreten. Es gibt zwar eine Bewegungskorrektur, diese kann bewegte Motive aber nicht vollständig „ausblenden“ bzw. Artefakte verhindern.

Mit 27 AF-Messfeldern ist die Ausstattung recht ordentlich, diese liegen aber alle im Zentrum:

Für die Fokussierung ist beim Blick durch den Sucher der Pentax KP (Geschwindigkeit) ein SAFOX-11-Autofokusmodul mit 27 Messfeldern zuständig. 25 Messfelder davon arbeiten mit Kreuzsensoren, die in einem 5-x-5-Raster im Bildzentrum liegen. Rechts und links davon wurde jeweils ein Liniensensor platziert. Die Bildfeldabdeckung mit Messsensoren fällt im Zentrum somit hoch aus, außerhalb davon sind jedoch kaum Messfelder vorhanden. In der Praxis wird der Fotograf dadurch gezwungen, viel mit dem „Verschwenken“ der Kamera nach dem Fokussieren zu arbeiten, wenn sich das Motiv außerhalb der Bildmitte befindet. Den Arbeitsbereich des AF-Sensors gibt Pentax mit -3 bis +18 LW an. Neben der automatischen Messfeldwahl kann man sich bei der KP für ein mittiges Messfeld entscheiden oder das AF-Feld frei verschieben. Die Kamera beherrscht neben der AF-S-Fokussierung auch die AF-A- und AF-C-Fokussierung, beim Scharfstellen von beweglichen Motiven geht sie aber eher langsam zu Werke. Als Kamera für Actionmotive eignet sie sich daher weniger. Die wichtigsten AF-Optionen sind vorhanden, die AF-Feinabstimmung steht als Option zur Verfügung.

Im Menü wird der Verschlusstyp über den Punkt "Blendenmodus-Auswahl" gewählt:

Die Belichtungszeit wird bei der Pentax KP (Datenblatt) entweder von einem mechanischen oder einem elektronischen Verschluss geregelt. Der mechanische Verschluss arbeitet zwischen 30 Sekunden (verlängerbar per Bulbmodus) und 1/6.000 Sekunde, der elektronische Verschluss verkürzt die Belichtungszeit auf bis zu 1/24.000 Sekunde. Damit lässt sich mit der DSLR völlig lautlos fotografieren, sofern der Liveviewmodus verwendet wird. Des Weiteren entstehen beim elektronischen Verschluss keine Verwacklungen durch den Verschlussvorhang. Er hat allerdings auch Nachteile: Bei bewegten Motiven kann der Rolling-Shutter-Effekt auftreten, und bei Kunstlicht können sich Banding-Artefakte zeigen. Außerdem arbeitet die Kamera etwas langsamer, die Bildstabilisierung und die AA-Filtersimulation funktionieren ebenso nicht. Die wählbaren Belichtungsmessmethoden sind vom Verschluss unabhängig, neben der Mehrfeld- und der mittenbetonten Messung steht auch die Spotmessung zur Wahl. Der Belichtungsmesssensor besitzt 86.000 RGB-Pixel und unterstützt mit seinen gemessenen Daten auch den Autofokus.

Zur Bildkontrolle verfügt die Pentax KP (Technik) über einen klassischen optischen Spiegelreflexsucher. Es handelt sich um ein Pentaprismenmodell mit 100 Prozent Bildfeldabdeckung und 0,63-facher Vergrößerung. Diese Werte können sich für den Sucher eines APS-C-Modells sehen lassen, die Bildkontrolle ist damit komfortabel möglich. Die Mattscheibe lässt sich bei Bedarf tauschen, das erlauben nur wenige andere aktuelle Kameras.

Das 3,0 Zoll messende LCD ist nach oben (90 Grad) und unten (45 Grad) schwenkbar:

Beim Display (3,0 Zoll, Seitenverhältnis 3:2) hat sich Pentax für eine schwenkbare Lösung entschieden. In der Praxis ermöglicht der Schwenkmechanismus (circa 90 Grad nach oben und 45 Grad nach unten) dem Fotografen, in vielen Situationen gut im Bilde zu sein. Bei Selbstporträts kann jedoch keine Bildkontrolle erfolgen. Das Display punktet des Weiteren mit einer dank recht hoher Auflösung (921.000 Subpixel) scharfen Detailwiedergabe, durch große Einblickwinkel ist es auch von der Seite gut einzusehen.

Die Videoaufnahme gehört schon länger nicht mehr zu den Stärken der Spiegelreflexkameras von Pentax. Während frühere Modelle in puncto Auflösung und Bildrate noch mit der Konkurrenz mithalten konnten, herrscht bei Pentax seit längerem Stillstand. Die Pentax KP (Beispielaufnahmen) hält Videos leider maximal in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 30 Vollbildern pro Sekunde fest. Für die heutzutage gängigen 50 oder 60 Vollbilder pro Sekunde muss zur HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) gewechselt werden. Des Weiteren vermissen wir einen Video-AF, der die Fokussierung während der Aufnahme nachführt. Durch das Drücken der AF-/AEL-Taste lässt sich der Fokus zwar aktivieren, diese Vorgehensweise ist jedoch wenig komfortabel. Da der Kontrast-AF leider nur langsam und stark ruckelnd scharfstellt, würden wir die Nachfokussierung aber ohnehin vermeiden. Die Bildqualität der Videos hält mit anderen aktuellen Kameramodellen keineswegs mit. Etwas besser sieht es bei den Videooptionen aus: Man kann manuell sowie halbautomatisch belichten und den Ton pegeln. Zudem gibt es einen Eingang für ein externes Mikrofon (3,5mm-Klinke). Insgesamt gesehen ist die Pentax KP trotzdem keine Kamera, welche wir für die Aufnahme von Videos empfehlen würden. Als Ergänzung zu Videoaufnahmen nimmt die Kamera Einzelbilder mit ihrer Intervallfunktion auf und gibt diese als Zeitraffervideos (4K-Auflösung möglich) aus.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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