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Praxisbericht zur Samsung EX2F

Die Samsung EX2F (Datenblatt) folgt auf die Samsung EX1 (Testbericht) aus dem Jahre 2010 und wurde in einigen Punkten verbessert: Das Kameragehäuse der Samsung EX2F ist sehr hochwertig verarbeitet und hinterlässt einen ausgezeichneten Eindruck. Der Handgriff besitzt ein leicht aufgerautes Oberflächenmaterial und ermöglicht dadurch – trotz des mit 307 Gramm sehr hohen Kameragewichts – ein gutes Handling der Digitalkamera. In den Griff integriert wurde ein Wählrad, mit der sich unter anderem die Belichtungszeit und die Belichtungskompensation steuern lässt. Auf der Oberseite der Samsung EX2F befinden sich – wie schon beim Vorgänger – zwei Einstellräder. Neben dem Programm-Wählrad, das zum Einstellen der Programme (Smart, PASM, usw.) dient, ermöglicht ein zweites Wählrad den direkten Zugriff auf den Bildfolge-Modus. Ob Einzelbild, Serienbild oder Belichtungs-Reihe, jeder Modus kann blitzschnell eingestellt werden. Der Ein- und Ausschalter ist im Vergleich zur Samsung EX1 nicht mehr auf dem zweiten Wählrad zu finden, sondern hat nun einen eigenen Platz auf der Oberseite spendiert bekommen. Daneben liegt das neue Stereo-Mikrofon. Des Weiteren befinden sich auf der Oberseite natürlich auch noch der kombinierte Foto-Auslöser und Brennweitenregler, der Blitzschuh und der integrierte Kamerablitz. Letzterer wird durch eine extra Taste aus dem Gehäuse ausgeklappt.

Die Rückseite der Samsung EX2F (Produktfotos) erinnert optisch stark an die Samsung EX1, das Tastenlayout wurde im Vergleich zur EX1 allerdings verändert – und das zum Guten. Die Taste zur Belichtungsspeicherung (AEL) und der Video-Auslöser, der wieder in allen Modi funktioniert, haben die Plätze getauscht. Er ist nun deutlich besser platziert. Ähnliches gilt auch für die Fn-Taste, mit der das Quick-Menü mit den wichtigsten Einstellungen aufgerufen wird. Die Fn-Taste liegt nun über dem Wählrad und kann dort etwas leichter erreicht werden. Neben weiteren Tasten für das Menü, die Wiedergabe und zum Löschen, liegt auf der Rückseite natürlich auch noch das kombinierte Steuerkreuz (Einstellungen: Display, Blitz, Makro-Modus und Smart-Link) und das Einstellungs-Wählrad. Leider hat man die ISO-Taste der Samsung EX1 bei der Samsung EX2F der Smart-Link-Taste zum Aufrufen einer WiFi-Funktion "geopfert". Dieser Schritt ist nicht wirklich nachvollziehbar, wird eine ISO-Taste doch allgemein deutlich häufiger benötigt. Die Größe der Tasten fällt akzeptabel aus, im Vergleich zu vielen anderen Digitalkameras sind deren Abmessungen sogar sehr brauchbar.

Durch die insgesamt vier Wahlräder kann man viele Einstellungen direkt ansteuern, besonders die gleichzeitige Veränderung von Blende und Verschlusszeit im manuellen Modus über unterschiedliche Wählräder ist – im Vergleich zu vielen anderen Digitalkameras – ein echter Luxus. Etwas negativ fällt die fehlende Konfigurierbarkeit der Tasten auf.

Die Menüs der Samsung EX2F (Technik) sind übersichtlich gestaltet und erlauben den Zugriff auf viele Funktionen. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten führen allerdings manchmal zu einer etwas längeren Suche im Menü.

Wie man es von einer Digitalkamera dieser Klasse erwarten darf, kann bei den Foto-Modi aus dem Vollen geschöpft werden: Neben der Smart-Vollautomatik besitzt die Digitalkamera drei Halb-Automatiken (Programm-Automatik, Blenden-Automatik, Zeit-Automatik) und natürlich einen manuellen Belichtungs-Modus. Dazu gesellen sich die bekannten Szenen-Modi und Kreativ-Filter. Mit an Bord sind auch ein Panorama-Modus, ein HDR-Modus und ein 3D-Modus. Panoramas können horizontal und vertikal aufgenommen werden, die maximale vertikale Auflösung ist mit rund 1.100 Pixel aber nicht besonders hoch. Der 3D-Modus liefert einen sichtbaren 3D-Effekt, mit nur zwei Megapixel aber auch nur gering aufgelöste Bilder.

Das 3,0 Zoll große AMOLED-Display der Samsung EX2F (Geschwindigkeit) lässt sich um 180 Grad aufklappen sowie um 270 Grad drehen und ist damit quasi zu jederzeit ohne Probleme vom Fotografen einsehbar. Es löst 614.000 Subpixel auf (PenTile-Technologie) und stellt viele Bilddetails dar. Dank AMOLED-Technologie besitzt es einen hohen Blickwinkel und ist sehr hell.

Der Autofokus unterstützt verschiedene Fokus-Modi (Mitten-AF, Multi-AF, Auswahl-AF) und kann Objekte verfolgen (Tracking-AF). Zusätzlich kann bei Bedarf manuell fokussiert werden. Im Makro-Modus können Objekte ab etwa einem Zentimeter Distanz scharfgestellt werden. Als Verschlusszeit erlaubt die Samsung EX2F (Datenblatt), je nach Programm unterschiedlich, Belichtungen zwischen 30 Sekunden und einer 1/4.000 Sekunde.

Im Video-Modus kann die Samsung EX2F (Beispielaufnahmen) größtenteils überzeugen und behebt einen großen Kritikpunkt an der Samsung EX1. Die Videoaufnahme ist jetzt nicht mehr nur in SD-Qualität (640 x 480 Pixel) möglich, sondern in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel). Die Bildqualität der Videos ist gut, die Tonqualität (Stereo) ist akzeptabel. Das optische Zoom arbeitet relativ sanft und ohne störendes Ruckeln, kann bei ruhigen Umgebungen aber auf der Tonspur als leises Kratzgeräusch wahrgenommen werden. Der Autofokus arbeitet für die meisten Situationen ausreichend schnell und stellt sicher scharf. Für eine deutliche Beruhigung des Bildes sorgt der optische Bildstabilisator. Moire-Effekte werden bei anfälligen Objekten sichtbar, der Rolling-Shutter-Effekt ist nicht problematisch. Sehr merkwürdig: Bei einigen der von uns aufgenommenen Testvideos sind stark verzerrende Geräusche wahrnehmbar. Der Grund dafür konnte bis jetzt nicht gefunden werden.

Anders als Sony und Panasonic bietet Samsung aktuell noch keine Digitalkamera mit einer Videoaufnahme von 50 Vollbildern pro Sekunde an. Die Samsung EX2F zeichnet bei Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) daher maximal 30 Vollbilder pro Sekunde auf. Als weitere Auflösungen können unter anderem die kleinere HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) und eine VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) ausgewählt werden. Zusätzlich werden auch Highspeed-Videos angeboten. Videos werden mit H.264-Codierung im MP4-Format gespeichert, Full-HD-Aufnahmen besitzen dabei eine Datenrate von etwa 15 bis 20 Mbit/s. Dies entspricht einem Speicherplatzbedarf von ca. 120 bis 160 MByte pro Minute.

Der Blitz wird bei Bedarf über eine Taste aus dem Gehäuse herausgefahren und minimiert durch seine leicht erhöhte Position die Rote-Augen-Gefahr. Auch bei 24 Millimeter Brennweite kann er das Bild vollständig ausleuchten.

Bei den Anschlüssen liefert die Samsung EX2F (Abbildungsleistung) Standardkost. Hinter einer Schutzklappe liegen auf der rechten Kameraseite ein Mirco-HDMI-Port zum Anschluss an ein TV-Gerät und ein Micro-USB-Port zum Anschluss der Kamera an einen Computer. Da die Samsung EX2F keine Ladeschale besitzt, muss der Akku in der Digitalkamera über den USB-Anschluss geladen werden.

Als besonderes Ausstattungsfeature preist Samsung bei vielen seiner Digitalkameras die WiFi-Konnektivität an. Natürlich besitzt auch die Samsung EX2F (Technik) ein WLAN-Modul. Bilder und Videos können unter anderem auf einen Cloud-Sever hochgeladen (Microsoft SkyDrive), im Internet (z. B. über Facebook) verteilt, per Email verschickt oder an ein mobiles Gerät (nur mit Android-Betriebssystem) oder einen Fernseher (muss TV-Link-fähig sein) gesendet werden. Ein mobiles Gerät (ein Smartphone oder ein Tablet -PC) kann außerdem als Fernbedienung für den Auslöser verwendet werden sowie als Remote-Viewfinder fungieren. Mit der kostenlosen Remote-Viewfinder-App wird das aktuelle Bild des Kameradisplays drahtlos auf dem Smartphone gezeigt, wir haben dies ausprobiert - die Bildqualität ist dabei nicht sehr hoch und die Darstellung nicht flüssig, dennoch eine einfach zu handhabende Spielerei. Die Einrichtung des WLANs lief im Test sehr schnell und einfach ab und ist damit auch für Anfänger geeignet.

Die per WLAN verschickten Bilder wurden leider vor dem Versand verkleinert (wir haben auch den Mail-Versand getestet). Zumindest eine Auswahlmöglichkeit sollte hier unserer Meinung nach angeboten werden. Ein weiteres Ärgernis: Die Anzahl der unterstützen mobilen Geräte ist auf wenige Modelle (mit Android-Betriebssystem) beschränkt.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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