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Praxisbericht zur Sony Alpha 99

Die Sony Alpha 99 (Datenblatt) ist das neue Spitzenmodell der SLT-Kameras von Sony und die erste Kleinbildkamera seit der Sony Alpha 850. Die SLT-Technologie ermöglicht dank einem halbdurchlässigen Spiegel jederzeit die Verwendung des Phasenautofokus, bei gewöhnlichen Spiegelreflexkameras kann dieser nur beim Blick durch den Sucher genutzt werden. Diese SLT-Technologie ermöglicht einen schnellen Autofokus im Video-Modus und im Live-View-Betrieb.

Wir haben die Sony Alpha 99 zusammen mit dem Carl Zeiss Vario Sonnar T* 24-70mm F2,8 ZA SSM getestet. Im dkamera Bildqualitätsvergleich finden Sie neben unseren Szenario-Ausschnitten mit dem Carl Zeiss Vario Sonnar T* 24-70mm F2,8 ZA SSM auch die Szenario-Ausschnitte des Sony SAL-20 F2,8 und des Sony 50mm F2,8 Makro. In unseren Beispielaufnahmen finden Sie außerdem Originalaufnahmen dieser drei Objektive.

Optisch ähnelt die Sony Alpha 99 (Produktfotos) der Sony Alpha 77V. Lediglich minimale Änderungen (z. B. am Mikrofon) sind erkennbar, die Abmessungen des Gehäuses haben sich bei der Sony Alpha 99 allerdings um ein paar Millimeter vergrößert. Das Handling der Kleinbildkamera ist exzellent. Der sehr gut an die Hand angepasste Handgriff sorgt für einen sicheren Halt, was bei einer Kamera, die in der Regel mit schweren Objektiven genutzt wird, aber auch wirklich notwendig ist. Die Tasten sind groß und lassen sich gut bedienen. So gut wie alle wichtigen Parameter können über eine eigene Taste erreicht werden, ein Quick-Menü (Fn-Taste) ist außerdem ebenfalls vorhanden.

Die Lage der Tasten wurde von der Sony Alpha 77V (Testbericht) übernommen: Auf der Oberseite liegen der mit dem Foto-Auslöser kombinierte Ein- und Ausschalter, Tasten für den Aufnahme-Modus, den Weißabgleich, die Belichtungskompensation, für den ISO-Wert, zum Beleuchten des Displays sowie zum Wechseln vom Sucher auf das Display und umgekehrt. Links neben dem Sucher liegt das Programm-Wählrad, über das sich alle Foto-Programme und auch der Video-Modus ansteuern lassen. Auf der Rückseite befinden sich gleich neun Tasten. Neben dem Joystick, der alternativ zu den Wählrädern (Vorder- und Rückseite der Sony Alpha 99) zur Navigation im Menü verwendet werden kann, befinden sich dort unter anderem Tasten zum Aufrufen des Menüs, zum Starten von Videos und für das Quick-Menü (Fn). Ein Teil der Tasten ist dabei doppelt belegt und besitzt im Wiedergabe-Modus andere Funktionen. Das Kamera-Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt und natürlich sehr hochwertig verarbeitet.

Auch bei der Technik hat sich Sony teilweise bei der Sony Alpha 77V bedient. Die Sony Alpha 99 (Technik) besitzt – wie alle SLT-Kameras – keinen optischen sondern einen elektronischen Sucher. Dieser löst 2.359.296 Subpixel (1.024 x 768 Pixel) auf und wird per Hand oder automatisch aktiviert. Der Sucher gibt 100 Prozent es Bildfeldes wieder und vergrößert 0,71-fach. Im Vergleich zu den Konkurrenzmodellen ist dies – im Gegensatz zu Einsteiger-Modellen mit elektronischem Sucher – aber kein bedeutender Vorteil, denn in dieser Preisklasse stellen auch die optischen Sucher 100 Prozent dar. Egal was man von einem elektronischen Sucher halten mag, einen Vorteil besitzt er aber in jedem Fall: Im Dunklen und Halbdunkeln gibt er das Sucherbild – wenn auch mit etwas Bildrauschen – deutlich heller wieder und ermöglicht dadurch in einem solchen Fall eine bessere Beurteilung des Motives.

Das Display ist 3,0 Zoll groß und stellt 1,23 Millionen Subpixel dar. Gegenüber einem herkömmlichen Display sorgt ein zusätzlicher weißer Bildpunkt für eine hellere Wiedergabe. Es lässt sich 270 Grad um die eigene Achse drehen und nach oben und unten kippen. Seine Detailwiedergabe ist sehr hoch.

Bei der Programm-Auswahl konnte man bereits bei der Sony Alpha 77V (Datenblatt) aus dem Vollen schöpfen, das gleiche gilt auch für die Sony Alpha 99. Neben den standard PSAM-Modi besitzt die Sony Alpha 99 drei frei konfigurierbare Modi, viele Szenen-Modi sowie Kreativ-Filter und einen Panorama-Modus, der Panoramas mit rund 1.900 Pixel in der Höhe aufnimmt. Überflüssig ist der High-Speed-Modus: Dieser erlaubt zwar zehn Bilder pro Sekunde, allerdings mit einem veränderten Bildausschnitt und nur 4,6 Megapixel Auflösung.

Bilder und Videos werden auf einer oder zwei SD-Speicherkarten (SD/SDHC/SDXC) bzw. Sony Memory Sticks abgelegt, der UHS-1-Standard ermöglicht ein schnelles Abspeichern. Die Speicherung der Daten lässt sich individuell konfigurieren. So lassen sich alle Daten beispielsweise auf beide Karten schreiben (Backup) oder die JPEG-Dateien auf Karte eins und die RAW-Dateien auf Karte zwei.

Einen integrierten Blitz besitzt die Sony Alpha 99 (Technik) - wie in dieser Klasse üblich - nicht. Der Blitzschuh arbeitet mit dem ISO-Standard und ist damit zu alten Blitzen nur noch über einen Adapter kompatibel - der allerdings mitgeliefert wird. Zur Geo-Positionsbestimmung der Bilder besitzt die Sony Alpha 99 einen integrierten GPS-Empfänger. Dieser wird über das Menü aktiviert und ist schnell einsatzbereit.

Auch der Video-Modus ist schon von der Sony Alpha 77V bekannt. Er bietet eine Programm-Automatik, eine Blenden- und Zeitautomatik und einen manuellen Belichtungsmodus. Der größte Trumpf der SLT-Kameras ist natürlich der Autofokus im Video-Modus. So schnell können auch spiegellose Systemkameras nicht fokussieren. Leider ist der Autofokus nur in der Programm-Automatik aktiv, dort lässt sich bis auf den ISO-Wert nicht in die Aufnahme eingreifen. Die Blende bleibt außerdem – unabhängig vom Objektiv – bei F3,5 fest eingestellt. Der Vorteil lichtstarker Optiken ist somit nur mit manuellem Fokus nutzbar. Hier hat Sony immerhin mitgedacht und das manuelle Fokussieren durch eine Peaking-Funktion deutlich erleichtert. Der ISO-Wert kann im Video-Modus von Hand zwischen ISO 100 und ISO 6.400 eingestellt werden, automatisch sind ISO 100 bis ISO 3.200 möglich. Aus gestalterischer Sicht erreicht die Sony Alpha 99 (Geschwindigkeit) dank Kleinbild-Sensor eine unglaublich kleine Tiefenschärfe. Zusammen mit einer lichtstarken Optik lässt sich echtes Kino-Feeling erzeugen.

Bei den Videostandards und -formaten war Sony schon immer ein Vorreiter, deshalb bietet die Sony Alpha 99 hier nur das Beste vom Besten. Videos werden in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde (1080p60) im AVCHD-Format aufgenommen werden, alternativ steht auch das MP4-Format zur Verfügung, es erlaubt aber keine Full-HD-Videos. Anmerkung: Im PAL-Modus werden maximal 50 Bilder pro Sekunde aufgenommen, im NTSC-Modus bis zu 60 Bilder pro Sekunde. Die Bitrate der Full-HD-Videos mit 60/50 Vollbildern pro Sekunde liegt bei 28 Mbit/s, was etwa 210 MByte pro Minute entspricht. Zudem bietet die Sony Alpha 99 auch kleinere Auflösungen und andere Bilderwiederholungsraten: Beispielsweise können im AVCHD-Format 60/50 Halbbilder (17-24 Mbit/s, ergibt 127,5 bis 180 MByte/min) oder 30/25 Vollbilder (gleiche Datenrate) in Full-HD-Auflösung aufgenommen werden. Die Videos geben viele Details wieder, besitzen also eine gute reale Auflösung. Der Rolling-Shutter-Effekt ist kaum sichtbar, Moire-Artefakte bei anfälligen Motiven aber leider schon. Der Autofokus stellt schnell scharf, scheitert jedoch teilweise an einigen Motiven und fährt dann den kompletten Fokusbereich ab.

Das Stereo-Mikrofon nimmt Geräusche klar und deutlich auf, je nach Objektiv und Umgebungslautstärke ist der Autofokus aber deutlich bis sehr deutlich auf der Tonspur wahrnehmbar. Der Ton lässt sich manuell pegeln, kann aber auch automatisch von der Kamera eingestellt werden. Ein externes Mikrofon kann über die 3,5 Millimeter Klinkenbuchse angeschlossen werden, mit dem erhältlichen XLR-Kit (XLR-K1M) ist auch eine professionelle Tonaufnahme möglich.

Neben einer Videoaufnahme mit dem internen Mikrofon finden Sie unter unseren Beispielaufnahmen der Sony Alpha 99 eine Aufnahme mit dem Aufsteck-Mikrofon Sony ECM-CG50. Dieses wird über die 3,5mm-Klinkenbuchse mit der Sony Alpha 99 verbunden.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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