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Das Fazit zur Sony Cyber-shot DSC-QX10

In unserem Praxistest präsentiert sich die Sony Cyber-shot DSC-QX10 als kompakte Digitalkamera-Alternative, die allerdings noch einige Schwächen aufweist. Wie aber schneidet das Kameramodul im Labor ab?

Unsere Laborergebnisse:

Als Bildsensor wird von der Sony Cyber-shot DSC-QX10 (Datenblatt) ein 1/2,3 Zoll großer Exmor-R-CMOS-Sensor mit 18 Megapixel (4.896 x 3.672 Pixel) verwendet. Dieser erlaubt Sensorempfindlichkeiten zwischen ISO100 und ISO 12.800 – allerdings nur von der Kamera automatisch gewählt. Selbst einstellen lässt sich der ISO-Wert leider nicht. Daher können wir Ihnen unseren Bildqualitätsvergleich nur mit ISO 100 bei Tag und mit ISO 800 bei Nacht anbieten.

Bei der Bildqualität erreicht die Sony Cyber-shot DSC-QX10 ein für Kompaktkameras in etwa klassenübliches Ergebnis. Bei ISO 100 werden auch feinere Details gut aufgelöst, ein Bildrauschen lässt sich noch nicht wirklich erkennen. Das Bild wirkt zwar bereits etwas weichgezeichnet, viele andere Kompaktmodelle schneiden hier aber kaum besser ab. Bei höheren ISO-Werten steigt das Bildrauschen wie bei den meisten Digitalkameras mit kleinerem Bildsensor an, die Detailwiedergabe liegt in etwa auf dem Niveau anderer Digitalkameras mit gleicher Bildsensorgröße. Auch bei weniger Licht schlägt sich die Sony Cyber-shot DSC-QX10 noch gut. Bei ISO 800 hält sich hier das Bildrauschen in Grenzen und die Detailwiedergabe ist akzeptabel. Im Vergleich zu Aufnahmen mit Smartphone-Kameras zeigen die Bilder wesentlich mehr Details und rauschen zudem deutlich weniger.

Bei der Geschwindigkeit muss zwischen dem Kameramodul alleine und dem Betrieb des Moduls in Verbindung mit einem Smartphone unterschieden werden. Die Sony Cyber-shot DSC-QX10 arbeitet ohne Smartphone (mit eingesteckter Speicherkarte) in etwa so schnell wie eine aktuelle Kompaktkamera. Die Auslöseverzögerung liegt bei sehr kurzen 0,03 Sekunden, die reine Fokussierungszeit bei nur 0,13 Sekunden. 2,9 Sekunden nach dem Einschalten kann zudem das erste Bild aufgenommen werden. In Kombination mit einem Smartphone vergehen allerdings deutlich längere Wartezeiten: Vom Einschalten bis zur Betriebsbereitschaft vergehen – inklusive des Verbindungsaufbaus zwischen beiden Geräten – 16,1 Sekunden. Bis zur ersten Bildaufnahme nach dem Einschalten vergehen weitere zwei Sekunden, womit somit knapp über 18 Sekunden gewartet werden muss. Per NFC (Near Field Communication) geht dies etwas schneller von der Hand. Für Schnappschüsse ist diese Zeit natürlich trotzdem deutlich zu lange, hier muss Sony in jedem Fall noch nachbessern. Je nachdem welches Smartphone Sie verwenden, kann dieser Zeitraum natürlich zudem variieren. Wir haben beim Test Sonys Oberklasse-Smartphone Xperia Z1 eingesetzt. Serienbildaufnahmen sind mit dem Kameramodul übrigens leider überhaupt nicht möglich.

Farben gibt die Sony Cyber-shot DSC-QX10 noch akzeptabel wieder. Unter Laborbedingungen zeigen alle Kanäle nur leicht erhöhte Abweichungen. Für die Praxis bedeutet dies: Auch bei farbkritischen Motiven lassen sich die Fotoaufnahmen problemlos verwenden.

Optische Bildstabilisatoren sind in Smartphones aktuell nur selten zu finden, weshalb die Sony Cyber-shot DSC-QX10 mit ihrem optischen SteadyShot-Bildstabilisator hier natürlich im Vorteil ist. Im Test konnte der SteadyShot rund zwei Blendenstufen ausgleichen, womit das Kameramodul leicht unter dem Durchschnitt aktueller Digitalkamera-Bildstabilisatoren liegt. Verglichen zu einem optischen Bildstabilisator in einem Smartphone arbeitet der Stabilisator der QX10 jedoch besser.

An der Abbildungsleistung des 10-fach-Zooms (25-250mm kleinbildäquivalente Brennweite, Lichtstärke F3,3-F5,9) gibt es nur wenig zu bemängeln. Zu den Bildrändern hin fällt die Schärfe im Vergleich zur Mitte etwas ab, problematisch ist dies aber noch nicht. Die Verzeichnung ist nur sehr leicht tonnenförmig, die Randabschattung ist ebenfalls nur gering. Chromatische Aberrationen lassen sich kaum feststellen.

Unser Fazit:

Sony zählt derzeit zu den innovativsten Digitalkamera-Herstellern, was mit der Vorstellung der QX-Module wieder einmal bestätigt wird. Bei den QX-Modulen wird die Fotohardware weitestgehend von der Bildkontrolle und den Bedienelementen getrennt, denn diese Funktionen werden auf das Smartphone ausgelagert. Dadurch fällt die Sony Cyber-shot DSC-QX10 (Hands-On-Video) sehr kompakt aus und lässt sich leicht transportieren – durchaus auch in der Hosentasche.

Nicht verzichten müssen die Fotografen - wie bei Smartphones sonst üblich - auf einen optischen Zoom, einen optischen Bildstabilisator und auf den im Vergleich zu den meisten Smartphones „größeren“ Bildsensor. Dieses Paket sorgt bei der Sony Cyber-shot DSC-QX10 (Beispielaufnahmen) für einen großen optischen Brennweitenbereich, relativ verwacklungsfreie Aufnahmen und eine – für eine Kompaktkamera – akzeptable Bildqualität. Im Vergleich zu einem Smartphone liegt die Sony Cyber-shot DSC-QX10 damit deutlich vorne. Unverständlich ist es daher, dass Sony nur sehr wenige Einstellungen zulässt und das Kameramodul damit zu einer „reinen Automatikknipse“ degradiert. Da diese Beschränkungen allerdings nur durch die Software erfolgen, bleibt hier festzuhalten, dass Sony der "PlayMemories"-App zukünftig ein paar mehr Funktionen spendieren sollte - allem voran die Möglichkeit, die ISO-Empfindlichkeit selbst wählen zu können.

Aktuell noch zu langsam ist der Verbindungsaufbau zwischen Kameramodul und Smartphone. Dieser ist dank NFC zwar komfortabel, aber für Schnappschüsse nicht geeignet. Keine Kritik gibt es für den Autofokus und die Auslöseverzögerung, hier bewegt sich die Sony Cyber-shot DSC-QX10 (Technik) auf sehr gutem Kompaktkameraniveau. Die Montage der DSC-QX10 am Smartphone ist zwar universell, aber doch etwas nervig, wenn man das Konstrukt des Öfteren an und abbauen muss.

Für wen ist die Sony Cyber-shot DSC-QX10 (Praxis) nun geeignet? Für alle, die auf eine Kompaktkamera verzichten wollen, aber ab und zu – oder auch des Öfteren – eine bessere Bildqualität benötigen, als sie von einem Smartphone geliefert werden kann. Hier dürfte die Sony Cyber-shot DSC-QX10 vor allem auch Besitzer älterer Smartphone-Modelle ansprechen, deren Kameras oftmals eine wesentlich schlechtere Bildqualität erreichen, als sie von aktuellen Smartphones geliefert wird. Auch die Möglichkeit Bilder in einer höheren Qualität direkt auf dem Smartphone zu haben, erlaubt ein sofortiges Versenden der Aufnahmen beispielsweise in soziale Netzwerke oder auch an andere Smartphones - beim "Vernetzungsfaktor" hat das Kameramodul gegenüber "herkömmlichen" Digitalkameras also deutlich die Nase vorn. Nicht vergessen werden darf zudem der Fun-Faktor, der durchaus vorhanden ist, wenn man Smartphone und Kameramodul voneinander getrennt verwenden kann. Wer sich einen möglichst hohen Bedienkomfort, eine schnelle Einschaltzeit und viele Einstellungsmöglichkeiten wünscht, muss aber auch weiterhin zu einer „echten“ Digitalkamera greifen. Bei der ersten Vorführung unter anderem mittels Kopplung des Smartphones via NFC (Achtung: dazu muss das Smartphone NFC unterstützen!) ist bei der QX10 immer ein kleiner "WoW"-Effekt zu erwarten.

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Pro&Contra zur Sony Cyber-shot DSC-QX10

  • Im Vergleich zu den meisten Smartphones eine weit überdurchschnittliche Bildqualität
  • Klassenübliche Bildqualität im Vergleich zu Kompaktkameras mit gleichgroßem Bildsensor
  • Optisches 10-fach-Zoom mit großem Brennweitenbereich (25-250mm; F3,3-F5,9)
  • Mit 25mm sehr brauchbarer Weitwinkelbereich
  • Ordentliche Abbildungsleistung für diesen Brennweitenbereich
  • Optischer SteadyShot-Bildstabilisator der Freihand-Verwacklung akzeptabel verringern kann
  • Kurze Auslöseverzögerung (0,03 Sek.) und sehr schneller Autofokus (0,13 Sek.)
  • Videoaufnahme mit 1.440 x 1.080 Pixel (30p) sowie einer akzeptablen Bild- und Tonqualität
  • Das Modul kann (eingeschränkt) auch ohne Smartphone verwendet werden
  • Zu allen aktuelleren Smartphones (ab Android 2.3 und iOS 4.1) kompatibel
  • Hoher Fun-Faktor durch das "Trennen" von Kamera und Display
  • Dadurch ist die Bildkontrolle zu jeder Zeit möglich, beispielsweise für Gruppenfotos praktisch
  • Hoher "Vernetzungsfaktor": Bilder lassen sich sofort mit Freunden oder sozialen Netzwerken teilen
  • Zur SanDisk Mobile Ultra (SDXC, UHS-I), mit 64GB Kapazität kompatibel
  • Stativgewinde für die einfache Montage auf einem Stativ vorhanden
  • Variable Montagelösung: Für Smartphones mit 54-75mm Breite sowie bis 13mm Tiefe einsetzbar
  • Für das Xperia Z1: Spezielle Handyhülle mit Montagemöglichkeit verfügbar und empfehlenswert
  • Unkomfortable Montage (nur beim Xperia Z1 mit spezieller Hülle wirklich gut gelöst - siehe oben)
  • Die ISO-Empfindlichkeit lässt sich nicht einstellen (nur ISO-Automatik)
  • Wenige Einstellungen möglich (Es fehlt: Messmodus, Belichtungseinstellung, Fokusfeldwahl, ...)
  • Keine Halbautomatiken und kein manueller Belichtungsmodus vorhanden
  • Keine Serienbildaufnahmefunktion vorhanden
  • Durch den langen Verbindungsaufbau nicht Schnappschuss-tauglich
  • Videoaufnahme nur mit eingesetzter Speicherkarte und Smartphone-Verbindung möglich
  • Keine Aufnahme im RAW-Format möglich
  • Direkte Fotoauslösung per Touch am Smartphonedisplay nicht möglich

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

Durch Anklicken erscheinen alle dkamera Urteile zur Sony Cyber-shot DSC-QX10 in großer Druckansicht.

dkamera Auszeichnung

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Kommentare

Hallo! Eine kurze Frage: Ich ...

Hallo!
Eine kurze Frage: Ich würde die QX gerne per Kabel auslösen. Die Pinbelegung des Mulit-Ports ist zwar bekannt, aber ich habe noch keinen direkten Hinweis bez. der QX Serie gefunden. Haben Sie die RM-VPR1 an der QX selbst getestet?
Danke im Voraus!

Wir haben das jetzt gerade ...

Wir haben das jetzt gerade kurz im dkamera Testlabor ausprobiert und müssen hiermit mitteilen, dass die Kabelfernbedienung RM-VPR1 leider NICHT an der Sony Cyber-shot DSC-QX10 funktioniert. Weder einschalten noch zoomen noch auslösen - nichts funktioniert. Und dies trotzdem, dass es ein Multi-USB-Port ist. Dies ist absolut nicht schön, aber leider nicht zu ändern.
PS: Was meinen Sie mit "Die PIN Belegung ist bekannt"? Haben Sie hier eine Dokumentation dazu gefunden? Dies würde uns auch sehr interessieren. Ein Link wäre hilfreich. Vielen Dank.

Frage kann die QX10 AV ...

Frage kann die QX10 AV Out ?
Habe es schon mit meinen CX410 AV Kabel versuch die so ein spezieles 20pin Kabel hat, aber da geht nichts. Wenn man eine Pinbelegung hätte würde ich es noch mal versuchen.

Wie sind die Aufnahmen (Foto ...

Wie sind die Aufnahmen (Foto und Video) in der Dämmerung bzw. schlechten Lichtverhältnissen?

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