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Praxisbericht zur Sony Cyber-shot DSC-RX10 III

Während sich die Sony Cyber-shot DSC-RX10 I (Testbericht) und Sony Cyber-shot DSC-RX10 II (Testbericht ) beim Kameragehäuse nur sehr wenig unterscheiden, lassen sich bei der Sony Cyber-shot DSC-RX10 III (Datenblatt) mehr Differenzen aufzählen. Diese beruhen unter anderem auf dem Objektiv mit seinem größeren Brennweitenbereich. Die neueste Bridgekamera von Sony ist mit Abmessungen von 13,3 x 9,4 x 12,7cm größer und mit 1.092g Gewicht auch um einiges schwerer als die RX10 II mit 12,9 x 8,8 x 10,2cm und 808g. Für die Praxis bedeutet das: Die RX10 III fällt Fotografen etwas schneller zur Last, mit mehr als einem Kilogramm wiegt sie in etwa so viel wie eine Einsteiger-DSLR mit Superzoomobjektiv. Das höhere Gewicht der Bridgekamera sollte man daher nicht unterschätzen, wenngleich man dafür natürlich eine "Gegenleistung" in Form eines sehr großen Brennweitenbereichs erhält. In der Hand liegt die Cyber-shot DSC-RX10 III komfortabel und sicher; ein ergonomisch geformter, gummierter und großer Handgriff macht dies möglich.

Das Kameragehäuse ist selbst für ein Modell der Bridgeklasse als groß und schwer zu bezeichnen:

Bei den Bedienelementen sind vor allem zwei Neuerungen zu nennen. Neben dem zusätzlichen Einstellring am Objektiv ist eine zweite Customtaste auf der Oberseite hinzugekommen. Darüber sind nun zwei Parameter direkt veränderbar. Die Belichtung lässt sich wie gehabt per Wählrad (+/- 3 Blendenstufen) schnell anpassen. Auf der Rückseite können Fotografen sechs Tasten mit einer Vielzahl von Funktionen frei belegen. Darüber hinaus ist auch das obere Einstellrad konfigurierbar. Doch damit nicht genug: Auf der linken Vorderseite befindet sich noch eine weitere Customtaste (im Menü „Fokus halten“ genannt), und die beiden vorderen Objektivringe lassen sich hinsichtlich ihrer Funktionen (Zoom oder Fokus) anpassen. Das Zoomen kann alternativ auch per Brennweitenhebel am Fotoauslöser erfolgen.

Auf der Unterseite lässt sich der Blendenring per Taste konfigurieren (mit oder ohne Rasterungen):

Der Blendenring der Bridgekamera lässt sich mit und ohne Rasterungen betreiben, dafür befindet sich ein Schalter an der Unterseite des Objektivs. Die vielen Konfigurationsmöglichkeiten der Sony Cyber-shot DSC-RX10 III (Produktbilder) mögen zu Beginn eine gewisse Einarbeitung verlangen, letztendlich erlauben sie jedoch sehr viele Freiheiten und sind besonders zu loben. Allerdings hätte Sony manche Tasten und auch das obere Einstellrad auf der Rückseite gerne noch etwas größer konstruieren können. Wieder positiv erwähnen muss man das ebenfalls konfigurierbare Quickmenü (per Fn-Taste erreichbar). Bis zu zwölf Parameter lassen sich darüber einstellen. Diverse weitere Optionen finden sich im Menü, das wegen seiner enormen Einstellungsmöglichkeiten allerdings auch etwas unübersichtlich ausfällt.

Die RX10 III besitzt nicht nur viele Tasten und Wählräder, viele davon lassen sich auch frei belegen:

Beim Kameragehäuse setzt Sony vor allem auf Kunststoff; Magnesium kommt, anders als bei der RX10 I und II, – zumindest auf der Oberfläche – nicht zum Einsatz. Abdichtungen sollen allerdings weiterhin das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit verhindern. Die Bridgekamera muss man daher nicht unbedingt maximal schonen.

Wieder mit an Bord ist das bekannte monochrome Kontrolldisplay. Dieses lässt sich bei Bedarf per Taste orange beleuchten und informiert unter anderem über die Blende, die Belichtungszeit, den Weißabgleich oder den Aufnahmemodus (Einzelbild, Serienbild, Belichtungsreihe, …). Außerdem kann man den Ladestand des Akkus und die Anzahl der noch auf der Speicherkarte ablegbaren Fotos ablesen.

Ein monochromes Kontrolldisplay befindet sich auf der rechten Oberseite:

Bei den Fotoprogrammen ist die Ausstattung ebenso sehr ordentlich. Vollautomatiken gibt es in Form einer "intelligenten" und einer "überlegenen" Automatik, Szenenprogramme finden sich neun („Porträt“, „Sportaktion“, „Sonnenuntergang“, …) und Bildeffekte insgesamt 13 („Retro-Foto“, „HDR-Gemälde“, Miniatur“, …). Daneben hat die Sony Cyber-shot DSC-RX10 III (Bildqualität) einen Panoramamodus, einen extra Videomodus, einen Highspeedmodus für Videos („HFR“) und sieben Speicherplätze für eigene Programmeinstellungen (zu finden unter „MR“) zu bieten. Die PSAM-Modi sind obligatorisch vorhanden.

Die RX10 III arbeitet mit der Kontrastmessung, scharfstellen lässt sich manuell und automatisch:

In puncto Autofokusoptionen bewegt sich die Sony Cyber-shot DSC-RX10 III (Geschwindigkeit) auf dem Niveau des Vorgängermodells. Die Kontrastmessung wird zum Scharfstellen verwendet, das in drei Größen konfigurierbare Fokusfeld kann daher ohne Einschränkungen im Bild verschoben werden. Neben der gerade erwähnten „Flexible Spot“-Option hat die Bridgekamera außerdem einen "Erweiterten Flexible Spot"-AF mit unterstützenden Hilfsfeldern, ein mittiges Fokusfeld („Mitte“) und eine automatische Fokusfeldwahl („Breit“) zu bieten. Wer die kontinuierliche Fokussierung über den Schalter auf der Vorderseite wählt, kann mit der AF-Verriegelung zudem bewegte Motive verfolgen. Das manuelle Scharfstellen ist über einen der beiden Objektivringe sehr komfortabel möglich, eine Displaylupe und ein Fokuspeaking erleichtern die Schärfekontrolle. Makroaufnahmen erlaubt die RX10 III ab 3cm Abstand im Weitwinkel und ab 72cm am Teleende. Besonders mit Letzterem lässt sich in der Praxis sehr gut arbeiten, da auch etwas schreckhaftere Motive mit "größerer" Fluchtdistanz aufgenommen werden können.

Blick in das Hauptmenü der Bridgekamera mit 25-fach-Zoom:

Die Belichtung wird bei der RX10 III von einem mechanischen Zentralverschluss oder einem elektronischen Verschluss gesteuert. Ersterer arbeitet zwischen 30 Sekunden und 1/2.000 Sekunde, dies aber erst ab einer Blendenöffnung von F8. Darunter ist nur 1/1.000 Sekunde möglich. Der elektronische Verschluss ermöglicht blendenunabhängig bis zu 1/32.000 Sekunde, bei Offenblende ist er daher im Regelfall die bessere Wahl. Ohne dessen Einsatz ist das Abblenden bei hellen Lichtverhältnissen oftmals notwendig. Einen Bulbmodus besitzt die Bridgekamera auch, damit können Langzeitbelichtungen vorgenommen werden. Verzichten muss man bei der Sony Cyber-shot DSC-RX10 III (Datenblatt) dagegen auf einen ND-Filter. Dieser ist bei der RX10 II und RX10 I vorhanden und stellt eine weitere Option bei der Belichtung dar.

Die Möglichkeiten zur Bildkontrolle hat Sony beim Alten belassen, neben einem elektronischen Sucher ist auch wieder ein Schwenk-LCD vorhanden. Der Sucher löst 2,36 Millionen Subpixel auf und gibt 100 Prozent des Bildfeldes wieder. Mit seiner 0,70-fachen Vergrößerung (umgerechnet auf das Kleinbildformat) sorgt er für ein großes Sucherbild. Dieses bleibt auch bei Schwenks flüssig, und selbst Brillenträger können es gut einsehen.

Das 3,0 Zoll messende Display ist nach oben und unten schwenkbar:

Das Display besitzt mit einer Diagonalen von 3,0 Zoll durchschnittliche Abmessungen, die Auflösung liegt bei 1,23 Millionen Subpixel. Sony setzt hier auf die RGBW-Technologie, bei der ein zusätzlicher weißer Bildpunkt (neben einem roten, einem grünen und einem blauen) für eine höhere Helligkeit sorgt. Das LCD kann Details sehr gut wiedergeben, einzelne Pixel lassen sich nicht erkennen. Wer die Bildkontrolle nicht direkt hinter der Kamera vornehmen möchte, kann das LCD zur besseren Einsicht nach oben (100 Grad) und unten (40 Grad) schwenken. Drehen kann man das Display allerdings nicht, Selbstporträts mit Blick auf das LCD sind daher nicht möglich. Die schräge Ansicht von der Seite wird durch große Einblickwinkel immerhin deutlich erleichtert. Das LCD leistet somit sehr gute Dienste, wenngleich eine dreh- sowie schwenkbare Lösung noch etwas besser wäre.

Nicht optimal finden wir bei der Sony Cyber-shot DSC-RX10 III  (Technik) ebenso, dass Sony – wie bei allen Kameras – auf einen Touchscreen verzichtet. Dieser würde in manchen Situationen eine größere Hilfe darstellen. Natürlich kann man bei der RX10 III auch ohne Touch-LCD auskommen, der Bedienkomfort wäre beim Vorhandensein dieses Features aber zweifellos höher. Positiv herausgestellt werden muss dagegen der Augensensor. Dieser übernimmt das automatische Umschalten zwischen Sucher sowie Display und ist in der Praxis eine große Arbeitserleichterung.

Da schon die Sony Cyber-shot DSC-RX10 II eine besonders gut ausgestattete Videokamera ist, weiß die Sony Cyber-shot DSC-RX10 III (Beispielaufnahmen) in puncto Video ebenfalls zu überzeugen. Sie unterstützt 4K-Videos mit 3.840 x 2.160 Pixel bis zu eine Bildrate von 30 Vollbildern pro Sekunde, in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) lassen sich bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde aufzeichnen. Für alle, die noch höhere Bildraten benötigen, gibt es zudem eine Highspeed-Videofunktion. Dafür muss man zum HFR-Modus (= High Framerate) wechseln und auf einen optischen Zoom sowie die Fokusnachführung und die Tonaufzeichnung verzichten. Des Weiteren sind Aufnahmen maximal bis zu vier Sekunden Länge möglich, wobei die beste Bildqualität bei maximal zwei Sekunden erzielt wird. Nimmt man diese Einschränkungen in Kauf, lassen sich dank einer Bildrate von bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde, die mit bis zu 40-facher Zeitlupe abgespielt werden können, atemberaubende Zeitlupeneffekte erzielen. Die Bildqualität der Aufnahmen kann bis 240/250 Bilder pro Sekunde als gut (NTSC/PAL) und bis 480/500 Bilder pro Sekunde als akzeptabel beurteilt werden. Die höchste Bildrate mit 960 bzw. 1.000 Bildern pro Sekunde liefert dagegen nur noch eine äußerst bescheidene Bildqualität. Da auch niedrigere Bildraten sehr gelungene Aufnahmen erlauben, sind die maximal möglichen 1.000 Bilder pro Sekunde allerdings nur selten wirklich notwendig.

Die 4K-Aufnahmen der RX10 III besitzen grundsätzlich eine exzellente Detailwiedergabe, auch die Full-HD-Videos können sich ohne Frage sehen lassen. Punkten kann die Bridgekamera zudem mit vielen manuellen Videooptionen (Belichtung, Fokus, Bildprofil, Tonpegel) und einem Eingang für externe Mikrofone sowie einem Ausgang für Kopfhörer. Der Autofokus stellt – sofern die automatische Scharfstellung möglich ist – schnell und treffsicher scharf. Generell sollte erwähnt werden, dass für die meisten Videoauflösungen der Kamera eine Speicherkarte mit mindestens 64GB Kapazität sowie UHS U3 Geschwindigkeit notwendig ist.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online-Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr.
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Kommentare

Hallo bei dkamera, toll das ...

Hallo bei dkamera,
toll das es euch gibt, sehe immer nach bevor ich was kaufe.
Nachdem ich die SONY DSC-RX10M3 mein eigen nenne und eigentlich begeistert bin, gibt es doch ein Problem. In der Einstellung "C" des Autofocus pulsiert die Sucheranzeige und auch die Monitoranzeige in der Schärfe. Einfach einen Punkt ´fixieren und den Auslöser halb gedrückt halten. Man weis nicht wann man abdrücken soll. Das ist ein Problem bei allen Modellen und wird nicht als Problem vom Support oder der Reparaturstellen anerkannt. Was macht man in solch einem Fall?
Wenn dkamera SONY so ein Problem mitteilt, hat das mehr Gewicht? Immerhin geht es um die teuerste Bridgekamera der Welt. Ich kann mir auch denken das SONY gerne die Testspitzenplätze sieht aber wie können Sie das handhaben wenn so ein Mangel auftritt?
Wäre toll von Euch zu hören, LG Edgar Mutschler.

Das Problem hatte ich auch ...

Das Problem hatte ich auch bei der RX100-Serie. Das Pulsen ist zwar unschön, hat aber keine Auswirkung auf das Bild. Man kann nach dem Fokusieren abdrücken, wann man will.

Es muss nicht die RX10 ...

Es muss nicht die RX10 III, nicht einmal die RX10 II sein, wenn man sich mit 200mm Brennweite zufrieden gibt und keine 4 K Videos machen will, weil das wieder die Anschaffung eines 4k fähigen Fernsehers oder PC Bildschirms erforderlich macht.
Nach meinen unbefriedigenden Bildergebnissen mit Sony Kameras mit APS-C Sensoren und mit Zoomobjektiven gibt es eigentlich kein Sony oder ein alternatives Objektiv, welches so eine gute Bildqualität wie das ZEISS-Objektiv der RX10 Serie liefert. Nach 200mm lässt jedes der Objektive von Sony oder von Fremdherstellern, sehr deutlich in der Bildqualität nach. Schon die erste RX10 erreicht mit ihrem 1 Zoll Sensor eine Bildqualität, die beispielhaft gut ist. Und das jetzt für einen Preis um die € 500,-

Hi Sind eigentlich eure bewerteten ...

Hi
Sind eigentlich eure bewerteten Kameras mit 5 Sterne beider Bildqualität von z.B. einer Bridgekamera genau so gut wie die 5 Sterne bei einer Vollformat?
Bzw. Wenn bei der Sony RX 10 III 5 Sterne bei der Bildqualität stehen, ist dann das Bild gebau so gut wie bei der Sony Alpha 7 R, bei der auch 5 Sterne stehen. Oder gilt das dann bei der Sony RX 10 III nur verglichen mit anderen Bridgekameras?
Danke schon mal im Voraus.

Hallo. Klicken Sie hier http://www.dkamera.de/testbericht/#tab-alle ...

Hallo. Klicken Sie hier http://www.dkamera.de/testbericht/#tab-alle oben auf den [mehr] Button, dort finden Sie unsere offizielle Aussage zu dieser Frage. Vielen Dank.

hallo! Ja das würde mich ...

hallo!
Ja das würde mich schon lange interssieren, wieweit die Sterne in den verschiedenen Gruppen wie Vollformat/MFT/1Zoll etc. vergleichbar sind!
Danke vorab!

Kann man bei dieser Kamera ...

Kann man bei dieser Kamera noch weiter zoomen, als die 600 mm?
Bei der FZ 1000 kann man bis 800mm zoomen, bei noch ansehnlichen Fotos

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