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Canon EOS 200D, EOS 2000D & EOS 4000D im Vergleich (Teil 2)

Teil 2 von 3: Spiegelreflexkameras der Einsteigerklasse von Canon


v.l.n.r.: Canon EOS 200D, EOS 2000D und EOS 4000D.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichstests der Spiegelreflexkameras der Einsteigerklasse von Canon, namentlich EOS 200D, EOS 2000D und EOS 4000D, die Abmessungen, die Bedienung und die Bildqualität unter die Lupe genommen haben, vergleichen wir nun die Bildkontrolle, die Arbeitsgeschwindigkeit und den Autofokus.

Objektivangebot:
Das Objektivangebot mag bei unerfahrenen Fotografen, die in der Regel Kameras der Einsteigerklasse kaufen, wenig relevant sein. Sobald man sich mit der Fotografie etwas besser auskennt, weiß man ein großes Angebot jedoch sehr zu schätzen.

Da alle drei Kameramodelle das EF-S-Bajonett besitzen, stehen jeweils sehr viele Objektive zur Verfügung. Egal welche Brennweite, Lichtstärke oder Preisklasse, für Kameras mit EF-S-Bajonett lässt sich alles erwerben.

Unsere Wertung beim Objektivangebot: Unentschieden.

Das EF-S-Bajonett erlaubt den Einsatz sehr vieler Objektive:

v.l.n.r.: Canon EOS 200D, EOS 2000D und EOS 4000D.

Bildkontrolle:
Zur Bildkontrolle sind alle drei Kameras mit einem Display und einem optischen Sucher (Typ Spiegelreflex) ausgestattet. Bei den Suchern handelt es sich um die einfacheren Pentaspiegelmodelle, die jeweils 95 Prozent des Bildfeldes anzeigen. Das bedeutet: Um das komplette Bild ansehen zu können, muss der Wiedergabemodus aktiviert werden. Einen Unterschied gibt es bei den Vergrößerungen: Während das Modell der EOS 200D auf das Kleinbildformat umgerechnet 0,54-fach vergrößert, liegt der Vergrößerungsfaktor bei der EOS 2000D und der EOS 4000D nur bei 0,5. Der Sucher der EOS 200D fällt dadurch einen Tick größer aus. Allgemein gilt jedoch für alle drei Sucher, dass sie zu den sehr kleinen Modellen zählen.

Als einzige Kamera hat die EOS 200D ein schwenkbares LCD zu bieten:

v.l.n.r.: Canon EOS 200D, EOS 2000D und EOS 4000D.

Größere Unterschiede lassen sich bei den Displays feststellen. Zum einen in puncto Konstruktion. Das LCD der Canon EOS 200D kann der Fotograf drehen und schwenken, die Bildkontrolle stellt praktisch in keiner Situation ein Problem dar. Bei der EOS 2000D und der EOS 4000D  hat Canon die Displays fest verbaut, die Bildkontrolle lässt sich daher ausschließlich hinter der Kamera vornehmen. Während das LCD der EOS 2000D durch große Einblickwinkel das schräge Betrachten erlaubt, sollte bei der EOS 4000D auf die Bildkontrolle von unten verzichtet werden.

Hier zeigen sich Farbverschiebungen, mehr als der Bildausschnitt ist kaum zu erkennen. Apropos erkennen: Die bei der EOS 200D und EOS 2000D zum Einsatz kommenden Panels liefern mit 1.040.000 Subpixel und 920.000 Subpixel jeweils eine scharfe Ansicht, das Display der EOS 4000D muss wegen der lediglich vorhandenen 230.000 Subpixel als sehr pixelig bezeichnet werden. Die Kontrolle der Aufnahmen ist daher erst nach stärkeren Ausschnittsvergrößerungen möglich. Zu guter Letzt fällt das LCD der EOS 4000D mit 2,7 Zoll Diagonale auch noch kleiner als die LCDs der EOS 200D und der EOS 2000D (jeweils 3,0 Zoll) aus. Dabei handelt es sich allerdings um den Unterschied mit der geringsten Bedeutung.

Die Möglichkeit der Touchsteuerung gibt es nur bei der EOS 200D:

Canon EOS 200D.

Ein weiterer Pluspunkt für die EOS 200D ist die Touchoberfläche ihres Displays. Diese erlaubt nicht nur das Bedienen der Kamera im Menü, sondern zum Beispiel auch das Setzen des Fokuspunkts im Liveview- oder Videomodus.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Canon EOS 200D.

Geschwindigkeit:
Die Arbeitsgeschwindigkeit ist ein Punkt, an dem Einsteiger-DSLRs gegenüber höherklassigen Modellen Federn lassen müssen. Aber auch innerhalb der Einsteigerklasse gibt es Unterschiede, wie unsere drei Testkameras zeigen. Am besten schneidet in unserem Vergleich die Canon EOS 200D ab. Sie speichert 5 Bilder pro Sekunde, die EOS 2000D und die EOS 4000D kommen jeweils auf etwa 3. Diese Differenz klingt auf den ersten Blick zwar nicht riesig, mit 5 Fotos pro Sekunde lässt sich allerdings deutlich besser als mit 3 Fotos pro Sekunde arbeiten. Die Serienbildlängen weichen im JPEG-Format nicht voneinander ab, alle drei Kameras behalten ihre Geschwindigkeit bei freiem Speicherplatz bei – eine nicht allzu langsame Speicherkarte vorausgesetzt. Bei Fotos im RAW-Format ändert sich das. Hier hält die EOS 200D die Serienbildgeschwindigkeit für 13 Aufnahmen in Folge aufrecht, die EOS 2000D und die EOS 4000D schaffen jeweils 6 Bilder in Folge. Letzteres ist schon dürftig. Bei der gleichzeitigen JPEG+RAW-Aufnahme müssen Besitzer der EOS 200D und der EOS 2000D mit 6 Fotos in Folge auskommen, bei der EOS 4000D sogar nur mit 5.

Als Gehäusematerial kommt Kunststoff zum Einsatz:

v.l.n.r.: Canon EOS 200D, EOS 2000D und EOS 4000D.

Neben der Serienbildrate ist für Fotografen auch die Zeit wichtig, die beim Scharfstellen mittels des Autofokus vergeht. Zuerst haben wir die Zeit gemessen, welche die Kameras beim Blick durch den Sucher benötigen. Hier wird in allen drei Fällen ein dedizierter Phasen-AF-Sensor verwendet. Sofern die Kitobjektive der Spiegelreflexkameras zum Einsatz kommen, setzt sich die EOS 200D mit 0,11 Sekunden von der EOS 4000D mit 0,22 Sekunden und der EOS 2000D mit 0,25 Sekunden ab.

Beim Einsatz des Liveview-Modus, hier erfolgt die Bildkontrolle über das Display, fallen die Unterschiede noch deutlicher aus. Während die Canon EOS 200D beim Einsatz des Kitobjektivs nur 0,32 Sekunden zum Scharfstellen benötigt, nehmen sich die Canon EOS 4000D (3,63 Sekunden) und die EOS 2000D (4,61 Sekunden) dramatisch länger Zeit. Das EF-S 18-55mm F4-5,6 IS STM beschleunigt das Scharfstellen letzterer Kameras auf 3,3 Sekunden (EOS 4000D) bzw. 3,2 Sekunden (EOS 2000D). Es zeigt sich also: Das Objektiv hat auf die Fokussierungszeit einen Einfluss. Erfahrene Fotografen wird dies nicht verwundert, Einsteigern kann diese Information aber weiterhelfen.

Die Einschaltzeit bis zur vollständigen Bereitschaft fällt bei allen drei Modellen sehr ähnlich aus, im Alltag muss man nicht allzu lange darauf warten. Die schnellste Kamera ist die EOS 4000D mit 1,56 Sekunden, bei der EOS 200D und der EOS 2000D haben wir jeweils 1,62 Sekunden gemessen. Bei der ersten Bildaufnahme nach dem Einschalten liegt die EOS 2000D mit 0,49 Sekunden vorn, die EOS 4000D nimmt das erste Bild nach 0,50 Sekunden auf. Die EOS 200D benötigt dafür 0,56 Sekunden.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Canon EOS 200D.

Die drei DSLRs besitzen das für Spiegelreflexmodelle typische Aussehen:

v.l.n.r.: Canon EOS 200D, EOS 2000D und EOS 4000D.

Autofokus:
Die Fokussierung erfolgt bei Spiegelreflexkameras, wie bereits beim Vergleich der Arbeitsgeschwindigkeit erwähnt, auf zwei verschiedene Arten. Beim Blick durch den Sucher nutzen alle drei DSLRs einen dedizierten Phasendetektionssensor. Dieser verfügt jeweils über neun Messfelder, allein beim mittigen handelt es sich jedoch um einen Kreuzsensor, der bei vertikalen wie horizontalen Strukturen funktioniert. Die anderen schaffen dies nur für die horizontale oder vertikale Richtung (Liniensensoren).

Leicht absetzen kann sich der Messsensor der EOS 200D mit einer erhöhten Empfindlichkeit, die automatische Fokussierung ist im Gegensatz zur EOS 2000D und EOS 4000D (ab 0 LW mittiger Sensor, 1 LW restliche Sensoren) bereits ab -0,5 LW (mittiger Sensor) bzw. 0,5 LW (restliche Sensoren) möglich. Bei den AF-Optionen liegt die "dreistellige" DSLR ebenso vorn, sie hat zusätzlich zum One-Shot- und AI-Servo-Modus (zusätzlich mit AI-Servo-II-Algorithmus) einen AI-Focus-Modus zu bieten. Das Messfeld bestimmt die Kamera jeweils automatisch, oder der Fotograf entscheidet sich händisch für ein Messfeld.

Alle drei Kameras verfügen über einen Phasen-AF-Sensor mit neun Messfeldern:

Canon EOS 200D, EOS 2000D und EOS 4000D.

Bei Aufnahmen im Liveview- oder Videomodus setzen die EOS 2000D und die EOS 4000D rein auf die Kontrastmessung, die EOS 200D nutzt durch den Sensor mit Dual-Pixel-CMOS-Aufbau auch die Phasendetektion. Daraus entsteht ein riesiger Vorteil, wie unsere Geschwindigkeitsmessungen zeigen. Des Weiteren arbeitet der Video-AF der 200D dramatisch besser als bei der EOS 2000D und der EOS 4000D.

Unser Sieger beim Autofokus: Die Canon EOS 200D.

Im dritten Teil unseres Vergleichstests der Canon EOS 200D, EOS 2000D und EOS 4000D kümmern wir uns unter anderem um die Videoaufnahme und die Erweiterbarkeit. Außerdem ziehen wir ein Fazit.

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