Nikon Z 6II und Z 7II sowie Z6 und Z 7 im Vergleich

Die Unterscheide der Vollformat-DSLMs von Nikon im Detail erläutert

Nikon hat mit der Z 6II und Z 7II vor kurzem zwei neue spiegellose Systemkameras der Z-Serie vorgestellt. Beide werden den Handel noch dieses Jahr erreichen und stellen überarbeitete Versionen der seit Herbst 2018 erhältlichen Kameramodelle Z 6 und Z 7 dar. Wir vergleichen die vier Kameras im Detail und gehen auf die wichtigsten Unterschiede ein.

Weitere Informationen zu den Kameras erhalten Sie über folgende Links:
Ankündigung der Nikon Z 6II und Nikon Z 7II
Datenblatt der Nikon Z 6II
Datenblatt der Nikon Z 7II
Testbericht der Nikon Z 6
Testbericht der Nikon Z 7

Unterschied 1: Die Serienbildfunktion
Die Nikon Z 6 und Z 7 gehören nicht zu den langsamsten Kameramodellen, trotzdem sah Nikon an dieser Stelle wohl Verbesserungsbedarf. Die Nikon Z 6II erreicht mit 14 Bildern pro Sekunde zwei Bilder mehr als die Nikon Z 6 (12 Bilder pro Sekunde), die Nikon Z 7II wurde gegenüber der Z 7 um ein Bild auf zehn Bilder pro Sekunde beschleunigt. Dieser Unterschied ist sicherlich nicht als gewaltig einzustufen, in einmaligen Momenten können zwei Bilder pro Sekunde jedoch durchaus zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden. Für alle Werte gilt: Der Fokus und die Belichtung werden nachgeführt.

Doch nicht nur die Serienbildgeschwindigkeit hat Nikon verbessert, in der Praxis ist der vergrößerte Pufferspeicher fast noch wichtiger. Dank diesem erreichen beide neuen DSLMs wesentlich längere Aufnahmeserien mit höchster Bildrate. Konkret spricht Nikon von 124 Bildern bei der Z 6II, die Z 6 schafft nur 37 Aufnahmen. Die Z 7 II soll 73 Fotos in Serie speichern können, ohne langsamer zu werden, bei der Z 7 sind es nur 23 Bilder in Folge. Alle Werte wurden von Nikon bei RAW-Aufnahmen mit 12bit-Farbtiefe gemessen.

Egal ob Nikon Z 6, Z 6 II, Z 7 oder Z 7 II ...

... die Gehäuse aller vier spiegelloser Systemkameras sehen praktisch identisch aus:

Unterschied 2: Der Autofokus
Die Verbesserungen bei der Serienaufnahme sind bei den neuen DSLMs unter anderem auf den dualen Expeed 6 Bildprozessor zurückzuführen. Des Weiteren wirkt sich dieser auch auf die automatische Fokussierung aus. So spricht Nikon unter anderem von einem verbesserten AF-Tracking. Bewegte Motive sollten daher besser anfokussiert und im Fokus gehalten werden können. Verbesserungen vermeldet Nikon zudem bei der AF-Empfindlichkeit. Diese wurde bei der Z 6II auf -4,5 EV gesteigert (Z 6: -3,5 EV), die Nikon Z 7 II kann ab -3 EV (Z 7: -2 EV) scharfstellen. Bei aktiviertem Lowlight-AF bleiben die Werte von -6 EV (Z 6 und Z 6II) bzw. -4 EV (Z 7 und Z 7II) dagegen gleich. Als weitere AF-Neuerung sind die Augen-/Gesichtserkennung bei Videos sowie das zusätzliche „Wide-L“-Messfeld für eben jede Fokuseinstellungen zu nennen. Die Z 6 und Z 7 unterstützen die Augen-/Gesichtserkennung nur bei Fotos, hier ist zudem immer die automatische Messfeldsteuerung zu wählen.

Die Nikon Z 6II und Nikon Z 7II bieten dank zweier Bildprozessoren doppelt so viel Rechenleistung:

Unterschied 3: Die Videoaufnahme
Bei Videos sind die Auflösung einer Aufnahme sowie unter anderem auch die Bildrate von Relevanz. Die Nikon Z 6 und Z 7 schaffen in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde, in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind es bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde. Verbessert hat Nikon bei der Z 6II und Z 7II die 4K-Videofunktion, hier schaffen beide Kameras bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde. Die Nikon Z 7II bringt diese Bildrate bereits von Anfang mit, bei der Z 6II muss auf ein ab circa Anfang 2021 verfügbares Update gewartet werden. Für beide Kameragenerationen gilt: Die Z 6 und Z 6II generieren das 4K-Bild per Full-Sensor-Readout, bei der Z 7 und Z 7 II werden nicht alle Pixel genutzt. Alle vier Kameras speichern 4K-Videos jedoch ohne Crop. Die Full-HD-Bildraten ändern sich jeweils nicht. Neu ist dagegen die HLG-Aufnahme, diese erlaubt das Speichern von HDR-Videos mit größerem Dynamikumfang.

Die Nikon Z 6II und Nikon Z 7II besitzen einen CFexpress/XQD- und SD-Slot:

Bei der Z 6 und Z 7 lässt sich eine CFexpress/XQD-Karte nutzen:

Unterschied 4: Die Speicherkarten
Eine Schwachstelle an den ersten beiden Z-Kamera war aus Sicht einiger Fotografen der lediglich einmal vorhandene Speicherkarteslot. Dieser erreicht dank XQD- bzw. CFexpress-Standard zwar einr recht hohe Geschwindigkeit, das kamerainterne Backup ist aber natürlich nicht möglich. Wer kritische Aufnahmen speichert, wird das nicht unbedingt gut finden. Bei der Z 6II und Z 7II behebt Nikon dieses Manko, neben dem XQD-/CFexpress-Slot wurde auch ein SD-Slot verbaut. Dieser unterstützt den UHS-II-Standard für Datenraten von bis zu 312MB/s.

Weitere Verbesserungen:
Abseits der genannten neuen Features oder Verbesserungen nennt Nikon bei der Z 6II und Z 7II noch eine Reihe weiterer Optimierungen. Dazu gehören ein oberes Einstellrad mit verbesserter Griffigkeit, das Aufladen des Akkus in der Kamera während des laufenden Betriebs oder der für die Architekturfotografie optimierte virtuelle Horizont. Zudem wurde das Pixel Mapping in die Firmware integriert, können Zeitrafferfilme nach der Aufnahme automatisch generiert sowie überprüft werden und sind Hochgeschwindigkeitsserienaufnahmen mit Blitzauslösung möglich. Trotz der höheren Leistung durch die beiden Bildprozessoren sind die neuen Kameras sparsamer, ein neuer Energiesparmodus erhöht die Ausdauer auf 380 (Z 7II) bis 400 (Z 6II) Bilder pro Akkuladung.

Der neue Batterie-/Hochformatgriff verfügt über zusätzliche Bedienelemente:

Apropos Akku: Wer mehr Strom benötigt als ein Akku liefert, kann zum neuen Batteriegriff „MB-N11“ greifen. Dieser bietet nicht nur Platz für zwei Akkus, sondern hat auch verschiedene zusätzliche Bedienelemente zu bieten. Auf zusätzliche Einstellräder oder Tasten musste beim bisher erhältlichen Griff für die Z 6 und Z 7 verzichtet werden. Des Weiteren erlaubt der neue Multifunktionshandgriff das Laden der eingesetzten Akkus über einen eigenen USB-C-Anschluss.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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