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Panasonic Lumix DC-FZ1000 II und DC-TZ202 im Duell (Teil 3)

Teil 3 von 3: Digitalkameras mit 1,0-Zoll-Sensor und 4K-Videoaufnahme


Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II, rechts die Lumix DC-TZ202.

Im zweiten Teil unseres Tests der Panasonic Lumix DC-FZ1000 II und der Panasonic Lumix DC-TZ202 hatten wir die Objektive, die Arbeitsgeschwindigkeit und die Bildkontrolle unter die Lupe genommen. In diesem letzten Teil gehen wir auf spezielle Funktionen, die Videoaufnahme sowie die Erweiterbarkeit ein. Zudem ziehen wir ein Fazit.

Funktionen und Features:
Da wir bei diesem Vergleichstest zwei Kameras aus dem Hause Panasonic unter  die Lupe nehmen, fallen die technischen Besonderheiten beider Modelle gering aus. Das lässt sich unter anderem an den speziellen 4K-Funktionen erkennen. Beide Kameras besitzen einen 4K-Fotomodus (maximale Aufnahmedauer bei der FZ1000 II sind knapp 30 Minuten und bei der TZ202 15 Minuten)  und die Post-Focus-Funktion.

Mit Ersterem lassen sich 30 Bilder pro Sekunde mit einer Auflösung von rund acht Megapixel speichern, mit Letzterer unter anderem Aufnahmen mit einer besonders großen Schärfentiefe. Beide Modi basieren auf der 4K-Videoaufnahme, neben der Auflösung der Bilder gelten daher auch die gleichen Einschränkungen. So speichern die Kameras nur JPEG-Bilder und steht zudem allein der elektronische Verschluss zur Verfügung.

Im jeweils vorhandenen "Mein Menü" lassen sich wichtige Optionen zusammenstellen:

Panasonic Lumix DC-FZ1000 II und DC-TZ202.

Apropos elektronischer Verschluss: Dieser ergänzt in beiden Fällen den jeweils zusätzlich vorhandenen mechanischen Zentralverschluss im Objektiv. Mit Zentralverschluss schafft die FZ1000 II 60 Sekunden bis 1/4.000 Sekunde (variiert  je nach Brennweite und Blende), die TZ202 nur 1/2.000 Sekunde. Der elektronische Verschluss erlaubt Belichtungszeiten zwischen einer Sekunde und 1/16.000 Sekunde. Hier gilt es jedoch zu beachten, dass sich bei Kunstlicht und bewegten Motiven Artefakte sowie Verzerrungen ergeben können.

Die AF-Optionen beider Kameras fallen gleich aus:

Panasonic Lumix DC-FZ1000 II und DC-TZ202.

Auch in puncto Autofokus gleichen sich die Kameras wie ein Ei dem anderen. Für die Fokussierung werden ein Kontrast-AF und die Depth-from-Focus-Technologie herangezogen (Hybrid-AF), zu den AF-Optionen gehören unter anderem die Gesichtserkennung, die freie sowie automatische Messfeldwahl und ein Punkt-AF. Scharfstellen lässt sich zudem manuell, das geht mit dem jeweils vorhandenen Objektivring komfortabel. Ein Peaking und eine Vergrößerungsfunktion sind mit an Bord.
Zu den Fotoprogrammen gehören jeweils zwei Automatikmodi, 24 Szenenmodi und die PSAM-Programme. Außerdem steht ein Customprogramm mit mehreren Speicherplätzen zur Verfügung. Digitale Filtereffekte fehlen ebenfalls nicht.

Unsere Wertung bei den Funktionen und Features: Unentschieden.

Videoaufnahme:
Bei Videoaufnahmen gilt wie schon bei den Funktionen und Features: das Angebot ist sehr ähnlich. 4K-Aufnahmen (3.840 x 2.160 Pixel) sind mit 24, 25 und 30 Vollbildern pro Sekunde möglich, Full-HD-Aufnahmen (1.920 x 1.080 Pixel) mit 25 bis 60 Vollbildern pro Sekunde. Zudem haben beide Kameras noch geringere Auflösungen und einen speziellen Zeitlupenmodus zu bieten. In diesem lassen sich in Full-HD vierfache Zeitlupen festhalten. Die FZ1000 II gibt dabei 120 oder 100 Vollbilder pro Sekunde mit vierfacher Zeitlupe aus, die TZ202 100 Vollbilder pro Sekunde. Gut zu wissen: Beide Kameras nutzen in 4K-Auflösung nicht den gesamten Sensor, sondern nur einen Teil in der Bildmitte. Der Ausschnitt fällt im Vergleich zu Fotos daher deutlich kleiner aus. Die Brennweite der FZ1000 II liegt bei 4K-Videos zwischen  37mm und 592mm, bei der TZ202 sind es 36 bis 540mm (jeweils KB-äquivalent). Wer kürzere Brennweiten benötigt, muss zur Full-HD-Aufnahme greifen. Hier beginnt der Brenweitenbereich bei 26mm (FZ1000 II) bzw. 30mm (TZ202).

Video-Bildqualitätsvergleich bei 3.840 x 2.160 Pixeln:

Die Bildqualität der Aufnahmen fällt insgesamt betrachtet sehr ähnlich aus. Die 4K-Videos sind besonders detailreich, die Full-HD-Videos immer noch gut zu verwenden. Die weiteren Video-Optionen sind wieder fast gleich. Beide Modelle erlauben die manuelle Belichtung und Fokussierung oder das Anpassen des Bildstils.

Für die Tonaufnahme ist jeweils ein Stereomikrofon zuständig, die FZ1000 II hat Panasonic zudem mit einem 3,5mm Klinkeneingang für externe Mikrofone ausgestattet. Des Weiteren erlaubt die Bridgekamera das Verändern des Tonpegels. Dem User stehen also mehr Optionen zur Verfügung.

Unsere Wertung bei der Videoaufnahme: Unentschieden.

Die Schnittstellen der Panasonic Lumix DC-FZ1000 II:

Panasonic Lumix DC-FZ1000 II.

Die Schnittstellen der Panasonic Lumix DC-TZ202:

Panasonic Lumix DC-TZ202.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Da die Panasonic Lumix DC-TZ202 eine kompakte Kamera und die DC-FZ1000 II ein deutlich größeres Modell ist, weicht das Angebot an Schnittstellen stärker voneinander ab. Die FZ1000 II bietet dafür schließlich viel mehr Platz. Neben einem Blitzschuh hat Panasonic die Kamera mit einem Mikrofoneingang (3,5mm) und einem Anschluss für eine Kabelfernbedienung (2,5mm) ausgerüstet. Den Micro-HDMI-Ausgang und den Micro-USB-Port besitzt dagegen auch die TZ202. In der Praxis können Fotografen die FZ1000 II mit ihren zusätzlichen Schnittstellen deutlich besser einsetzen. Das Fehlen des Fernbedienungsanschlusses bei der TZ202 lässt sich per Funk ausgleichen, WLAN und Bluetooth erlauben neben Fernsteuerung außerdem noch die kabellose Bildübertragung.

Unsere Wertung bei der Erweiterbarkeit und Schnittstellen: Die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II.

Die FZ1000 II ist deutlich größer und schwerer als die TZ202:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II, rechts die Lumix DC-TZ202.

Unser Fazit:
Auf den ersten Blick haben die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II und die Panasonic Lumix DC-TZ202 nicht viel gemeinsam. Die FZ1000 II fällt als Kamera der Bridgeklasse viel größer sowie schwerer aus und erinnert deutlich an eine DSLR oder DSLM. Die TZ202 ist klein und kompakt und passt dadurch unter anderem in eine Hemdtasche. Lässt man die Vorteile, die ein größeres Gehäuse mit sich bringt – bzw. die dadurch ermöglicht werden  – allerdings weg, schneiden beide Modelle doch erstaunlich ähnlich ab.

Kurz gesagt: Die Panasonic Lumix DC-TZ202 ist ein kompaktes Kraftpaket, ihre hohe Leistung sieht man der Kamera zweifellos nicht an. Das gilt unter anderem für die Bildqualität: Da beide Modelle einen Sensor der 1,0-Zoll-Klasse besitzen, fällt diese praktisch gleich aus. Fotos werden bis ISO 800 mit einer sehr guten und bis ISO  1.600 mit einer guten Qualität aufgenommen. Höhere ISO-Stufen sind nur bedingt nutzbar, mehr als ISO 3.200 würden wir nicht einstellen.

Die Leistung der kompakten TZ202 bewegt sich in einigen Punkten auf dem Niveau der FZ1000 II:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II, rechts die Lumix DC-TZ202.

Annähernd gleiche Ergebnisse ergeben sich außerdem bei der Videoaufnahme und speziellen Funktionen. Videos speichern beide Kameras in 4K- sowie Full-HD-Auflösung, es sind manuelle Einstellungen möglich und die Bildqualität überzeugt. Die Autofokussysteme arbeiten nach dem gleichen Prinzip, die Optionen sind ebenfalls identisch. Trotzdem fokussiert die FZ1000 II etwas schneller. Gleiches gilt für die Serienbildrate und die Einschaltzeit, auch hier liegt die Bridgekamera vorne. Die Unterschiede sind aber geringer als viele annehmen dürften. Die TZ202 arbeitet in der Praxis ebenso sehr flott. Identisch sind des Weiteren die Fotoprogramme, die 4K-Foto-Modi und die meisten Einstellungsmöglichkeiten.

Kommen wir nun zu den Bewertungskriterien, in denen das größere Gehäuse Vorteile erlaubt. Die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II hat viel mehr Bedienelemente zu bieten, ein dreh- und schwenkbares LCD und einen deutlich größeren sowie komfortableren Sucher. Nicht vergessen sollte man zudem das lichtstärkere Objektiv. Höhere Sensorempfindlichkeiten sind bei der TZ202 viel schneller notwendig.

Unser Testsieger:

Letztendlich ist es eine Frage der persönlichen Bedürfnisse, welche Kamera sich für einen besser eignet. Die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II stellt insgesamt gesehen das bessere Modell dar, die TZ202 muss sich aber nicht verstecken. Wer eine kompakte und trotzdem leistungsfähige Kamera sucht, kann hier zweifellos zugreifen.

Kategorie: Digitalkameras mit 1,0-Zoll-Sensor und 4K-Videoaufnahme

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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