ANZEIGE

Sony Cyber-shot DSC-RX100 Megatest (Teil 3)

Teil 3 von 4: RX100, RX100 II, RX100 III, RX100 IV, RX100 V(A), RX100 VI und RX100 VII im Vergleich


v.l.n.r.: Sony Cyber-shot RX100, RX100 II, RX100 III, RX100 IV, RX100 V, RX100 VI und RX100 VII.

Im zweiten Teil unseres Megatests der Cyber-shot DSC-RX100, RX100 II, RX100 III, RX1000IV, RX100 V, RX100 VI und RX100 VII von Sony hatten wir uns mit den Objektiven, der Bildkontrolle und der Arbeitsgeschwindigkeit beschäftigt. In diesem dritten Teil gehen wir auf spezielle Features, die Videoaufnahme sowie die Erweiterbarkeit der Kameras ein.

Funktionen und Features:
Die Fotoprogramme der sieben Kameras unterscheiden sich in der Praxis kaum. Allen Modellen gemein sind die PSAM-Modi für halbautomatische sowie manuelle Einsätze und die Speicherabruf-Programme („MR“). Zudem stehen eine Reihe von Szenenprogrammen und Filtereffekten zur Verfügung. Hier gab es zwar im Laufe der Zeit immer mal wieder kleinere Änderungen, effektiv spielen diese allerdings keine größere Rolle. Einen Automatikmodus mit zwei Einstellungsmöglichkeiten („Intelligente Automatik“ und „Überlegene Automatik“) besitzen ebenfalls alle Kameras, die Wahl „Intelligente“ oder „Überlegene“ Automatik geht jedoch nur bei den ersten drei RX100-Kameras über das Programmwählrad.

Bei späteren Modellen hat Sony diese Funktion im Menü integriert, den Platz auf dem Wählrad hat die „HFR-Aufnahme“ übernommen. Eine besondere Funktion für Freunde von Zeitrafferaufnahmen hat die RX100 VII mit der Intervallaufnahme zu bieten, bei den Modellen RX100 bis RX100 V lässt sich dieses Feature außerdem mit den PlayMemories Camera Apps nachrüsten.

Alle Kameras ab der RX100 IV mit einem mechan. und elektronischen Verschluss ausgerüstet:

Sony Cyber-shot DSC-RX100 IV bis RX100 VII.

Feature-technisch gehören die RX100-Kameras im Segment der Kompaktkameras zu den besonders gut ausgestatteten Modellen. Das gilt allerdings nicht für alle Modelle, die neueren Kameras können sich von den ersten Modellen absetzen. Einen größeren Unterschied gibt es beispielsweise beim Verschluss. Alle sieben Kameras sind mit einem mechanischen Zentralverschluss ausgerüstet, der Belichtungszeiten von 30 Sekunden bis zu 1/2.000 Sekunde unterstützt. Damit kommt man bei guten Lichtverhältnissen nicht immer aus, des Öfteren wird das Fotografieren mit der Offenblende nicht möglich sein. Behelfen können sich Besitzer eines Modells ab der dritten Generation. Bei der RX100 III, IV und V lässt sich ein ND-Filter mit einer Dichte von drei Blendenstufen hinzuschalten. Die RX100, RX100 II, RX100 VI und RX100 VII sind damit nicht ausgestattet. Wer im Besitz einer Kamera ab der vierten Generation ist, kann die Belichtungszeit außerdem mit dem elektronischen Verschluss verkürzen. Dieser erlaubt Verschlusszeiten von bis zu 1/32.000 Sekunde.

Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII besitzt das beste Autofokussystem aller RX100-Kameras:

Kompaktkameras werden in der Regel für die Fotografie von statischen Motiven oder allenfalls langsam bewegenden Objekten verwendet. Zu mehr sind viele Kameras auch gar nicht in der Lage. Komplexe und leistungsfähige Autofokussysteme waren lange ein Metier der Modelle mit Spiegel, zuletzt  haben außerdem immer mehr spiegellose Modelle ein exzellentes AF-Niveau erreichen können. Die neueren RX100-Kameras zeigen zudem, dass Kameraklasse und Größe keinen Einfluss auf die AF-Performance haben müssen. Die RX100-Modelle haben selbst bewegte Motive schon immer recht gut eingefangen, echte Sport- und Actionkameras sind sie jedoch erst seit der 2016 angekündigten RX100 V. Bei diesen wurde der Bildwandler um spezielle Phasen-AF-Pixel erweitert. Dank dieser besonderen Bildpunkte ist neben der Kontrastmessung zusätzlich die Phasendetektion möglich. Letztere arbeitet bei bewegten Motiven schneller und – effektiv betrachtet – dadurch auch treffsicherer. Einen weiteren Sprung nach vorne macht das AF-System der RX100 VII.

Hier kommt neben einem verbesserten Phasen-AF-System mit 357 Phasen-AF-Pixeln ein optimierter AF-Algorithmus zum Einsatz. Dank des Bildprozessors der Sony Alpha 9 (Testbericht) steht der kompakten Kamera dafür die notwendige Rechenleistung zur Verfügung. Das AF- und AE-Tracking berechnet die RX100 VII beispielsweise bis zu 60 Mal pro Sekunde. Für die Praxis bedeutet das: Die RX100 VII hat den besten Autofokus aller kompakten Kameras zu bieten. Die RX100 VI und RX100 V liegen ein wenig zurück, „unterhalb“ der fünften Generation gestaltet sich das treffsichere Fokussieren bewegter Motive nicht ganz so treffsicher.

Makroaufnahmen im Vergleich: Links RX100 und II, Mitte RX100 III bis V, rechts RX100 VI und VII:
v.l.n.r.: Sony Cyber-shot DSC-RX100 I, RX100 IV und RX100 VII.

Makroaufnahmen sollten mit den Kameramodellen der ersten bis fünften Generation in der maximal möglichen Weitwinkelstellung aufgenommen werden. Hier liegt der Aufnahmeabstand bei rund 5cm. Besitzer der RX100 VI und RX100 VII müssen auf etwa 50mm (KB) zoomen. Bedingt durch die längere Brennweite sind trotz des Aufnahmeabstands von rund 8cm gute Vergrößerungen realisierbar.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII.

Videoaufnahme:
Videos nimmt heutzutage jede Kompaktkamera auf, umfangreiche Videofunktionen finden sich dagegen nur selten. Die Kameras der RX100-Serie waren hier schon immer führend. In puncto Auflösung und Bildraten ergeben sich – wegen der stark abweichenden Ankündigungsjahre – größere Unterschiede. Im Laufe der Zeit hat Sony immer wieder Verbesserungen vorgenommen. Die ersten beiden RX100-Kameras speichern Videos in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde, höhere Auflösungen oder Bildraten gibt es nicht. Die RX100 III wurde um die Zeitlupenaufnahme ergänzt. Diese erlaubt bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde in HD (1.280 x 720 Pixel).

Das HFR-Menü der RX100-Kameras von der dritten bis zur siebten Generation:

Sony Cyber-shot DSC-RX100 III bis VII.

Ab der RX100 IV machen die Videofeatures einen großen Sprung nach vorne. Zum einen speichern alle Kameras ab der vierten Generation 4K-Videos mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und Full-HD-Videos mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde. Zusätzlich hat Sony eine weitere Highspeed-Funktion hinzugefügt. Sie nennt sich offiziell „HFR“. Für HFR-Aufnahmen gibt es einen separaten Modus, die Fokus- sowie Belichtungsnachführung und die optische Stabilisierung stehen nicht zur Verfügung. Des Weiteren wird kein Ton aufgenommen. Als Bildraten stehen 240/250 Bilder pro Sekunde, 480/500 Bilder pro Sekunde und 960/1.000 Bilder pro Sekunde zur Wahl. Die erste Zahl entspricht dabei der Bildrate im NTSC-Betrieb, die zweite im PAL-Betrieb.

Im HFR-Menü der Kameras lassen sich gleich mehrere Optionen auswählen. Neben der gerade genannten Aufnahmebildrate auch die Ausgabebildrate. Diese entscheidet mit über den Zeitlupenfaktor. Werden Videos mit 1.000 Bildern pro Sekunde gespeichert und mit 25 Bildern pro Sekunde ausgegeben, ergibt sich beispielsweise eine 40-fach-Zeitlupe. Zu den weiteren Aufnahmeoptionen gehören die Prioritätseinstellung und das Aufnahmetiming. Erstere Option entscheidet über die Bildqualität und maximale Aufnahmelänge, Letztere über den Zeitraum der Aufnahme.

Wie viele Pixel bei welcher Bildrate und Aufnahme-Einstellung ausgelesen werden, unterscheidet sich von Kamera zu Kamera. Gleiches gilt für die maximale Aufnahmedauer.

Manuelle Aufnahme-Einstellungen haben alle Kameras zu bieten, flache Bildprofile erst die Modelle ab der RX100 IV. Wer mit dem HLG-Profil (Hybrid Log Gamma) filmen möchte, kann das ab der RX100 VI. Eine Besonderheit ist die beschränkte Aufnahmedauer der Kameras bei 4K-Aufnahmen, diese lässt sich erst bei der RX100 VII umgehen. Hochformatvideos gibt es ebenso nur beim letzten Modell.
Am Ende lässt sich eindeutig sagen: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII hat das beste Videopaket zu bieten. Neben der längsten 4K-Videoaufnahme setzt sie sich von der „Konkurrenz“ unter anderem auch mit einem Mikrofoneingang ab.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII.

Als einzige der sieben RX100-Modelle ist die RX100 II mit einem Zubehörschuh ausgestattet:

Sony Cyber-shot DSC-RX100 II.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Die Erweiterbarkeit von Kompaktkameras ist immer ein schwieriges Thema, Platz gibt es schließlich kaum. Bei fünf der sieben RX100-Modell stehen daher nur ein Micro-HDMI- und Micro-USB-Port zur Verfügung. Diese erlauben das Laden des Akkus in der Kamera, die Verbindung zu einem Computer oder die Ausgabe von Bilder und Videos auf einem externen Monitor. Besonders viel lässt sich damit natürlich nicht anfangen, die meisten Fotografen mit Kompaktkameras wollen das allerdings gar nicht.

Für Spezialfälle hat Sony die Cyber-shot DSC-RX100 II im Programm. Sie besitzt einen Zubehörschuh, der gleich mehrere Aufgaben übernehmen kann. Er erlaubt das Aufstecken eines elektronischen Suchers (Modell „FDA-EV1K“), das Verwenden eines externen Mikrofons (Modell „ECM-XYST1M“) oder von kompatiblen Blitzgeräten. Gleichzeitig lässt sich alles natürlich nicht verwenden. Der eine oder andere Wunsch bleibt also auf der Strecke.

Bei der Sony Cyber-shot DSC-RX100 befindet sich der HDMI-Port noch auf der Unterseite:

Sony Cyber-shot DSC-RX100.

Die Schnittstellen der Kameras unterscheiden sich nur wenig:

Links die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII, rechts die anderen Modelle ab der RX100 II.

Die zweite Kamera mit der zusätzlichen Erweiterungsoption ist die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII. Hier lässt sich bei Bedarf ein Mikrofon per 3,5mm Klinkenport anschließen. Mangels Zubehör müssen Videografen zur Mikrofonmontage jedoch auf Adapterlösungen zurückgreifen.

PlayMemories Camera Apps gibt es von der zweiten bis zur fünften Generation:

Sony Cyber-shot DSC-RX100 II bis RX100 V.

Die drahtlosen Verbindungstechnologien unterscheiden sich nur teilweise. Bei der RX100 gibt es weder WLAN noch NFC, die Fernsteuerung per App und die kabellose Bildübertragung fallen hier daher weg. Ab der RX100 II stehen beide Übertragungstechnologien zur Verfügung, ab der RX100 VI ist außerdem Bluetooth mit an Bord. Lediglich von älteren Modellen unterstützt – genau genommen von der ersten bis zur fünften RX100-Generation (ohne RX100 VA) – werden die PlayMemories Camera Apps.

Sie ermöglichen das Nachrüsten von Software-Features. Unter anderem bietet Sony Apps für die Zeitrafferaufnahme, HDRs oder die Sternspur-Fotografie an. Die Apps müssen im App-Portal von Sony erworben werden und kosten in der Regel zwischen fünf und 30 Euro.

Unsere Sieger bei der Erweiterbarkeit und Schnittstellen: Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 II und Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII.

Links zum Artikel:

   
*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online- Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr.

Kommentare

  • Keine HTML-Tags erlaubt
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • URLs und Email-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
  • Kommentare werden erst nach Moderation freigeschaltet, wenn die Regeln befolgt wurden. Dies kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
  • Felder mit rotem Stern müssen korrekt ausgefüllt werden.
  • Bitte füllen Sie das CAPTCHA aus, dieses dient als Spam-Schutz. Lösen Sie einfach die im Bild angegebene mathematische Gleichung.
  • Mit dem Absenden dieses Formulars erklären Sie sich ausdrücklich damit einverstanden, dass die von Ihnen erhobenen und eingesendeten Daten für die Bearbeitung Ihrer Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit mit einer Nachricht an uns widerrufen werden. Weitere Informationen entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.
captcha

Bitte lösen Sie die nebenstehende Rechenaufgabe.