Sony Xperia Pro Testbericht (Teil 1)

Das Smartphone für Fotografen und Content Creator im Einsatz

Mit dem Xperia Pro hat Sony im Frühsommer 2021 ein Smartphone auf Basis des Xperia 1 II auf den Markt gebracht. Das Mobilgerät hebt sich von diesem durch einen zusätzlichen HDMI-Port und die Möglichkeit des Einsatzes als Streaming-Device sowie Kontroll-Monitor ab. Als Zielgruppe sieht Sony also nicht klassische Smartphone-Nutzer, sondern Foto- und Videografen. Wir haben das Xperia Pro unter die Lupe genommen.

Die technischen Daten:
Technisch basiert das Sony Xperia Pro auf dem Xperia 1 II. Die neueste Hardware, die Sony beim aktuellen Flaggschiff Xperia 1 III verwendet, ist beim Xperia 1 II nicht verbaut. Das ist natürlich etwas schade. Da das Xperia Pro in Japan und den USA allerdings bereits vor dem Xperia 1 III auf den Markt kam und Deutschland (bzw. einige Länder in Europa) erst später erreicht hat, war der Einsatz anderer Hardware jedoch nicht möglich.

Ein 18 Watt Netzteil und ein USB-C-Kabel gehören zum Lieferumfang:

Des Weiteren gilt es zu bedenken, dass die beim Xperia Pro vorhandene Hardware keineswegs schlecht ist. Die Vorjahres-Flaggschiff-CPU von Qualcomm, der Snapdragon 865, arbeitet auch 2021 alle Aufgaben sehr flott und mehr als ausreichend schnell ab. Den LPDDR5-Arbeitsspeicher hat Sony beim Xperia Pro im Vergleich zum Xperia 1 II von 8GB auf 12GB erhöht, der interne Speicher wurde von 256GB auf 512GB verdoppelt. Natürlich gibt es auch noch einen microSD-Steckplatz, bei Bedarf lassen sich bis zu 1TB große Karten einstecken. Dies sollte für alle Foto- und Videografen ausreichen. Zwei Steckplätze erlauben den Einsatz von zwei SIM-Karten, das Xperia Pro ist also Dual-SIM-fähig.

Als weitere wichtige Daten sind das 6,5 Zoll messende OLED-Display mit 3.840 x 1.644 Pixel (21:9-Format) und das 171 x 75 x 10,4mm große Gehäuse zu nennen. Das Xperia Pro fällt somit sowohl breiter als auch tiefer und länger als das Serienmodell Xperia 1 II (166 x 72 x 7,9mm) aus. Zudem bringt es mit 225g genau 44g mehr auf die Waage. Der Akku ist dagegen identisch groß (4.000mAh), die Abdichtung nach IP65/68-Spezifikation sind ebenfalls gleich. Ein Regenschauer oder der Einsatz in staubigen Umgebungen sollten daher keine Probleme darstellen. Natürlich erlaubt das Gerät das Funken mittels LTE und 5G, WLAN, Bluetooth und NFC fehlen ebenso nicht.

Die Kamera-Ausstattung entspricht 1:1 dem Sony Xperia 1 II. Vier Kameras befinden sich auf der Rückseite, eine auf der Vorderseite. Auf der Rückseite hat Sony ein klassisches Kamera-Trio aus Ultraweitwinkel-, Haupt- und Telekamera verbaut. Bei der Ultraweitwinkelkamera mit 16mm Brennweite (KB) und einer Blende von F2,2 kommt ein 1/2,55-Zoll-Chip mit 12 Megapixel zum Einsatz. Die Hauptkamera nimmt Bilder mit 24mm KB-Brennweite und einer Blende von F1,7 auf, der verwendete Sensor gehört zur 1/1,7-Zoll-Klasse und besitzt 12 Megapixel. Bei der Telekamera nutzt Sony einen ebenfalls 12 Megapixel auflösenden Chip, dieser misst allerdings nur 1/3,4 Zoll. Das 70mm-Objektiv (KB) verfügt über eine Lichtstärke von F2,4. Sowohl bei der Tele- als auch der Hauptkamera ist ein optischer Bildstabilisator vorhanden.

Die vierte Kamera auf der Rückseite speichert lediglich Tiefeninformationen, der Nutzer hat keinen direkten Zugriff darauf. Die Frontkamera mit acht Megapixel und 24mm-Brennweite besitzt eine Blende von F2. Bei Videoaufnahmen sind bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde in 4K-Auflösung möglich, in Full-HD sind es bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde.

Alle technischen Daten des Sony Xperia Pro können sie mit Ausnahme der bereits erwähnten Unterschiede in unserem Testbericht des Sony Xperia 1 II nachlesen. Hier finden Sie zudem noch detailliertere Informationen zu den Kameras.

Das Xperia Pro besitzt im Gegensatz zum Xperia 1 II einen Kunststoff-Rahmen:

Handling, Verarbeitung und Bedienung:
Auf den ersten Blick lässt sich das Sony Xperia Pro von einem „normalen“ Smartphone nicht unterscheiden. Im direkten Vergleich mit dem Xperia 1 II fallen natürlich die etwas größeren Abmessungen auf, das Xperia Pro gehört zweifellos zu den größeren Mobilgeräten. Statt eines Gehäuses mit viel Glas, das das Xperia 1 II sehr hochwertig macht, setzt Sony beim Xperia Pro auf Kunststoff. Das lässt das Smartphone nicht ganz so hochwertig erscheinen, macht es aber robuster. Einen Sturz dürfte das Pro-Modell deutlich besser als das Xperia 1 II überstehen.

Das Kameramodul verfügt über die gleichen Abmessungen wie beim Xperia 1 II:

Der zweite angenehme Nebeneffekt des Kunststoffmaterials: Das Xperia Pro liegt auch ohne Hülle sehr sicher in der Hand. Die Abmessungen machen den Einsatz einer zweiten Hand beim Betrieb notwendig. Eine Hand reicht ganz klar nicht aus, alle Stellen zu erreichen. Die Bedienelemente und Steckplätze hat Sony beim Xperia Pro in den meisten Fällen vom Xperia 1 II übernommen. So befinden sich die Lautstärketasten und die Power-Taste mit dem integrierten Fingerabdrucksensor an der rechten Seite, der Steckplatz für die microSD- und SIM-Karten an der linken Seite.

Das Fach für die microSD- und die SIM-Karte(n):

Auf der Unterseite hat der USB-C-Port dem Micro-HDMI-Port Platz gemacht:

Neu ist beim Xperia Pro die sogenannte Schnelltaste. Diese befindet sich oberhalb des bekannten Kamera-Auslösers, die Funktion lässt sich im Menü ganz nach den Wünschen des Smartphone-Besitzers belegen. Neu ist auch die Position des USB-C.Ports. Statt in der Mitte befindet er sich links davon versetzt. Das liegt am Micro-HDMI-Port des Xperia Pro.

Das 6,5 Zoll messende Display des Xperia Pro kennt man vom Xperia 1 II. Es verfügt über eine Auflösung von 3.840 x 1.664 Pixel, das Seitenverhältnis liegt somit bei 21:9. Dies macht das Mobilgerät deutlich länger als breit. Apropos breit: Durch den breiten Gehäuserahmen fallen die Ränder wesentlich dicker als bei anderen aktuellen Smartphone aus. Das sollte der Robustheit jedoch deutlich entgegenkommen.

An der rechten Seitenfläche liegen die Lautstärkewippe ....

... und drei Hardwaretasten: (Powertaste, Schnelltaste und Fotoauslöser):

Zurück zum Display: Das P-OLED-Panel löst mit 3.840 x 1.664 Pixel extrem hoch auf, dank der 643 ppi sind einzelne Bildpunkte auch bei der genausten Betrachtung nicht auszumachen. Zudem punktet das Panel mit großen Blickwinkeln und OLED-typisch mit einem sehr hohen Kontrast. Nicht ganz auf Top-Niveau bewegt sich die Bildwiedergabe, 60 Hz sind heute nur noch „Mittelklasse“. Als echten Nachteil sehen wir die Bildwiederholrate allerdings keinesfalls. Den Vergleich zu anderen Smartphones muss sich das 2.499 Euro teure Gerät aber natürlich gefallen lassen.

Im zweiten Teil unseres Tests schauen wir uns den Einsatz des Sony Xperia Pro in der Praxis an

Autor: dkamera.de Redaktion
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Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren, ...

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei meinem Exemplar fehlt die von Sony angepriesene "Network Analyzer App". Sie ist nirgends zu finden. Sämtliche Support-Apps zeigen keine Fehler an.
Es gibt für das Gerät keinerlei Handyhüllen oder andere genau passende Schutztaschen. Weder von Sony noch von irgendeinem Anbieter. Für ein"Profi"-Gerät völlig inakzeptabel!
Bei der Sony A7III kommt es bei der Funktion "Externer Monitor" beim Wechsel vom Aufnahme zum Wiedergabe-Modus reproduzierbar zum Aussetzen der Anzeige.
Auch die Verwendung als externer Monitor bietet kaum Features, zudem ist das Seitenverhältnis des Smartphones unpassend.
Wäre schön, wenn Sie dieses Aspekte in Ihre Rezension einfließen lassen könnten.

Hallo, in zweiten Teil unseres ...

Hallo,
in zweiten Teil unseres Tests gehen wir im Detail auf die verschiedenen Funktionen ein. Die Network Analyzer App wird per Software-Update nachgerüstet, größere Probleme haben wir im Test generell keine bemerkt.

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