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Praxisbericht zur Canon EOS 2000D

Die Canon EOS 2000D (Datenblatt) folgt auf die Canon EOS 1300D (Testbericht) , optisch und technisch gibt es praktisch keinen Unterschied. Das Kameragehäuse der Einsteiger-Spiegelreflexkamera besteht wie bei nahezu allen günstigeren Modellen vor allem aus Kunststoff, Canon bezeichnet das Material als Glasfaserverstärktes Polykarbonat. Die Verarbeitung ist dem Preis angemessen, grundsätzlich kann man daran nichts kritisieren.

Das Kunststoffgehäuse der DSLR liegt durch einen gummierten Griff sicher in der Hand:

In der Hand liegt die DSLR durch einen gummierten Griff und eine ebenso gummierte Daumenablage sicher und auch recht komfortabel. Bei Personen mit größeren Händen hängt der kleine Finger allerdings in der Luft. Das ist bei kleinen Gehäusen die Regel.

Die kompakten Abmessungen (12,9cm x 10,1cm x 7,8cm) machen den Transport andererseits natürlich einfach, die Kamera gehört mit 476g zu den leichtesten in der Spiegelreflexklasse. Bedient wird die Canon EOS 2000D (Technik) nahezu vollständig mit der rechten Hand. Mit Ausnahme der Bajonettverriegelung sind alle Bedienelemente auf der rechten Seite des Gehäuses zu finden.

Die Tasten der EOS 2000D fallen recht groß aus, die wichtigsten Parameter sind direkt zu erreichen:

Für die Wahl der Blende oder der Belichtungszeit besitzt die DSLR ein Einstellrad auf der Oberseite, für die wichtigsten Parameter große Tasten auf der Rückseite. Darüber lässt sich unter anderem die Belichtung korrigieren und die Sensorempfindlichkeit sowie der Fokusmodus anpassen. Die Q-Taste der Kamera erlaubt das Verändern von weiteren Parametern über ein spezielles Quickmenü.

Das Starten von Videos ist umständlicher als bei anderen Kameras:

Die Wahl des Fotoprogramms erfolgt wie üblich mittels eines Einstellrades auf der Oberseite, mit dem auch zum Videomodus gewechselt wird. Letzteres kostet vergleichsweise viel Zeit und macht spontane Videoaufnahmen recht schlecht möglich. Zu den vorhandenen Fotoprogrammen zählen eine Vollautomatik („A+“), acht Szenenprogramme („Blitz Aus“, „Porträt“, „Sport“, ...) und die PSAM-Modi. Letztere erlauben sowohl das halb automatische als auch das manuelle Belichten. Kreativfilter besitzt die DSLR fünf an der Zahl („Körnigkeit S/W“, „Weichzeichner“, „Fisheye-Effekt“, ...), diese lassen sich jedoch erst nach der Aufnahme auf die Fotos anwenden. Anfänger wie ambitionierte Fotografen finden bei der Canon EOS 2000D (Bildqualität) alle wichtigen Fotoprogramme vor. Die Bedienung der Spiegelreflexkamera lässt keine Fragen offen, mit den Tasten und den Wählrädern sollte man schnell vertraut sein. Dass Canon auf das bei einigen anderen Modellen vorhandene Einsteigermenü verzichtet, ist bei einer Kamera der Einsteigerklasse allerdings nicht verständlich. Dagegen gut: Das selbst zusammenstellbare Quickmenü der DSLR gestattet das Erreichen der wichtigsten Einstellungen noch schneller.

Das Hauptmenü der Spiegelreflexkamera:

Das automatische Scharfstellen übernimmt bei der Canon EOS 2000D (Geschwindigkeit) entweder ein dedizierter AF-Sensor (bei hochgeklapptem Spiegel) oder der Bildwandler (im Liveview- und Videomodus). Ersterer verfügt über neun Messfelder, lediglich beim mittigen davon handelt es sich um einen Kreuzsensor. Dieser kann sowohl Motive mit horizontalen als auch vertikalen Kontrastkanten scharfstellen, bei den acht anderen Liniensensoren funktioniert das entweder horizontal oder vertikal. Die automatische Fokussierung steht bis zu einer Offenblende von F5,6 zur Verfügung, scharfstellen lässt sich ab 0LW (mittiges Messfeld) bzw. 1LW (andere Messfelder).

Der Autofokus arbeitet somit vor allem beim Einsatz der äußeren Messfelder nur bei recht guten Voraussetzungen. Zu den AF-Optionen der Kamera gehören die Wahl des Fokusmodus (One Shot, AI Focus, AI Servo) und des Messfeldes, im Liveviewbetrieb unterstützt die EOS 2000D die Gesichtserkennung. Das manuelle Scharfstellen ist natürlich ebenso möglich, hierbei hilft eine vergrößerte Ansicht den gewünschten Fokus zu setzen.

Die Belichtungsmessung erfolgt über 63 Zonen, mit der Mehrfeld-, der mittenbetonten Integral- und der Selektivmessung stehen drei Messverfahren zur Verfügung. Der Schlitzverschluss der DSLR erlaubt Belichtungszeiten zwischen 30 Sekunden und 1/4.000 Sekunde, über den Bulbmodus (wird durch die Wahl der Belichtungszeit über 30 Sekunden hinaus erreicht) sind noch längere Verschlusszeiten einstellbar.

Der optische Sucher gehört zu den sehr "einfachen" Modellen:

Als Sucher verbaut Canon bei der Spiegelreflexkamera ein Pentaspiegelmodell mit einer Bildfeldabdeckung von 95 Prozent. Dadurch lässt sich erst nach der Aufnahme der finale Bildausschnitt überprüfen. Der Vergrößerungsfaktor beträgt auf das Kleinbildformat umgerechnet 0,50, das ist kleiner als bei den allermeisten anderen Kameras auf dem Markt. Hier darf man also nicht den größten Komfort erwarten, zur herkömmlichen Bildkontrolle eignet sich der optische Sucher aber natürlich schon.

Recht hoch aufgelöst, aber fest verbaut und ohne Touch – das LCD überzeugt nur teilweise:

Beim Display der Canon EOS 2000D (Technik) handelt es sich um ein 3,0 Zoll messendes LCD mit einer Auflösung von 920.000 Subpixel. Dieses sorgt bei normalem Betrachtungsabstand für eine scharfe Ansicht, große Einblickwinkel machen das Betrachten von der Seite möglich, ohne dass eine falschfarbene Darstellung in Kauf genommen werden muss. Auf eine schwenkbare Lagerung des LCDs hat Canon bei der DSLR leider verzichtet, das Panel ist fest verbaut. Bei Selbstporträts lässt sich daher nicht auf das Display blicken, bei Aufnahmen in Bodennähe oder Fotos mit ausgestreckten Armen kann der Fotograf die Bildkontrolle nicht optimal vornehmen. Wegen des Verzichts auf eine Touchoberfläche können darüber hinaus keine Eingaben per Tippen auf das LCD erfolgen.

Eine Videofunktion gehört heutzutage wie die Fotofunktion zu den Basis-Features einer Kamera. Die Canon EOS 2000D (Beispielaufnahmen) zeichnet Videos mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel („Full-HD“)  auf, die Bildrate lässt sich hier zwischen 24, 25 und 30 Vollbildern pro Sekunde wählen. In HD (1.280 x 720 Pixel) sind 50 oder 60 Vollbilder pro Sekunde möglich, in SD (640 x 480 Pixel) 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde. Die Kamera nimmt Videos somit weder in der mittlerweile gängigen 4K-Auflösung noch mit den seit Langem weit verbreiteten 60 Vollbildern pro Sekunde in Full-HD auf. Aber nicht nur diese Gründe sprechen gegen den Einsatz der EOS 2000D als Videokamera. Das größte Manko der DSLR stellt der Autofokus bei Videos dar. Da dafür allein die Kontrastmessung genutzt wird, benötigt die Digitalkamera sehr lange zum Scharfstellen.

Des Weiteren pumpt die Kamera während des Fokussierens stark. Aus diesem Grund hat Canon auf die Motivverfolgung im Videomodus verzichtet, den AF müssen Videografen durch das Drücken des Fotoauslösers aktivieren. Die Bildqualität der Videos kann nach heutigem Standard nur als ausreichend bezeichnet werden, die Bildschärfe könnte höher ausfallen, und Moiré-Artefakte fallen je nach Motiv mal mehr, mal weniger störend auf. Bei der Audioaufnahme setzt Canon lediglich auf ein Mikrofon und dementsprechend Mono-Ton. Dass sich der Tonpegel von Hand anpassen lässt, ist daher kaum relevant. Kurz gesagt: Die EOS 2000D eignet sich nach heutigen Maßstäben nicht für die Aufnahme von Videos.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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