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Das Fazit zur FujiFilm FinePix S200EXR

Das Besondere an der relativ jungen CCD EXR Bildsensor-Technologie von FujiFilm sind die drei vorhandenen Aufnahmemodi "Hohe Auflösung" (HR), "hohe Lichtempfindlichkeit" (SN) und "weiter Dynamikumfang" (DR) - siehe hierzu auch den dkamera Testbericht zur FujiFilm FinePix F200EXR. Die FujiFilm FinePix S200EXR Bridge-Digitalkamera zeigt hier - zumindest im JPEG Bildformat - eine ziemlich gleichgute Bildqualität wie die kompakte FujiFilm FinePix F200EXR, was Sie im dkamera Bilqualitätsvergleich selbst nachvollziehen können. Dies ist auch nicht großartig verwunderlich, da beide Kameras einen 1/1,6 Zoll großen CCD EXR Bildsensor verbaut haben, dass die wesentlich größere Optik der FinePix S200EXR hingegen effektiv kein Plus bei der Bildqualität gegenüber der FinePix F200EXR bringt, regt zum Nachdenken an.

Die FujiFilm FinePix S200EXR kann bzw. könnte Bilder zwar auch im RAW Bildformat aufzeichnen, wir mussten im Test aber zu unserer Empörung feststellen (Testbeginn war der 21.09.2009), dass die aufgenommenen RAW Bilder bis heute (19.10.2009) am Computer rein überhaupt nicht verwendet bzw. bearbeitet werden können, denn weder das Adobe Camera RAW Plugin noch die der Kamera beiliegende Software "FinePixViewer" sind in der Lage, diese RAW Aufnahmen (korrekt) zu öffnen. Fotos im RAW Format können daher praktisch erst ab 11/2009 verwendet bzw. bearbeitet werden, denn im Handbuch der FujiFilm FinePix S200EXR ist folgende Passage zu lesen: "Auf der Webseite von FujiFilm (http://fujifilm.com/support/download/camera/software/) steht planmäßig ab November 2009 eine Version des FinePixViewsers zum Herunterladen zur Verfügung, mit der RAW-Bilder auf einem Computer angezeigt werden können." Dies an dieser Stelle als "planmäßig" zu deklarieren ist für uns nicht ganz nachvollziehbar, es wird zwar auf der Unterseite der Originalverpackung auch im Kleingedruckten erwähnt, dass dies erst ab November 2009 möglich ist, dennoch bringt es nicht wirklich Freu(n)de, wenn das Produkt erst beim Kunden reift. Wir vermuten, dass der kleingedruckte Text auf der Verpackung vor dem Kauf sowieso niemandem auffällt bzw. bei einer Bestellung in Online-Shops vorher überhaupt nicht auffallen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass das Adobe Camera RAW Plugin bald ein Update erhält, so dass die RAW Aufnahmen am Computer betrachtet und bearbeitet werden können.

Ansonsten hat die FujiFilm FinePix S200EXR aber natürlich auch einige positive Ausstattungsmerkmale wie das 14,3fach optische Fujinon-Zoomobjektiv mit seiner Brennweite von 30,5 bis 436mm nach KB, den verbauten optischen Bildstabilisator (der zur verbesserten Effektivität auch auf "nur Aufnahme" konfiguriert werden kann und der gute Dienste leistet - Siehe Bildstabilisator), den elektronischen Sucher (der jedoch nur ca. 95% des Bildfeldes anzeigt), den Blitzschuh und den manuellen Fokusring am Objektiv (der durch die zusätzliche Einblendung einer Schärfeskala und durch die automatische Vergrößerung des Bildausschnittes eine einfache manuelle Fokussierung ermöglicht). Die Kamera ist für eine Bridge-Digitalkamera schon durchaus etwas groß geraten, sehen Sie sich hierzu unsere Produkt- und Vergleichsbilder an.

Sobald die RAW Aufnahmen der Kamera auch am Computer verwendet und bearbeitet werden können, liefern wir die entsprechenden Ausschnitte unseres Szenarios im dkamera Bildqualitätsvergleich nach, bis dahin müssen wir Sie leider mit den JPEG Aufnahmen vertrösten.

Die FujiFilm FinePix S200EXR will, wie gesagt, hauptsächlich durch ihre neue EXR CCD Bildsensor-Technologie überzeugen, wobei EXR für das englische Wort "Extreme" steht. Die neue EXR Sensor-Technologie bietet folgende drei Hauptaufnahmemodi, welche wir Ihnen hier - genau wie im Fazit unseres Testberichts zur FujiFilm FinePix F200EXR - im Detail vorstellen:

1) Bei der EXR Priorität "Auflösungspriorität" (Modus HR) wird die volle Pixelzahl des 1/1,6 Zoll großen EXR CCD Sensors verwendet um ein 4.000 x 3.000 Pixel großes Foto mit effektiv 12 Megapixel zu erzeugen. Erfreulich ist, dass die Kamera im "EXR Auto"-Modus auch automatisch entscheiden kann, wann welcher EXR-Aufnahmemodus verwendet wird.

2) Bei der EXR Priorität "Hohe Lichtempfindlichkeit und geringes Bildrauschen" (Modus SN) werden zwei benachbarte Pixel derselben Farbe zusammengefasst. Damit wird laut FujiFilm aus zwei Pixeln ein Pixel mit doppelter Größe - die Lichtempfindlichkeit soll dadurch erhöht und das Bildrauschen gemindert werden. Im Test hat sich herausgestellt, das dies immerhin trotz der 6 Megapixel Auflösung bei gleicher Ausgangslage in Sachen Bildqualität etwa relativ gleichwertige Ergebnisse zum entsprechenden 12 Megapixel Bild bringt (das 12 Megapixel Bild zeigt jedoch gerade bei feinen Strukturen wie beispielsweise beim Lineal seine Vorteile - siehe das dkamera Testszenario).

3) Bei der EXR Priorität "Weiter Dynamikumfang" (Modus DR) werden die beiden Sensor-Pixel des gleichfarbigen Paars unterschiedlich belichtet. Die Kamera nimmt dabei zum gleichen Zeitpunkt zwei unterschiedlich belichtete 6 Megapixel Fotos auf. Eines mit hoher Empfindlichkeit, eines mit niedriger Empfindlichkeit. Diese werden in der Kamera automatisch zu einem Bild mit einem tatsächlich sichtlich gesteigerten Dynamikumfang zusammengeführt (siehe unsere Beispielaufnahmen). Der Dynamikbereich kann im Modus DR von Auto über 100% bis 800% konfiguriert werden. Wir empfehlen bei guten Lichtsituationen die volle Auflösung von 12 Megapixel beispielsweise über den "HR Modus" oder den 6 Megapixel "SN Modus" zu verwenden. Bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht, Panoramaaufnahmen und ähnlichen Situationen macht es durchaus Sinn, den "DR Modus" zu verwenden. Die FujiFilm FinePix S200EXR ermöglicht im "DR" Modus übrigens nur eine eingeschränkte ISO Steuerung. Hier kann nur ISO Auto (400), Auto (800) oder Auto (1600) gewählt werden, wobei die Zahl in Klammern die von der Automatik gewählte maximale Empfindlichkeit ist. Konfiguriert der Benutzer diese Einstellung beispielsweise auf Auto (800), so wählt die Automatik je nach Motiv maximal eine Empfindlichkeit von ISO 800.

FujiFilm hat mit dem EXR CCD Bildsensor eine praktische Technologie zur Steigerung des Dynamikumfangs geschaffen, was die FujiFilm FinePix S200EXR derzeit im Bridge-Digitalkamera-Bereich einzigartig macht. Gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen bringt dies sichtbare Verbesserungen. Gegenüber dieses Vorteils muss man im erhöhten Dynamikbereich-Modus (DR) aber mit effektiv 6 Megapixel Auflösung auskommen.

Die FujiFilm FinePix S200EXR erhält aufgrund seiner bisher einzigartigen EXR CCD Sensor-Technologie integriert in eine Bridge-Digitalkamera den dkamera Kauftipp. Wem die überdurchschnittliche Größe der Kamera nicht stört und wer eine gelungene Allround-Kamera mit hohem Zoom inklusive erhöhtem Dynamikumfang sucht, ist mit der neuen FujiFilm FinePix S200EXR gut beraten. Im Videomodus konnte die S200EXR jedoch leider nicht wirklich überzeugen (siehe die Beispiel-Videoaufnahme), leider wirkt die Kamera teilweise auch oft ziemlich träge, vor allem wenn im parallelen JPEG und RAW Bildformat aufgenommen wird.

Die FujiFilm FinePix S200EXR kaufen*:

Pro&Contra zur FujiFilm FinePix S200EXR

  • Innovativer CCD EXR Bildsensor erlaubt Aufnahmen mit erhöhtem Dynamikumfang (bei 6MP)
  • Der gesteigerte Dynamikumfang kann durchaus überzeugen (siehe Beispielaufnahmen)
  • Automatische Belichtungsreihenfunktion vorhanden (+/-1/3, +/-2/3, +/-1/1)
  • Bildqualität analog der FujiFilm FinePix F200EXR gut
  • RAW Bildformat (Achtung: RAW am Computer erst voraussichtlich ab 11/09 verwendbar)
  • Der optische Bildstabilisator leistet gute Dienste (siehe Bildstabilisator-Seite)
  • Der optische Bildstabilisator kann für beste Ergebnisse auf "Nur Aufnahme" konfiguriert werden
  • Gute Farbtreue
  • Guter Auslöserdruckpunkt
  • Gute Verarbeitungsqualität
  • Während des Filmens kann manuell optisch gezoomt werden
  • Während des Filmens wird die Schärfe automatisch nachgeführt (siehe Beispielaufnahmen)
  • Elektronischer Sucher mit Dioptrienausgleich vorhanden
  • Manueller Belichtungsmodus und Halbautomatiken (Blende/Zeit) vorhanden
  • Manueller Fokusring am Objektiv mit praktischer Schärfeskala und automatischer Vergrößerung
  • Supermakromodus kann bereits ab 1cm Motivabstand fokussieren
  • Blitzschuh vorhanden
  • Miniaturansicht zeigt 2, 9 oder 100 Miniaturbilder auf einmal auf dem Kameradisplay an
  • Weitere praktische Ansicht zeigt alle Bilder eines bestimmten Aufnahmetags an
  • Histogrammanzeige vorhanden (bei Aufnahme und Wiedergabe - dazu INFO Taste drücken)
  • Das Stativgewinde ist dem Kameragehäuse ziemlich mittig angeordnet
  • Befriedigende Akkulaufzeit
  • Filter und Weitwinkelkonverter optional erhältlich
  • Fokussierungs- und Auslösezeit teilweise etwas langsam
  • Sucher und Kameradisplay zeigen nur ca. 95% des Bildfeldes an
  • Speicherzeit der Belichtungsreihenfunktion in JPEG+RAW (3 Bilder): ca. 15 Sekunden
  • Die Kamera fällt ziemlich groß aus (siehe die Vergleichsfotos am Ende der Produktfotos)
  • Fotos im RAW Format können praktisch erst ab 11/2009 verwendet bzw. bearbeitet werden:
  • Die mitgelieferte Software "FinePixViewer" erhält erst dann das entsprechende Update
  • Das Adobe Camera RAW Plugin kann RAW Bilder der S200EXR derzeit noch nicht öffnen
  • Serienbildaufnahmen sind auf 6 (JPEG) bzw. 3 (RAW / RAW+JPEG) Bilder in Folge beschränkt
  • Beim Zurückschalten in den HR Modus, schaltet die Kamera nicht immer auf "L" (Large, 12 Megapixel) Bildauflösung sondern bleibt teilweise auf "M" (Medium, 6 Megapixel) "hängen"
  • Kamera wirkt oft träge (etwas über 5 Sekunden Speicherzeit nach jedem Bild bei JPEG+RAW)
  • Videos können nur bei maximal 640 x 480 Bildpunkten und 30 Bilder/Sek. aufgezeichnet werden
  • Serienmäßig keine Sonnenblende mitgeliefert, diese ist optional erhältlich
  • Keine HDMI Schnittstelle vorhanden

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

Durch Anklicken erscheinen alle dkamera Urteile zur FujiFilm FinePix S200EXR in großer Druckansicht.

dkamera Auszeichnung

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Kommentare

"Keine Histogrammanzeige vorhanden (weder bei ...

"Keine Histogrammanzeige vorhanden (weder bei der Aufnahme noch bei der Wiedergabe)"

es ist eine vorhanden!
Info Taste oben gleich neben der ISO Taste (bei Aufnahme und im Wiedergabe Mode)
mfG

Vielen Dank für diesen Hinweis, ...

Vielen Dank für diesen Hinweis, das Pro & Contra haben wir sofort entsprechend korrigiert.

Meinen Ausführungen möchte ich vorausstellen, ...

Meinen Ausführungen möchte ich vorausstellen, daß ich die Tests von dkamera grundsätzlich schätze, auch wenn Tests anderer Anbieter (z.B: dpreview, photographyblog, photozone) deutlich ausführlicher und umfangreicher sind, aber nicht immer haben alle alles ... Dennoch haben mir dkamera-Tests schon vielfach wesentliche Erkenntnisse und Entscheidungshilfen geliefert.
Nicht immer einverstanden bin ich allerdings mit bestimmten Schlußfolgerungen aus den Testergebnissen und deren Rangfolge bzw. den Bewertungen einiger Funktionsmerkmale. Aber gerade die Beispielbilder können wohl als „neutral“ ein-gestuft werden. Mir nicht verständlich ist allerdings, wenn die Kommentierung von dkamera den Bildbeispielen entgegenstehen, wie auch bei dem hier vorliegenden Test. Dort heißt es: „Die FujiFilm FinePix S200EXR (hat) eine ... gleichgute Bild-qualität wie die kompakte FujiFilm FinePix F200EXR“. Bei den (hier vorgestellten) Bildbeispielen fällt aber unmittelbar ins Auge, daß die kleine F200 deutlich bessere Ergebnisse liefert, als die S200, besonders gut erkennbar am Stahllineal (bei 12MP). Und das trifft bereits bei ISO100 zu und ist extrem bei ISO800. Neben ge-ringerer Auflösung und Schärfe trifft dies auch für purple fringing zu.
Unabhängig davon ist für mich bislang unerklärlich, warum das Bildergebnis in der Einstellung „DR“ deutlich weniger Rauschen aufweist als bei „SN“. Sollte nicht ge-rade im Modus "hohe Lichtempfindlichkeit" (SN) ein besonders rauscharmes Er-gebnis zu erwarten sein, oder habe ich da was nicht richtig verstanden?. Übri-gens: das gleiche (für mich unerklärliche) Ergebnis war bereits beim F200-Test zu beobachten, so daß ich ursprünglich an eine Fehlbeschriftung glaubte.

Hallo, wir haben geschrieben "eine ...

Hallo,

wir haben geschrieben "eine ziemlich gleichgute" und das ist unbedingt immer auch unter verschiedenen ISO Empfindlichkeiten, verschiedenen Beleuchtungssituationen und wenn möglich unter anderen Bildformaten im dkamera Bildqualitätsvergleich zu vergleichen.

Gruß, das dkamera Team

Fuji hat es bei dieser ...

Fuji hat es bei dieser Kamera immer noch nicht in die Reihe gebracht mit einem externen Blitzgerät im TTL Modus blitzen zu können. Diese und sehr ausgefeilte Blitztechniken gab es
schon mit der Konica Minolta A2
vor 5 Jahren. Bei dieser Kamera gab
es bereits einen Sucher mit 900 000 Pixeln Auflösung und einen flexiblen
Fokuspoint. Außerdem sind Aufnahmen im JPEG, RAW und TIFF Format möglich.
Fuji muss sich noch gewaltig anstrengen.

Ich besitze das Vorgängermodell, die ...

Ich besitze das Vorgängermodell, die S 100
FS und muß sagen dies war die erste Kamera (vor zwei Jahren gekauft)mit der ich endlich mal zufrieden war bis -heute-top.(Alle anderen Kameras die letzen 10 Jahre waren Schrott,die Lumix FZ 50 war ok, hatte aber so einen kleines Display)Mein Vorgänger bei dkamera vermißt ein TTl-Blitzsytem...ich nicht.Die "Blitzfotos" im Studio sind einsame Spitzenklasse,von der Belichtung und von dem präzisen Weissabgleich her.Poster bis 50 x7o cm sind möglich.Das Preisleistungsverhältnis ist unschlagbar.Und das Nachfolgemodell ist schlechter ??? Staun.

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