Nikon Coolpix B700 Praxisbericht

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Praxisbericht zur Nikon Coolpix B700

Die Nikon Coolpix B700 (Datenblatt) basiert auf der Nikon Coolpix P610 (Testbericht), beide Kameramodelle sehen daher nahezu identisch aus. Das Gehäuse der Bridgekamera wird aus Kunststoff gefertigt, der leider recht einfach ausfällt. Einem Modell der höheren Klasse, dem die B700 wegen ihrer Ausstattung und des Preises zweifellos entspricht, wird das nicht wirklich gerecht. In der Praxis ergeben sich durch das gewählte Material allerdings auch keine Nachteile – von einer eventuell geringeren Robustheit einmal abgesehen. Beim Handling punktet die B700 dagegen wieder. Sie verfügt über einen recht großen und dank einer gummierten Oberfläche sehr sicher festzuhaltenden Griff, auf der Rückseite hat Nikon zudem eine recht große und ebenso gummierte Daumenablage platziert. Die Abmessungen der Kamera sind mit 12,5 x 8,5 x 10,7cm für ein Modell mit 60-fach-Zoom recht klein, das Gewicht von 569g kann man ebenso als vergleichsweise gering bezeichnen.

Für eine Bridgekamera mit 60-fach-Zoom fällt die B700 kompakt aus:

Die Ausstattung mit Tasten und Einstellrädern ist bei der Nikon Coolpix B700 (Produktbilder) ordentlich. Zur Wahl der Blende oder der Verschlusszeit steht jeweils ein eigenes Einstellrad zur Verfügung. Die Korrektur der Belichtung ist ebenso schnell möglich, und über zwei Fn-Tasten lassen sich zwei Parameter schnell verändern. Beide Tasten bieten neun Optionen (ISO, Belichtungsmessmethode, Weißabgleich, …). Die Tasten der Nikon Coolpix besitzen durchschnittliche Abmessungen, das rückseitige Einstellrad hat Nikon schon etwas klein konstruiert. Erstere sind insgesamt gesehen noch recht gut zu bedienen, die Einstellräder fallen allerdings etwas leichtgängig aus.

Die Coolpix B700 verfügt über einige Bedienelemente, zwei Tasten lassen sich frei belegen:

Ebenso nicht optimal: Eingaben werden von der B700 teilweise mit leichten Verzögerungen übernommen. Gut gefallen uns dagegen die beiden zusätzlichen Bedienelemente an der linken Seite des Objektivs. Die Zoomwippe erlaubt zusätzlich zum Zoomregler am Fotoauslöser das Verändern der Brennweite, mit der „Überblick“-Taste lässt sich die Brennweite, so lange die Taste gedrückt wird, verkürzen.

Dadurch ist es möglich, sich einen besseren Eindruck vom Motiv und dessen Umgebung zu verschaffen. Da die Nikon Coolpix B700 (Technik) mit 1.440mm über eine sehr lange Brennweite verfügt, kommt diesem Feature in der Praxis eine größere Bedeutung zu.

Auch an Fotoprogrammen und Filtern mangelt es nicht:

An Fotoprogrammen hat Nikon bei der Bridgekamera nicht gespart. Zusätzlich zur üblichen Vollautomatik stehen 24 Szenenmodi („Schnee“, „Gegenlicht“, „Einfach Panorama“, ...) und ein „Creative-Modus“ zur Verfügung. Hier kann man sich für einen von fünf Bildstilen entscheiden, welche jeweils noch weiter konfigurierbar sind. Zusätzliche Filter lassen sich per Nachbearbeitung hinzufügen. Zu den Modi gehören unter anderem eine Vignettierungs-, Gemälde- und Sterneffekt-Simulation. Doch nicht nur Automatiknutzer finden bei der B700 das Fotoprogramm ihrer Wahl, für die manuelle oder halbautomatische Belichtung wurden die PSAM-Modi sowie ein Userprogramm für eigene Einstellungen integriert.

Neben der automatischen wird auch die manuelle Fokussierung unterstützt:

Fokusoptionen hat die Nikon Coolpix B700 (Geschwindigkeit) für eine Bridgekamera vergleichsweise viele zu bieten. Zum einen kann der Fotograf zwischen der Einzelbildfokussierung (AF-S), der permanenten Fokussierung (AF-F) und der Vorfokussierung (Pre-AF) wählen. Des Weiteren wird die Messfeldvorwahl angeboten. Dabei stehen unter anderem ein Porträt-Autofokus, eine Motivverfolgung und eine AF-Zielsuche zur Wahl. Im Bildzentrum lässt sich das Messfeld zudem von Hand verschieben, dessen Abmessungen sind außerdem in drei Größen (Punkt, normal, großes Messfeld) bestimmbar. Doch die B700 hat sogar noch mehr Optionen zu bieten: Im speziellen Nahaufnahmemodus gelingen Aufnahmen bereits ab einem Zentimeter Abstand von der Frontlinse. In der Praxis ist diese Aufnahmeentfernung jedoch nur schwer zu nutzen, das Objektiv schattet das Motiv in der Regel stärker ab. Beim manuellen Fokussieren erfolgt die Wahl der Fokusentfernung komfortabel über die beiden Einstellräder der Bridgekamera, eine Displaylupe und ein Fokuspeaking (beide sind konfigurierbar) stehen als Unterstützung zur Verfügung.

Die Belichtungsteuerung erlaubt die Nikon Coolpix B700 (Bildqualität) über die PSAM-Modi halb automatisch sowie manuell. Die Wahl der Verschlusszeit lässt sich zwischen 15 Sekunden und 1/4.000 Sekunde vornehmen. Dabei gibt es allerdings verschiedene Einschränkungen zu beachten: Für die längste Verschlusszeit von 15 Sekunden muss ISO 100 eingestellt werden, darüber sind nur kürzere Zeiten wählbar. Wer mit 1/4.000 Sekunde belichten möchte, muss die Blende auf F7,6 schließen und gleichzeitig im Weitwinkel fotografieren. Am Teleende lässt sich beispielsweise nur 1/2.500 Sekunde wählen. Die Blende kann der Fotograf abhängig von der Brennweite auf F7,6 bis F8,2 schließen, die Offenblende liegt zwischen F3,3 und F6,5. Positiv ist noch zu erwähnen, dass mit der Kamera Belichtungsreihenaufnahmen möglich sind. Negativ fällt dabei aber eine lange Wartezeit bei den einzelnen Bildern bei gewähltem RAW-Format (sowie JPEG+RAW) auf.

Die Bildkontrolle kann unter anderem per elektronischem Sucher erfolgen:

Wie viele Bridgekameras verfügt die Nikon Coolpix B700 (Technik) neben einem Display auch über einen Sucher. Dieser arbeitet elektronisch, das Sucherbild besteht aus 921.000 Subpixel. Das reicht für eine scharfe Darstellung, was allerdings auch an den doch kleinen Abmessungen des Sucherbildes liegt. Zum Vergleich: Die Sucherbilder von Systemkameras sind in der Regel ein gutes Stück größer. Nicht optimal finden wir beim Sucher auch die etwas ruckelige Darstellung bei Schwenks, die Wiedergabe erfolgt vermutlich nur mit 30 Vollbildern pro Sekunde. Insgesamt ist der Sucher noch als akzeptabel zu bewerten, wir haben aber auch schon deutlich bessere Sucher gesehen.

Das Display macht die Bildkontrolle mit seiner dreh- und schwenkbaren Lagerung  komfortabel:

Das Display der Bridgekamera lässt sich durch seine dreh- und schwenkbare Lagerung in fast jeder Situation frontal einsehen, auch Selbstporträts sind möglich. Des Weiteren überzeugt das 3,0 Zoll in der Diagonalen messende Panel mit einer hohen Auflösung (921.000 Subpixel) und großen Einblickwinkeln. Gut gefällt uns auch, dass der Sucher automatisch bei der Annäherung der Person vom verbauten Augensensor aktiviert wird. Dies erspart einem das Drücken der zusätzlich vorhandenen Display-Sucher-Taste.

Bei der Videoaufnahme bewegt sich die Nikon Coolpix B700 (Beispielaufnahmen) durch die 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) auf dem aktuellen Stand der Technik. Dabei lassen sich 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde wählen. Videos in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) zeichnet die Kamera mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde auf, bei HD-Aufnahmen (1.280 x 720 Pixel) sind es ebenso maximal 60 Vollbilder pro Sekunde. Zusätzlich unterstützt die Kamera Zeitlupen- (bis zu 4-fach in SD) und Zeitrafferaufnahmen (bis zu 2-fach in Full-HD). Die Bildqualität der 4K-Videos fällt sehr gut bis exzellent aus, auch feine Details werden dank der hohen Auflösung wiedergegeben. Außerdem wissen die Full-HD-Aufnahmen zu gefallen, an die Bildqualität der 4K-Videos kommen diese aber natürlich keinesfalls heran. Der Autofokus stellt bei Videos leider nicht konsistent scharf: Bei kürzeren Brennweiten kommt es teilweise zu einem stärkeren „Fokuspumpen“, bei längeren Brennweiten wird das Motiv bisweilen gar nicht scharfgestellt. Das geht fraglos besser. Der Bildstabilisator (optional als Hybrid-VR mit elektronischer Unterstützung nutzbar) leistet dagegen gute Dienste. Bei längeren Brennweiten sind Wackler aber nicht vollständig zu vermeiden. Etwas schade sind bei der B700 die wenigen Videooptionen. Während der Aufnahmen lässt sich nur die Belichtungsspeicherung aufheben, davor kann man lediglich den Fokusmodus wählen sowie die Belichtung korrigieren. Die meisten Besitzer der Bridgekamera werden aber vermutlich auch keine anderen Parameter verändern wollen. Für die Tonaufnahmen ist bei der B700 ein Stereomikrofon zuständig. Wegen eines anscheinend zugeschalteten Filters wirken die Aufnahmen zumindest bei längeren Brennweiten wenig natürlich.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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