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Praxisbericht zur Nikon D5

Die einstellige D-Serie von Nikon stellt seit weit mehr als einem Jahrzehnt die Speerspitze im Kameraportfolio von Nikon dar. Nach dem 2014 vorgestellten D4s-Modell wurde im Januar 2016 die D5 der Öffentlichkeit präsentiert. Wie ihre Vorgängerkameras ist auch die Nikon D5 (Datenblatt) mit einem integrierten Hochformatgriff ausgestattet und daher deutlich größer als fast alle anderen Digitalkameras auf dem Markt. Das Gewicht fällt mit 1.403g stattlich aus, zusammen mit dem lichtstarken Standardzoom Nikon AF-S Nikkor 24-70mm F2,8E ED VR bringt die D5 sogar 2.471g auf die Waage. Sowohl das Gewicht als auch die Abmessungen haben aber natürlich ihren Grund.

Das große und schwere Kameragehäuse mit Hochformatgriff besteht aus robustem Magnesium:

Die Nikon D5 (Produktbilder) ist als Spitzenmodell mit allerlei High-End-Technik ausgestattet. Diese kann und sollte auch nicht in einem kompakten Gehäuse verstaut werden. Der 15,9 x 16,0 x 9,2cm Body besteht aus Magnesium und ist extrem solide gebaut. Dass Abdichtungen gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser helfen, versteht sich von selbst. Größere Flächen der D5 wurden mit einer sehr griffigen Gummierung überzogen, durch die beiden Handgriffe kann die DSLR zu jeder Zeit sicher festgehalten werden. Dabei ist es egal, ob im Quer- oder Hochformat fotografiert wird.

Fast unzählige Tasten, Einstellräder und Schnittstellen sind an allen Seiten des Gehäuses zu finden:

Wie man es von einer Kamera der Profiklasse erwartet, wurden bei der Nikon D5 (Technik) zahlreiche Tasten, Wählräder und Schalter über das komplette Gehäuse verteilt. Alle wichtigen Parameter können daher sofort erreicht werden, das Menü muss man dafür nicht aufsuchen. Die meisten Bedienelemente fallen groß aus, die Bedienung mit beispielsweise Handschuhen ist daher möglich.

Die Position der meisten Bedienelemente wurde vom Vorgängermodell Nikon D4s (Testbericht) übernommen, Umsteiger finden sich daher sehr schnell zurecht. Dass als Änderung die ISO-Taste von der Rückseite auf die Oberseite gewandert ist, stellt aus unserer Sicht eine Verbesserung dar. Das Bedienkonzept der Kamera ist zweifellos schlüssig. Durch verschiedene Extras, wie unter anderem ein Joystick zur Wahl des AF-Messfeldes, wird der Praxiseinsatz erleichtert.

Über das Kontrolldisplay auf der Oberseite sind wichtige Aufnahmeparameter immer im Blick:

Durch die beiden monochromen und bei nicht ausreichend Licht beleuchtbaren Kontrolldisplays kann das rückseitige Hauptdisplay bis auf die Bildkontrolle ausgeschaltet bleiben. Dies spart Strom und verlängert die dank riesigem 2.500mAh Akku sowieso schon sehr lange Arbeitszeit noch einmal. Mit 3.780 Bildern pro Akkuladung (CIPA-Wert) sind auch längere Einsätze völlig problemlos möglich. Die Kontrolldisplays informieren bei der DSLR über alle wichtigen Aufnahmeparameter, neben der Belichtungszeit und der Blende sind hier unter anderem auch die Sensorempfindlichkeit und der AF-Messfeldmodus zu nennen. Ebenso gut: Der schnelle Wechsel zwischen den Fotoaufnahmekonfigurationen und den Individualfunktionen, die komfortabel mehrere Einstellungsveränderungen gleichzeitig erlauben, ist über das per i-Taste erreichbare Quickmenü möglich.

Das Fotoprogramm wird über die Mode-Taste auf der linken Oberseite verändert:

Wer das Fotoprogramm bei der Nikon D5 (Bildqualität) verändern möchte, verwendet dazu nicht das übliche Programmwählrad – ein derartiges gibt es nämlich nicht. Stattdessen wird die Mode-Taste auf der linken Oberseite gedrückt und das benötigte Programm per Einstellrad gewählt. Neben dem manuellen Modus und der Blenden- sowie der Zeitvorwahl lässt sich „nur“ noch die Programmautomatik wählen. Die sonst bei Digitalkameras standardmäßig vorhandene Vollautomatik oder verschiedene Szenenprogramme sind bei einem Profimodell wie der D5 aber sowieso fehl am Platz. In der Nähe der Taste zum Verändern des Fotoprogramms ist bei der Nikon D5 (Farbwiedergabe) auch das Einstellrad für den Aufnahmemodus zu finden. Darüber gelangt man nicht nur zur Serienbildaufnahme, sondern auch zum "Leise-Auslösung-Modus" oder zur Spiegelvorauslösung.

Das von anderen Kameramodellen von Nikon bekannte Menü ist übersichtlich aufgebaut:

Das Menü der Nikon D5 (Datenblatt) besitzt den unter anderem vom Vorgängermodell bekannten Aufbau und erlaubt zahllose Einstellungen. Im Menü finden sich unter anderem Optionen zum Speichern der bereits erwähnten Aufnahmekonfigurationen; zahlreiche Tastenbelegungsmöglichkeiten und Belichtungseinstellungen werden ebenso angeboten. Der Menüaufbau ist mit sieben klar beschrifteten Oberpunkten gelungen, ein "Mein Menü" kann aus häufiger benötigten Parametern zusätzlich selbst zusammengestellt werden. Wer Bearbeitungen in der Kamera vornehmen möchte, kann Bilder zum Beispiel drehen, verkleinern oder in Schwarz-Weiß umwandeln.

Das Bildfeld der Nikon D5 lässt sich als zusätzliche Aufnahmeoption auf einen 1,2x oder einen 1,5x Crop (=DX) begrenzen, ebenso wird eine 5:4-Variante angeboten. Da bei allen Cropmodi natürlich die Auflösung sinkt, sollte es jedoch einen guten Grund für den Einsatz geben. Dieser kann beispielsweise beim Nutzen von DX-Objektiven vorhanden sein.

Über 153 Messfelder verfügt das Multi-CAM 20K-Fokusmodul der D5 (Bild: Nikon):

Eine Kamera der Profiklasse muss selbstverständlich auch mit einem schnellen sowie jederzeit präzise arbeitenden Autofokus ausgestattet sein. Damit dies bei der Nikon D5 (Geschwindigkeit) gelingt, wurde das neue Multi-CAM 20K-Fokusmodul mit 153 Messfeldern und 99 Kreuzsensoren verbaut. Dieses deckt die Bildmitte ab, kann maximal zwischen -4 und +20 LW scharfstellen und arbeitet bis zu einer Offenblende von F8. Selbst hier stehen immer noch 15 Messfelder zur Verfügung. Nicht alle Messfelder lassen sich direkt auswählen, einige davon arbeiten also „nur“ als Hilfsfelder. Mit 55 Messfeldern, 35 davon sind Kreuzsensoren, sollte man aber zweifellos sehr gut auskommen können. Die Fokussierung ist per Einzelfeld, dynamischer Messfeldsteuerung (25, 72 oder 153 Messfelder), Messfeldgruppensteuerung, automatischer Messfeldsteuerung und 3D-Tracking möglich. Mit dem bereits erwähnten Joystick lässt sich die Messfeldwahl sehr schnell vornehmen. Diese kann auf Wunsch aber auch gesperrt werden, dann ist ein versehentliches Ändern nicht möglich.

Mit bestmöglicher Präzision konnte die D5 im Test auch bewegten Motiven folgen, das AF-Messsystem gehört unbestritten zu den besten seiner Klasse. Ermöglicht wird die hohe Präzision unter anderem auch durch den mit 180.000 RGB-Pixel sehr hoch aufgelösten Belichtungsmesssensor. Dieser liefert der Kamera weitere Informationen zum Motiv.

Der mechanische Verschluss der Spiegelreflexkamera arbeitet – wie bei allen höherwertigen Modellen – zwischen 30 Sekunden und einer 1/8.000 Sekunde; auf 400.000 Auslösungen wurde dieser getestet. Die Belichtungsmessung kann mit den bei Nikon üblichen Optionen (Mehrfeld, mittenbetont, Spot, lichterbetonte Messung) vorgenommen werden.

Der optische Pentaprismensucher überzeugt mit einem sehr großen und hellen Sucherbild:

Spiegelreflexkameras mit Vollformatsensoren können sich von APS-C-Modellen nicht nur bei der Bildqualität absetzen, sie besitzen ebenso einen besseren Sucher. Der optische Pentaprismensucher der Nikon D5 deckt natürlich 100 Prozent des Bildfeldes ab, er vergrößert 0,72-fach. Der Sucher ist aber nicht nur groß, sondern auch besonders hell und erlaubt daher eine exzellente Bildkontrolle.

Das 3,2 Zoll große LCD ist hoch aufgelöst und verfügt über eine Touchoberfläche:

Das 3,2 Zoll messende Display der Nikon D5 (Technik) besitzt eine Auflösung von 2,36 Millionen Subpixel, wodurch eine brillante Darstellungsqualität ermöglicht wird. Als Besonderheit für eine Kamera der Profiklasse besitzt das LCD eine Touchoberfläche. Diese kann allerdings nur im Wiedergabemodus oder zum Setzen des Fokuspunktes während des Liveviewbetriebs und im Videomodus verwendet werden. Drehen und schwenken lässt sich das LCD leider nicht, hierdurch sieht Nikon die Robustheit wohl als gefährdet an. Durch die großen Einblickwinkel des Displays kann die Bildkontrolle allerdings auch ohne frontale Draufsicht problemlos erfolgen.

Die Videofunktion ist bei Digitalkameras ein immer wichtigeres Feature geworden, bereits bei der Nikon D4s (Testbericht) wurde der Videomodus höher priorisiert. Bei der Nikon D5 (Beispielaufnahmen) sind zusätzlich noch weitere Features hinzugekommen. Videos lassen sich mit der DSLR mit 3.840 x 2.160 Pixel, also in 4K-Auflösung, speichern. Hier kann man sich zwischen 24, 25 und 30 Vollbildern pro Sekunde entscheiden. In Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) stellen 60 Vollbilder pro Sekunde das Maximum dar. Bei Videoaufnahmen sind jedoch zwei Details zu beachten: In 4K-Auflösung liegt die maximale Aufnahmelänge gerade einmal bei drei Minuten, zudem wird nur der mittlere Bereich des Bildsensors verwendet (1:1 Pixel Readout). Dadurch „verlängert“ sich die kleinbildäquivalente Brennweite um den Faktor 1,5. Dies muss bei der Auswahl der Objektive berücksichtigt werden. Wer den Cropvorteil durch eine längere Brennweite bei Full-HD nutzen möchte, kann eine "Crop-Aufnahme" verwenden.

In Full-HD werden Aufnahmen auf zehn Minuten begrenzt, der Bildwinkel verändert sich im Vergleich zur Fotoaufnahme allerdings nicht (eine Ausnahme ist die eben erwähnte Crop-Aufnahme). Dass Nikon die D5 auch für professionelle Produktionen vorgesehen hat, zeigen das optional einstellbare flache Bildprofil, die manuellen Einstellungsmöglichkeiten, der Mikrofon- und der Kopfhöreranschluss sowie auch die Möglichkeit der Ausgabe des Videosignals über HDMI (8bit, 4:2:2). Die Bildqualität der 4K-Videos ist exzellent, in Full-HD immer noch sehr gut. Die Tonqualität des integrierten Stereomikrofons ist sehr gut, der Tonpegel und der Frequenzgang lassen sich im Menü wählen. Der Autofokus arbeitet prinzipiell zwar recht schnell, korrigiert jedoch des Öfteren unnötig nach.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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