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Canon PowerShot G5 X, G7 X und G9 X im Vergleich (Teil 2)

Teil 2 von 3: Unser Vergleich der Kompaktkameras von Canon mit 1,0 Zoll Bildsensor


v.l.n.r.: Canon PowerShot G5 X, PowerShot G7 X und PowerShot G9 X.

Im ersten Teil unseres Vergleichstests der Canon PowerShot G5 X, Canon PowerShot G7 X und Canon PowerShot G9 X haben wir unter anderem die Bildqualität und die Abmessungen verglichen. In diesem zweiten Teil widmen wir uns den Objektiven, der Bildkontrolle, der Arbeitsgeschwindigkeit sowie den Funktionen und Features.

Objektive:
Wer die Objektive und deren Daten gegenüberstellt, wird schnell feststellen, dass die G5 X und die Canon PowerShot G7 X (Testbericht) über das gleiche Modell verfügen. Dieses deckt jeweils kleinbildäquivalente 24 bis 100mm ab (4,2x Zoom) und hat eine größte Blendenöffnung von F1,8 im Weitwinkel sowie F2,8 im Telebereich. Die G9 X hat „nur“ ein 3x Zoom mit 28 bis 84mm (KB-äquivalent).

Die Lichtstärke fällt bei der G9 X zudem am Teleende auf F4,9 ab, im Weitwinkel stehen "nur" F2 zur Verfügung. Die Objektive der G7 X und der G9 X sind somit nicht nur flexibler einsetzbar, sondern auch lichtstärker.

Dies gilt vor allem für Brennweiten über 35mm, wie unsere Vergleichsgrafik zeigt. Während sich die Objektive bei 28mm mit F2 noch auf einem Niveau befinden, liegen bei 35mm bereits eine 2/3 Blendestufe dazwischen. Bei 50mm sind es 1 1/3 Blenden und bei 84mm ist das Objektiv der G5 X und der G7 X fast um 1 2/3 Blenden lichtstärker. Dadurch sind bei der G9 X höhere Sensorempfindlichkeit wesentlich schneller notwendig. Wieder gleich ist bei allen drei Kameras der optische IS-Bildstabilisator.

Unsere Sieger bei den Objektiven: Die Canon PowerShot G5 X und Canon PowerShot G7 X.

Nur die Canon PowerShot G5 X hat einen elektronischen Sucher:

Canon PowerShot G5 X.

Bildkontrolle:
Die unterschiedlich konstruierten Gehäuse resultieren auch aus verschiedenen Optionen bei der Bildkontrolle. Als einzige Kamera in unserem Test verfügt die Canon PowerShot G5 X (Testbericht) über einen elektronischen Sucher. Dieser wurde auf der Oberseite positioniert, was für den bekannten „Sucherbuckel“ sorgt. Der Sucher liegt in der optischen Achse und liefert ein großes, helles sowie scharfes Sucherbild.

Dieses besteht aus 2,36 Millionen Subpixel und kann zwischen 60 und 120 Bildern pro Sekunde umgeschaltet werden. Wer sich für letztere Bildrate entscheidet, bekommt eine besonders flüssige Wiedergabe zu sehen. Insgesamt macht der Sucher einen sehr guten Eindruck, komplett überblicken kann man ihn jedoch nur schwer.

Das Display der G5 X ist am flexibelsten einsetzbar, das LCD der G9 X am wenigsten flexibel:

v.l.n.r.: Canon PowerShot G5 X, PowerShot G7 X und PowerShot G9 X.

Wer stattdessen lieber ein Display nutzt, wird bei der G5 X aber auch nicht enttäuscht sein. Beim Spitzenmodell in unserem Vergleich kann man dieses drehen und schwenken, es lässt sich dadurch sehr flexibel einsetzen. Bei der PowerShot G7 X kann man das LCD „nur“ um 180 Grad nach oben schwenken, auch damit lässt sich aber recht gut arbeiten. Das LCD der PowerShot G9 X ist dagegen fest verbaut und kann weder gedreht noch geschwenkt werden. Der Blick auf das Display ist bei Selbstporträts daher nur bei der G5 X und der G7 X möglich. Die LCDs verfügen jeweils über 1,04 Millionen Subpixel, besitzen ein Seitenverhältnis von 3:2 und lassen durch große Einblickwinkel auch seitliche Betrachtungen ohne Farbverfälschungen zu.

Über eine Touchberfläche (hier am Beispiel der G5 X) verfügen alle drei Modelle:

Canon PowerShot G5 X.

Ebenso ist ein präzises Touchscreen vorhanden. Nur bei der G5 X zu finden ist ein Augensensor, dieser sorgt für die automatische Umschaltung zwischen dem Display und dem Sucher.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Canon PowerShot G5 X.

Die Gehäuse bestehen zum Teil aus Metall, zum Teil aus Kunststoff:

v.l.n.r.: Canon PowerShot G5 X, PowerShot G7 X und PowerShot G9 X.

Geschwindigkeit:
Bei einer Kamera zählt die Bildqualität natürlich zu den wichtigsten Features, aber auch die Arbeitsgeschwindigkeit ist in der Praxis bedeutend. In unserem Geschwindigkeitstest schneiden alle drei Canon-Kameras sehr ähnlich ab. Die Canon PowerShot G5 X liegt bei Serienaufnahmen mit 7,2 Bildern pro Sekunde für acht Bilder in Folge in Front, danach lassen sich mit ihr 6,0 Bilder pro Sekunde festhalten, bis die Karte gefüllt ist. Die G7 X und die G9 X erreichen jeweils kontinuierliche 6,1 Bilder pro Sekunde. Deutlich langsamer agieren alle drei Kameras im RAW-Format. Die G5 X kann hier 1,2 Bilder pro Sekunde festhalten, bei der G7 X sind es ebenso 1,2 Bilder pro Sekunde und bei der G9 X messen wir genau ein Bild pro Sekunde. Bei JPEG+RAW gibt es nur kleine Unterschiede. Die G5 X erreicht 1,3 Bilder pro Sekunde, die G7 X ein Bild pro Sekunde und bei der G9 X sind es 0,8 Bilder pro Sekunde. Echte Serienaufnahmen im RAW-Format sind in der Praxis damit quasi unmöglich.

Positiver lassen sich wieder die Fokussierungszeiten bewerten. Die PowerShot G7 X arbeitet mit 0,15 Sekunden am schnellsten, auf Platz zwei liegt die PowerShot G5 X mit 0,24 Sekunden und nur wenig langsamer als diese ist die Canon PowerShot G9 X (Testbericht) mit 0,26 Sekunden. Da in der Praxis allerdings auch die Auslöseverzögerung eine Rolle spielt, liegt die G5 X näher an der G7 X als es die Fokussierungszeiten vorgeben. Vom Drücken des Auslösers bis zum aufgenommenen Bild vergehen bei der G7 X genau 0,23 Sekunden, bei der G5 X sind es 0,26 Sekunden und bei der G9 X messen wir 0,30 Sekunden. Alle drei Werte sind relativ schnell, auch bei Schnappschüssen gibt es daher keine Probleme.

Das Design der Modelle ist grundsätzlich recht ähnlich, nur die G5 X hebt sich etwas ab:

v.l.n.r.: Canon PowerShot G5 X, PowerShot G7 X und PowerShot G9 X.

Die Einschaltzeiten und die Zeiten bis zur ersten Bildaufnahme nach dem Einschalten fallen ebenso recht ähnlich aus. Auch hier ist die G7 X am schnellsten, sie benötigt 1,43 Sekunden bis zur vollständigen Bereitschaft sowie 1,46 Sekunden bis zum ersten Bild. Die G9 X folgt mit 1,58 Sekunden bzw. 1,52 Sekunden. Die G5 X benötigt mit 1,63 Sekunden am längsten nach dem Einschalten bis zur vollständigen Displayanzeige, 1,53 Sekunden vergehen bis zur ersten Bildaufnahme.

Unsere Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Canon PowerShot G5 X und Canon PowerShot G7 X mit kleinem Vorsprung.

Funktionen und Features:
Die Fotoprogramme fallen bei allen drei Kompaktkameras nahezu identisch aus. Zwar hat die Canon PowerShot G7 X durch ein Programm für Filtereffekte eines mehr auf dem Wählrad zu bieten, diese Filter wurden bei der G5 X und der G9 X jedoch in das Szenenprogramm integriert. Hier finden sich daher sowohl Szenenmodi („Porträt“, Sterne“, „HDR“, …) als auch Filtereffekte („Monochrome“, „Postereffekt“, …). Gleich fallen die restlichen Fotoprogramme aus. Die automatische Belichtung kann über die Automatik oder die Hybrid-Automatik (zusätzliche Aufnahme von kurzen Videos) erfolgen, die PSAM-Modi erlauben manuelle Eingriffe und verschiedene Einstellungen lassen sich über das C-Programm abspeichern sowie abrufen. Bei der „Kreativen Aufnahme“ werden zudem sechs Bilder pro einmaligem Auslösen aufgezeichnet und mit unterschiedlichen Effekten versehen. Der Videomodus erlaubt verschiedene Einstellungen bei der Videoaufnahme.

Das Quickmenü der PowerShot G5 X und G9 X (hier am Beispiel der G9 X):

Canon PowerShot G9 X.

Das Quickmenü der Canon PowerShot G7 X:

Canon PowerShot G7 X.

Die Fokussierung erfolgt bei allen drei Kompaktkameras per Kontrastmessung, 31 Messfelder sind insgesamt vorhanden. Das Messfeld wird durch die Kamera bestimmt oder kann von Hand gewählt werden. Im Menü kann man sich zudem für die Größe des Feldes („Normal“ oder „Klein“) entscheiden. Die Kameras unterstützen auch eine kontinuierliche Scharfstellung, ebenso können Gesichter erkannt werden. Die kürzeste Naheinstellgrenze liegt allgemein bei 5cm. Manuell scharfstellen lässt sich über den Objektivring oder eines der Einstellräder, eine Fokuslupe und ein Peaking können hinzugeschaltet werden.

Die Belichtungszeit kann bei der Canon PowerShot G7 X (Testbericht) zwischen 250 Sekunden und 1/2.000 Sekunde gewählt werden, die G5 X und die G9 X haben 30 Sekunden und bis zu 1/2.000 Sekunde zu bieten. Sie verfügen zusätzlich allerdings noch über einen Bulbmodus, hier sind längere Belichtungszeiten als 30 Sekunden möglich.

ND-Filter lassen sich jeweils hinzuschalten, automatisch aber nur bei der G5 X sowie G9 X:

Canon PowerShot G9 X.

Damit Aufnahmen auch bei Sonnenschein mit der Offenblende möglich sind, hat Canon jeweils einen ND-Filter mit drei Blendenstufen integriert. Bei der Handhabung der ND-Filter gibt es allerdings einen Unterschied. Bei der G7 X muss dieser von Hand hinzu oder weggeschaltet werden, bei der G5 X und der G9 X kann diese Aufgabe auch eine Automatik übernehmen. Dies ist natürlich deutlich praktischer als immer selbst eingreifen zu müssen.

Unsere Wertung bei den Funktionen und Features: Unentschieden.

Im dritten und letzten Teil unseres Vergleichstests der Canon PowerShot G5 X, der Canon PowerShot G7 X und der Canon PowerShot G9 X nehmen wir die Videofunktion und die Erweiterbarkeit unter die Lupe. Zudem ziehen wir ein Fazit.

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