Panasonic GF6, Samsung NX3000 & Alpha 5000 im Duell (Teil 3)

Teil 3 von 3 des Vergleichstests der spiegellosen Systemkameras der Einsteigerklasse

Im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Panasonic Lumix DMC-GF6, der Sony Alpha 5000 und der Samsung NX3000 haben wir uns unter anderem die Kitobjektive, das Objektivangebot und die Arbeitsgeschwindigkeit angeschaut. In diesem dritten und letzten Teil stehen das Display, die Videofunktionen und die Erweiterbarkeit auf dem Prüfstand. Zudem ziehen wir ein Fazit.

Display:
Als Displays sind bei allen drei spiegellosen Systemkameras 3,0 Zoll große Modelle verbaut. Deutliche Unterschiede gibt es aber bei der Aufhängung und Auflösung. Die LCDs der Samsung NX3000 und Sony Alpha 5000 lassen sich nach oben klappen, jeweils um bis 180 Grad. Dargestellt werden rund 460.000 Subpixel. Deutlich mehr Pixel löst das Display der GF6 mit 1.040.000 Subpixel auf. Dadurch lassen sich die Aufnahmen wesentlich besser prüfen. Ob die Kamera richtig fokussiert hat, ist somit beispielsweise kein Ratespiel.

Bei geringer aufgelösten Displays ist das kaum oder nur eingeschränkt möglich. Ein weiterer Vorteil bei der GF6: Deren LCD kann man nicht nur nach oben klappen, sondern auch nach hinten. Letztendlich fallen auch die Einblickwinkel größer aus und über den Touchscreen – den wir bei der NX3000 und der Alpha 5000 vermissen – lässt sich die Kamera schnell und einfach bedienen. Somit bewegt sich das Display der GF6 auf Spitzenniveau und überzeugt deutlich mehr als die LCDs der Konkurrenten.

Das sehr variabel einsetzbare Display der Panasonic Lumix GF6:

Unser Sieger beim Display: Die Panasonic Lumix DMC-GF6, ihr Display ist mit Abstand das beste.

Videofunktion:
Die Videofunktion darf auch bei Einsteigerkameras nicht fehlen. Alle drei Kameras besitzen zwar etwas „abgespeckte“ Videofeatures, trotzdem sind mit ihnen aber Full-HD-Aufnahmen mit 1.920 x 1.080 Pixel möglich. Mit der GF6 und der Alpha 5000 lassen sich jeweils 25 Voll- oder 50 Halbbilder pro Sekunde mit AVCHD-Codierung festhalten, mit der NX3000 genau 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde als MP4-Datei.

Die halb automatische und manuelle Belichtung erlaubt nur die GF6, ebenso lässt sich nur bei dieser der Ton in vier Stufen pegeln. Bei der Bildqualität liegt die Panasonic Lumix GF6 in Front, ihre Aufnahmen zeigen die meisten Details. Etwa gleich auf liegen die Samsung NX3000 und die Sony Alpha 5000. Auch deren Bildqualität kann aber als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Ein externes Mikrofon für eine bessere Tonqualität lässt sich bei allen drei Kameras leider nicht anschließen.

Unser Sieger bei der Videofunktion: Die Panasonic Lumix GF6.

Die Alpha 5000 (links), die Lumix GF6 (Mitte) und die NX3000 (rechts) mit ausgeklapptem Blitz:

Erweiterbarkeit:
Die Erweiterbarkeit ist bei vielen Einsteigermodellen ein Punkt, an dem die Hersteller gegenüber den besser ausgestatteten Kameramodellen gerne sparen. Das zeigt sich bei unserem Testtrio sehr deutlich. Schnittstellen besitzt jede Systemkamera nur zwei, dies sind der übliche USB-Port und der HDMI-Ausgang. Wie bereits erwähnt, lässt sich ein externes Mikrofon bei keiner Kamera anschließen. Bei der Fernbedienung schauen zumindest die Besitzer einer GF6 in die Röhre, bei der NX3000 und Alpha 5000 lässt sich diese über den USB-Port anschließen. Die GF6 lässt sich immerhin per Smartphone über WLAN auslösen, dies beherrschen die beiden anderen Digitalkameras außerdem ebenso. Zudem ist jeweils ein NFC-Modul für die besonders komfortable und schnelle Verbindungsaufnahme vorhanden.

Ein besonderes Feature bietet die Sony Alpha 5000. Diese unterstützt die „PlayMemories“-Apps von Sony, über die neue Funktionen nachgerüstet werden können. So lässt sich beispielsweise eine Software für automatische Zeitraffervideos aufspielen.

Nur die Samsung NX3000 bietet einen Blitzschuh:

Die Samsung NX3000 mit aufgestecktem SEF8A-Blitz (Leitzahl 8 bei ISO 100, wird mitgeliefert):

Beim Blitzen liegt die NX3000 mit einem Blitzschuh vorne, allerdings muss man dafür auf einen integrierten Blitz verzichten. Die Alpha 5000 (Leitzahl 4 bei ISO 100) und GF6 (Leitzahl 6,3 bei ISO 160) besitzen jeweils ein im Kameragehäuse integriertes Modell, hier lässt sich mangels Blitzschuh aber wiederum kein externer Blitz aufstecken.

Unsere Sieger bei der Erweiterbarkeit: Diesen Platz teilen sich die Samsung NX3000 und die Sony Alpha 5000. Neben dem Einsatz einer Fernbedienung erlaubt die NX3000 als einziges der Modelle unseres Vergleichstests auch das Aufstecken eines Blitzes. Die Alpha 5000 kann dafür per Apps mit neuen Funktionen aufgerüstet werden.

Fazit:
Einsteiger-Systemkameras sind die günstigste Möglichkeit eine Kamera mit großem Bildsensor zu erwerben und verschiedene Objektive davor nutzen zu können. In unserem Vergleichstest haben wir uns drei der günstigsten Modelle angeschaut, die es preislich sogar mit (Premium-) Kompaktkameras aufnehmen können. Keine der drei getesteten Kameras besitzt bedeutende Schwächen, weshalb prinzipiell jedes Modell empfohlen werden kann.

Die NX3000 (links), die Panasonic GF6 (Mitte) und die Alpha 5000 (rechts) in der Draufsicht:

Aber worin unterscheiden sich die Modelle nun? Die größten Unterschiede sehen wir bei der Arbeitsgeschwindigkeit. Beim Fokussieren liegen die Kameras mit soliden Werten zwar noch gleich auf, bei der Einschaltzeit und der Serienbildfunktion liegen die Modelle jedoch weiter auseinander. Hier kann vor allem die Panasonic Lumix DMC-GF6 glänzen, die unserer Meinung nach das beste Gesamtpaket zu bieten hat. Die Bildrate ist mit 4,2 Bildern/Sek. noch ausreichend, der Pufferspeicher ermöglicht etwas längere Bildserien. Eingeschaltet ist die Kamera in unter einer Sekunde zudem extrem schnell. Die Sony Alpha 5000 ist uns mit 3,3 Bildern pro Sekunde doch etwas zu langsam, die Samsung NX3000 ist mit fünf Bildern pro Sekunde am flottesten, aber ihr Pufferspeicher für längere Serien zu klein. Bei beiden Kameras ist die Einschaltzeit mit zwei Sekunden zudem „nur“ durchschnittlich.
Etwas anders sieht es bei der Bildqualität aus, hier liegen die Alpha 5000 und die NX3000 mit ihren größeren APS-C-Sensoren vorne. Der Vorteil ist aber nicht so bedeutend, dass man die Bildqualität als entscheidendes Kriterium benennen könnte. Erst ab ISO 3.200 lassen sich größere Unterschiede erkennen.

Die drei Testkandidaten:

Punkte sammeln kann die Panasonic Lumix GF6 beim Display. Es lässt sich am universellsten einsetzen, zudem ist die Auflösung deutlich höher und als einziges LCD im Test verfügt es über eine Touchoberfläche.

Beim Kameragehäuse und der Bedienung liegen alle drei Systemkameras in etwa gleich auf, dies gilt ebenso für die Funktionen. Kleine Vorteile für die Panasonic Lumix GF6 gibt es bei der Videoaufnahme durch die manuellen Optionen, ebenso leicht liegt die Samsung NX3000 bei der Erweiterbarkeit durch den Blitzschuh vorne.

Beim Objektivangebot ist wieder die Panasonic Lumix GF6 in Führung, aber auch für die Samsung NX3000 und die Sony Alpha 5000 lassen sich die wichtigsten Objektivtypen erwerben. Wer keine speziellen Anforderungen hat, wird für jede der drei Systemkameras das passende Objektiv finden. Bei den Kitobjektiven präsentiert sich das Lumix G X Vario PZ 14-42mm F3,5-5,6 OIS mit der im Schnitt besten Abbildungsleistung.

Die Sony Alpha 5000 (links), die Panasonic GF6 (Mitte) und die Samsung NX3000 (rechts):

Einen Gesamtsieger zu bestimmen ist aufgrund der vielfältigen Bewertungspunkte schwierig, am Ende sticht aber doch die Panasonic Lumix GF6 mit der besten Gesamtleistung heraus. Nur bei der Bildqualität und der Erweiterbarkeit liegt sie etwas – jedoch nicht weit – zurück.

Unser Testsieger:

Unser Objektiv-Tipp: Auch wenn die Kitobjektive durchaus solide Ergebnisse liefern, würden wir jederzeit den Kauf einer (kompakten) lichtstarken Festbrennweite empfehlen. Diese verbessern die guten Lowlight-Fähigkeiten der Systemkameras nochmals spürbar.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

Zu unseren Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Panasonic Lumix DMC-GF6
Testbericht der der Samsung NX3000
Testbericht der Sony Alpha 5000

Links zum Artikel:

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