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Das Fazit zur Canon PowerShot SX60 HS

Zur Bildaufnahme setzt Canon bei der PowerShot SX60 HS (Datenblatt) auf ein 1/2,3 Zoll großes CMOS-Modell mit einer Auflösung von 15,9 Megapixel. Der ISO-Wert lässt sich zwischen ISO 100 und ISO 3.200 wählen, beim Speicherformat bietet Canon neben JPEG auch RAW (.CR2) an.

Die Bildqualität der PowerShot SX60 HS ist klassenüblich:

Die Bildqualität der Bridgekamera liegt in etwa auf dem klassenüblichen Niveau – was anhand der klassenüblichen technischen Ausstattung auch zu erwarten war. Die Aufnahmen sind durchaus detailreich, wobei Canon durch eine starke kamerainterne Nachschärfung hier auch kräftig nachhilft. Daher ist selbst bei ISO 100 ein leichtes „Grieseln“ in den Bildern sichtbar. Bei ISO 200 ist das Ergebnis ähnlich. Wer ISO 400 einstellt, muss dann mit einem ersten sichtbaren Detailverlust klarkommen, bei ISO 800 vernichtet die Rauschreduzierung weitere Details. ISO 1.600 sorgen für eine stark abfallende Bildqualität, ISO 3.200 sollten unbedingt vermieden werden.

Bei weniger Licht ist die Bildqualität bis ISO 200 ganz ordentlich, ISO 400 kann man mit ein paar Abstrichen noch nutzen. Bei ISO 800 sind größere Ausgabegrößen durch den starken Detailverlust schon nicht mehr sinnvoll, ISO 1.600 und ISO 3.200 sind keine Option mehr. Mehr als ISO 800 würden wir daher bei der PowerShot SX60 HS nicht empfehlen. Im Optimalfall sollten aber auch ISO 400 schon nicht überschritten werden. Dies ist bei der doch schwachen Lichtstärke des Objektivs aber natürlich nur selten möglich.

Beim Fokussieren gehört die Bridgekamera zu den langsameren Modellen:

In unserem Geschwindigkeitstest ist das Abschneiden der Bridgekamera durchwachsen. Mit maximal 8,3 Bildern pro Sekunde ist die Serienbildbildgeschwindigkeit hoch, diese Geschwindigkeit ist aber auf sechs Bilder in Folge begrenzt. Sind diese erreicht, lassen sich allerdings weiterhin gute 6,2 Bilder pro Sekunde festhalten. Nur der Speicherplatz ist hier der begrenzende Faktor. Im RAW-Format sind nur noch deutlich langsamere 1,5 Bilder pro Sekunde möglich, bei JPEG+RAW sogar nur 1,3 Bilder pro Sekunde.

Der Autofokus der PowerShot SX60 HS gehört nicht zu den schnellsten Modellen. Im Weitwinkel messen wir 0,38 Sekunden, bis das Bild scharfgestellt ist, im Telebereich ist dieser Zeitraum deutlich länger. Vor allem bei nicht optimalen Lichtbedingungen sind mehr als eine Sekunde zum Scharfstellen durchaus im Bereich des üblichen. Vom Einschalten bis zur vollständigen Displayanzeige macht die Kamera mit 1,36 Sekunden eine deutlich bessere Figur, das erste Bild lässt sich nach 1,50 Sekunden aufnehmen.

Die Farbwiedergabe der SX60 HS bewegt sich etwas unter dem Durchschnitt. In der Praxis sind die Abweichungen vom Sollwert aber noch in Ordnung, Probleme gibt es keine.

Bei maximaler Brennweite fährt der Objektivtubus weit aus dem Gehäuse heraus:

Canon setzt auf eine Anfangsbrennweite von 21mm, das Teleende ist erst bei 1.365mm erreicht. Für diesen großen Zoombereich kann man sich über die Abbildungsleistung nicht beklagen. Die Bildecken liegen zwar nie auf dem Niveau der Bildmitte, dies dürfte jedoch kaum jemand erwarten. Gut korrigiert wurden die Verzeichnung und die Vignettierung, auch chromatische Aberrationen fallen nur selten stärker auf. Die kleine Blendenöffnung macht dem Sensor der SX60 HS natürlich schwer zu schaffen, mit F3,4 bis F6,5 kommt nicht allzu viel Licht am Sensor an.

Natürlich hat Canon einen optischen Bildstabilisator verbaut, bei dieser Brennweite wäre alles andere nicht sinnvoll. Aber auch der beste optische Bildstabilisator kann am Teleende keine Wunder mehr vollbringen. Das Vorschaubild wackelt sichtbar, längere Belichtungszeiten ergeben sich durch die kleine Blendenöffnung selbst am Tag. Von einer Stativpflicht bei langen Brennweiten wollen wir noch nicht sprechen, aber niedrige Sensorempfindlichkeiten lassen sich ohne dieses nur selten realisieren.

Unser Fazit:
Die Canon PowerShot SX60 HS (Praxis) ist der neue Megazoomriese des japanischen Herstellers und mit einem 65-fach-Zoom mit 21 bis 1.365mm KB-Brennweite sowie einer relativ guten Abbildungsleistung ausgestattet. Die Ausstattung bewegt sich aber nicht nur beim Objektiv auf einem guten bis sehr guten Niveau, auch auf anderen Feldern kann die Bridgekamera punkten. Dazu gehören das relativ kompakte Kameragehäuse, das durch den ergonomisch geformten Handgriff solide in der Hand liegt, das klapp- und drehbare Display mit seiner hohen Auflösung und das extra Einstellrad auf der Oberseite. Zudem weiß die Digitalkamera mit vielen Einstellungsmöglichkeiten im Menü, drei konfigurierbaren Tasten und vielen Schnittstellen zu gefallen. Neben dem üblichen USB- und HDMI-Port sind auch eine Schnittstelle für eine Fernbedienung und ein Mikrofoneingang vorhanden.

Die SX60 HS vereint eine überzeugende Ausstattung mit einem sehr guten Handling:

Die Videofunktion sorgt mit 60 Vollbildern pro Sekunde für flüssige Aufnahmen, die Bildqualität fällt sehr gut aus und es lässt sich sogar bei Videos manuell belichten. Dies ist natürlich auch bei Fotos möglich, wobei man mit zwei Customprogrammen noch mehr Freiheiten hat. Abgerundet wird die sehr gute Ausstattung durch die Möglichkeit der RAW-Aufnahme, was für mehr Spielraum bei der nachträglichen Bildbearbeitung sorgt. Ebenso können der Makromodus mit 0cm Naheinstellgrenze und der manuelle Fokus mit Fokuslupe und Peakingunterstützung überzeugen.

Schwachstellen besitzt die Canon PowerShot SX60 HS (Produktbilder) aber auch. Schon bei geringeren Sensorempfindlichkeiten zeigt sich bei Vergrößerung teilweise ein stärkeres Bildgrieseln, durch das lichtschwache Objektiv kommt man an höheren ISO-Werten im Telebereich nicht vorbei. Der elektronische Sucher ist trotz seiner höheren Auflösung von 922.000 Subpixel nicht gerade eine Offenbarung, durch den fehlenden Augensensor ist der Wechsel vom Display zum Sucher wenig komfortabel.

Vor allem beim Scharfstellen zeigt die Bridgekamera eine größere Schwäche:

Die Serienbildrate ist leider nur im JPEG-Format hoch, RAWs werden mit maximal mit 1,5 Bildern pro Sekunde festgehalten. Abstriche sind auch beim Autofokus nötig. Im Weitwinkelbereich ist die Fokussierungszeit mit 0,38 Sekunden mittelmäßig, im Telebereich sorgen schlechtere Lichtverhältnisse für teilweise dreimal solange Fokussierungszeiten.

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Pro&Contra zur Canon PowerShot SX60 HS

  • Klassenübliche Bildqualität (für eine Bridgekamera)
  • 65-fach-Zoomobjektiv mit extrem großem Brennweitenbereich (21 bis 1.365mm nach KB)
  • Mit 21mm sehr großer Weitwinkelbereich
  • Abbildungsleistung des Objektives für diese Brennweitenabdeckung ordentlich
  • Sehr effektiver optischer Bildstabilisator (außer bei Video)
  • Die Digitalkamera liegt sehr gut in der Hand
  • Klapp- und schwenkbares, 3,0 Zoll großes Display mit 922.000 Subpixel
  • Hohe Bildrate im Serienbildmodus (im Labor bis zu 8,3 Bilder/Sek. für 6 Bilder in Folge)
  • Drei belegbare Custom-Tasten
  • Einstellrad für die Blende oder die Belichtungszeit
  • Voll-, halbautomatische und manuelle Belichtung möglich
  • Zwei konfigurierbare Custom-Programme vorhanden
  • 7 Kreativfilter- und 6 Szenenmodi ("Sport", "HDR", "Farbverstärkung", ...)
  • Sehr guter Makro-Modus (ab 0cm Motivabstand)
  • Aufnahme im RAW-Bildformat möglich (ebenso natürlich JPEG+RAW)
  • Zubehörschuh für Aufsteckblitze vorhanden
  • Full-HD-Videoaufnahme (1.920 x 1.080 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde
  • Sehr gute Bildqualität im Videomodus (siehe unsere drei Beispielvideos)
  • Gute Tonqualität des integrierten Stereomikrofons, Pegel einstellbar
  • Anschluss für ein externes Mikrofon vorhanden
  • WLAN und NFC vorhanden (Datenübertragung und Fernsteuerung möglich)
  • Kompatibel zu allen von uns getesteten Speicherkarten bis 256GB
  • Kompatibel zur 16GB Toshiba SDHC UHS-II EXCERIA PRO 260/240MB/S Ultra-High-Speed Karte
  • Kompatibel zur 256GB Lexar Professional 600x Speed (UHS-I, Class 10) SDXC Speicherkarte
  • Bereits bei niedrigen Sensorempfindlichkeiten ist teilweise ein leichtes Rauschen sichtbar
  • Der elektr. Sucher ist zwar hoch aufgelöst (922.000 Subpixel), am Bildrand jedoch etwas unscharf
  • Kein Augensensor zum Wechsel zwischen Sucher und Display vorhanden
  • Der Autofokus benötigt vor allem im Telebereich zu lange zum Scharfstellen

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

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Kommentare

Hallo, ich würde mich über ...

Hallo, ich würde mich über einen Test der Panasonic TZ-71 interessieren, insbesondere der Vergleich der Bildqualität, ob die Verringerung der Pixelzahl im Vergleich zur TZ-61 eine Verbesserung der Lichtempfindlichkeit mit sich bringt. Beim Test von Chip wird dies behauptet, an den Bildern bei Chip kann ich es nicht wirklich erkennen.

Viele Grüße
Wolfram Rieber

Durch das herab senken der ...

Durch das herab senken der Auflösung, bekommen die einzelnen Pixel auch wieder mehr Platz auf dem Sensor zur Verfügung (Google: Pixelpitch oder auch Dot Pitch). Da mehr Platz zur Verfügung steht, können die Pixel auch größer angeordnet werden und sind deswegen auch lichtempfindlicher. Ob sich das jedoch in der Praxis sichtbar bemerkbar macht, wenn eine Nachfolgekamera von z.B. 16MP auf 12MP reduziert wird, möchte ich mal bezweifeln. Wenn dann müsste schon auf 8MP oder 6MP reduziert werden. Dann kann man sicherlich von sichtbarer Steigerung der Bildqualität reden.

Finde diese Kamera richtig cool ...

Finde diese Kamera richtig cool und würde gerne noch mehr über sie erfahren! Kann mir jemand ein bisschen über sie erzählen der diese Kamera besitzt oder sich damit auskennt?

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