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Praxisbericht zur Nikon Coolpix P7800

Unsere Hands-On-Videovorstellung der Nikon Coolpix P7800 geht auf die Tasten und Wählräder sowie auf weitere wichtige Features der Digitalkamera ein.

Beim Kameragehäuse macht Nikon bei der Coolpix P7800 (Technik) nicht vieles neu, die Digitalkamera fällt wegen des hinzugekommenen Suchers aber etwas höher als das Vorgängermodell Coolpix P7700 aus. Wieder sehr hochwertig verarbeitet ist das Metallgehäuse, es wirkt ausgesprochen solide. Eine gute Handlage hat Nikon dabei nicht vernachlässigt, denn der Handgriff lässt sich gut greifen und ist zudem auch noch mit einer weichen sowie aufgerauten Gummioberfläche versehen.

Aber nicht nur das Gehäusematerial kann überzeugen, Nikon hat der Coolpix P7800 (Datenblatt) eine große Zahl an Tasten und Wählrädern spendiert. Zum einen besitzt die Digitalkamera fünf Einstellräder. Damit lassen sich die Blende und die Verschlusszeit schnell anpassen, es kann in den Menüs komfortabel navigiert werden und die Belichtungskorrektur lässt sich um minus bis plus drei Blendenstufen verändern. Clever ist dabei die neben dem Wählrad zur Belichtungskorrektur platzierte LED. Diese leuchtet auffällig rot auf, sobald das Belichtungskorrektur-Wählrad verdreht wurde. Somit kann ein versehentliches Verstellen schnell bemerkt werden - bzw. wird der Fotograf durch das rote Licht daran erinnert, die Belichtungskorrektur nach Verwendung wieder auf Null zu stellen.

Über das Programmwählrad werden zwölf Fotoprogramme erreicht. Dies sind natürlich die PASM-Modi, die Vollautomatik und der Videomodus. Zudem stehen auch ein manueller Videomodus, eine „Scene“-Einstellung für verschiedene Szenen (19 verschiedene Aufnahmesituationen wie „Sport“, „Nachtaufnahme“ und „Panorama“, …) und eine „Effects“-Einstellung mit zehn digitalen Filtereffekten (unter anderem „Kreatives Schwarzweiß“, „Gemälde“ „Cross-Entwicklung“, …) zur Verfügung. Nicht vergessen werden sollten außerdem die drei User-Modi (U1, U2 und U3) der Nikon Coolpix P7800 (Hands-On-Video). Diese erlauben das Abspeichern von individuell zusammengestellten Fotoprogrammen.

Bei den Tasten lassen sich zwei Fn-Tasten konfigurieren, auch für die AE-L bzw. AF-L-Taste gibt es vier Optionen (AF und AE-Lock, AE Lock, AE ein bzw. aus, AF Lock). Die Fn1-Taste erlaubt in Kombination mit den verschiedenen Wählrädern das schnelle Verändern verschiedener Parameter, wie zum Beispiel der Belichtungsmessmethode. Dazu wird die Fn-Taste gedrückt gehalten und das vordere oder hintere Einstellrad gedreht. In dieser Kombination sind jeweils acht mögliche Parameter vorhanden (Belichtungsmessung, Serienaufnahme, ISO, …). Mit der Fn1-Taste und dem Auslöser lassen sich weitere vier Parameter (u. a. das Bildformat) verändern. Mit der Fn2-Taste kann zudem eine weitere Einstellung (beispielsweise ND Filter an/aus) direkt erreicht werden. Tasten und Wählräder besitzt die Nikon Coolpix P7800 nicht nur viele, sie fallen auch relativ groß aus und lassen sich bequem bedienen.

Das Quick-Menü wird über die „Qual/ISO/WB“-Taste erreicht und erlaubt neben dem Verändern des Bildformates und dem Einstellen der Sensorempfindlichkeit auch die Konfiguration des Weißabgleichs sowie der Belichtungsreihen. Zudem kann ein eigenes Menü zusammengestellt werden und auch der Bildstil ist wähl- und anpassbar.

Im Hauptmenü - welches in ein Aufnahme- und ein Systemmenü unterteilt ist - stehen diverse  Einstellungen zur Verfügung. Hier kann unter anderem die ISO-Schrittweite angepasst und die Zoomgeschwindigkeit in drei Stufen (Automatik, Normal, Leise) gewählt werden. Ebenso lassen sich auch die kamerainternen Korrekturen zuschalten oder die automatisch angefahrene Brennweite nach dem Einschalten der Digitalkamera festlegen. Die Wahl der fotografischen Parameter ist hier natürlich auch möglich. Wünsche lässt die Nikon Coolpix P7800 (Bildqualität) bei der Bedienung somit kaum offen, die Abstimmungsmöglichkeiten der Kompaktkamera sind fast unendlich und ein großer Pluspunkt für die P7800.

Bei der Fokussierung kann man sich zwischen der Automatik und dem manuellen Scharfstellen entscheiden. Das Setzen der Schärfe bei manueller Wahl wird von einer Displaylupe unterstützt, wer automatisch scharfstellt, hat diverse Optionen: Zum einen kann in den Makromodus mit einer Naheinstellgrenze von ungefähr zwei Zentimeter geschaltet werden, zum anderen gibt es auch eine „unendlich“-Option. Das AF-Messfeld lässt sich manuell im Bildfeld verschieben, wird von der Kamera automatisch gewählt oder es wird auf die Bildmitte fokussiert (mit einem großen oder einem normalen Messfeld). Zudem gibt es bei der Nikon Coolpix P7800 (Geschwindigkeit) die Möglichkeit zur Gesichtserkennung, zur Motivverfolung und zur AF-Zielsuche.

Bei der Belichtung erlaubt die Kamera zwar grundsätzlich Verschlusszeiten zwischen 1/4.000 Sekunde und 60 Sekunden, Zugriff darauf erhält man aber nur eingeschränkt. Im manuellen Belichtungsprogramm wird die Verschlusszeit auf 60 Sekunden und bis zu 1/2.000 Sekunde begrenzt, im Modus Zeitvorwahl ("S") stehen maximal 1 Sekunde und minimal 1/4.000 Sekunde zur Verfügung.

Das rückseitige LCD kam - wie bereits erwähnt - bereits bei der Nikon Coolpix P7700 zum Einsatz. Es weiß nicht nur mit seiner hohen Auflösung von 921.000 Subpixel zu gefallen, die dreh- und schwenkbare Lagerung erlaubt einen sehr variablen und damit auch komfortablen Einsatz. Zudem besitzt das LCD eine große Blickwinkelstabilität. Nur die Möglichkeit zur Touchsteuerung fehlt leider gänzlich, dies wäre als zusätzliche Steuerungsmöglichkeit durchaus praktisch - mit der P7800 lässt sich aber auch ohne Touch sehr gut arbeiten.

Der elektronische Sucher ist die einzige Neuheit im Vergleich zum Vorgänger Nikon Coolpix P7700 (zum dkamera.de-Testbericht), weshalb dieser natürlich genauer unter die Lupe genommen werden sollte. Er kann leider nur per Taste aktiviert werden, ein automatisches Wechseln zwischen Display und Sucher über einen Augensensor ist somit nicht möglich. Immerhin schaltet sich der Sucher automatisch ein, wenn das Display umgedreht zugeklappt wird bzw. beim Kamerastart nach innen zugeklappt ist. Verbesserungsbedürftig: Der Wechsel zwischen Sucher und Display sollte noch einen Tick schneller vonstatten gehen (Dauer: etwa 1,5 bis 2 Sekunden). Der elektronische Sucher löst 921.000 Subpixel auf, was für eine gute Darstellung sorgt. Das Sucherbild ist zwar nur klein, dies wird aber vermutlich an den begrenzten Platzmöglichkeiten des Gehäuses liegen. Insgesamt ist der Sucher - auch durch die vielen möglichen Einblendungen - eine gute Alternative zum Display, was bei Kompaktkameras nur sehr selten vorkommt. Auch an dieser Stelle verdient sich die P7800 also ein dickes Lob.

Videos lassen sich mit der Nikon Coolpix P7800 (Beispielaufnahmen) in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 25 Vollbildern (PAL) bzw. 30 Vollbildern (NTSC) pro Sekunde und H.264-Codierung speichern. Zudem kann auch bei HD und VGA-Auflösung diese Bildrate gewählt werden. Wer mit 30 Vollbildern pro Sekunde filmen möchte, muss dazu explizit die TV-Einstellung von PAL auf NTSC ändern. Des Weiteren erlaubt die Coolpix P7800 das Aufzeichnen von Zeitlupenvideos mit doppelter Bildrate (720p50) und von Zeitraffervideos mit halber Bildrate (1080p12,5). Die Videos (Bitrate rund 16 Mbit/s bei 1080p25) besitzen eine gute Bildqualität, die Tonaufnahme des Stereomikrofons ist akzeptabel - wem die Qualität der Tonaufnahme nicht ausreicht, der kann zu einem externen Mikrofon mit 3,5mm Klinkenstecker greifen. Das Zoomgeräusch lässt sich kaum auf der Tonspur wahrnehmen, es wird allerdings auch kameraintern unterdrückt, weshalb sich die Audioaufnahme beim Zoomen etwas "korrigiert" anhört. Pegeln lässt sich das Mikrofon in drei Stufen („Hoch“, „Mittel“, „Gering“).

Der Autofokus stellt teilweise schnell scharf, zwischendurch benötigt er aber auch deutlich länger. Ungewohnt: Videos werden per Fotoauslöser gestartet, eine Taste für die Videoaufnahme besitzt die Kompaktkamera nicht. Neben der manuellen Belichtung über den „normalen“ Videomodus, erlaubt der "CSM"-Videomodus, auch „Fortgeschrittenes Filmen“ genannt, das Einstellen der Blende oder der Blende und der Verschlusszeit. Ein echter Pluspunkt für die Kamera ist der Mikrofoneingang (3,5mm), der den Anschluss von externen Mikrofonen erlaubt. Diesen bieten - wie gesagt - sehr wenige Kompaktkameras. Wir haben für Sie drei Beispielvideos in voller Videoauflösung aufgenommen, damit Sie sich an dieser Stelle auch selbst ein Bild der Videofähigkeiten der P7800 machen können.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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