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Das Fazit zur Panasonic Lumix DC-GX9

Als Bildwandler kommt bei der Panasonic Lumix DC-GX9 (Datenblatt) das aktuelle (Stand: Juni 2016) Spitzenmodell im Micro-Four-Thirds-Segment zum Einsatz. Dieses misst 17,3 x 13,0mm und löst 5.184 x 3.888 Pixel auf. Ein MFT-Sensor mit höherer Auflösung ist aktuell nicht erhältlich. Bei der Sensorempfindlichkeit kann der Fotograf zwischen ISO 100 und ISO 25.600 wählen, ISO 100 wird allerdings nur per Erweiterung erreicht. Bilder speichert die Kamera im JPEG- und RAW-Format, das funktioniert wie üblich auch parallel.

Die Bildqualität der Digitalkamera bewegt sich auf dem Niveau der G9, die Abweichungen sind gering. Bis ISO 400 gibt die DSLM Details sehr gut wieder, ein Rauschen ist selbst bei den RAW-Dateien nicht zu sehen. Ab ISO 800 tritt dieses sehr leicht in Erscheinung, ohne starke Vergrößerungen fällt es aber nicht auf. Einschränkungen gibt es daher praktisch nicht.

Bei ISO 1.600 sorgt die kamerainterne Rauschreduzierung bei den JPEG-Fotos erstmals für leichte Detailverluste, die Bilder lassen sich trotzdem noch gut verwenden. Bei ISO 3.200 werden die Aufnahmen schon stärker beeinflusst, spätestens bei ISO 6.400 ist eine deutliche Glättung zu sehen. Höhere Sensorempfindlichkeiten sind nicht mehr zu empfehlen, ISO 12.800 ist allenfalls bei geringen Ansprüchen an die Qualität noch nutzbar.

Bei schlechteren Lichtverhältnissen gibt die GX9 Details bis ISO 800 sehr gut wieder, auch ISO 1.600 kann man problemlos einsetzen. Wenn ISO 3.200 benötigt wird, sind erste größere Qualitätsabstriche hinzunehmen. Hier löst die DSLM feine Details nicht mehr auf. ISO 6.400 ist nur noch mit Bedacht zu verwenden, die Detailwiedergabe lässt sichtbar nach. Auf höhere ISO-Werte sollte der Fotograf wegen der nicht mehr ausreichenden Bildqualität verzichten.

Die GX9 hat eine hohe Bildrate sowie einen schnellen Autofokus zu bieten:

Was die Geschwindigkeit anbelangt, positioniert sich die GX9 - wie viele Kameras von Panasonic - am oberen Ende. Serienaufnahmen sind bei einmaliger Vorfokussierung mit einer Geschwindigkeit von 9,3 Bildern pro Sekunde möglich. Wer sich für das JPEG-Format entscheidet, kann bei einer sehr schnellen Speicherkarte dabei so viele Bilder in Serie aufnehmen, bis diese gefüllt ist. Im RAW-Format haben wir 8,8 Bilder pro Sekunde für 34 Aufnahmen in Folge gemessen, danach wird die Kamera mit 1,7 Bildern pro Sekunde deutlich langsamer. Bei der gleichzeitigen JPEG+RAW-Speicherung sind es 9,3 Bilder pro Sekunde für 28 Fotos in Serie. Selbst wer sich nicht für das JPEG-Format entscheidet, kann mit der DSLM also durchaus etwas längere Bildserien festhalten. Bei bewegten Motiven und der kontinuierlichen Fokussierung erreicht die Kamera bis zu sechs Bilder pro Sekunde und ist damit etwas langsamer. Das Scharfstellen erledigt die Panasonic Lumix DC-GX9 grundsätzlich sehr schnell, bei unserem Test haben wir 0,09 Sekunden gemessen. Die Auslöseverzögerung liegt bei 0,03 Sekunden. Vom Einschalten der DSLM bis zur vollständigen Displayanzeige vergehen 1,03 Sekunden, das erste Bild ist nach 1,06 Sekunden im Kasten. Beide Werte sind sehr gut.

Die Farbwiedergabe der Kamera fällt eher  unterdurchschnittlich aus, größere und problematische Abweichungen von den Sollwerten gibt es nicht.

Durch den beweglichen Bildwandler gleicht Panasonic bei den meisten seiner spiegellosen Systemkameras Verwacklungen aus, in Kombination mit einem kompatiblen Objektiv lässt sich die duale Bildstabilisierung realisieren. Panasonic nennt für die kameraeigene Stabilisierung bis zu fünf Blendenstufen, der Spitzenwert der G9 mit 6,5 Blendenstufen wird damit nicht erreicht. In unserem Praxistest konnten wir bei 120mm KB-Brennweite scharfe Aufnahmen bis zu einer Belichtungszeit von 1/10 Sekunde realisieren. Dies entspricht einer Kompensationsleistung von drei bis vier Blendenstufen und stellt ein sehr gutes Ergebnis dar.

In puncto Bildqualität und Arbeitsgeschwindigkeit überzeugt die DSLM durchgängig:

Unser Fazit:
Mit der Lumix DC-GX9 (Praxis) hat Panasonic sein Angebot an DSLMs im Messsucherstil 2018 wieder einmal erweitert. Die GX9 stellt allerdings nicht das Nachfolgemodell der GX8 dar, sondern steht für die neue, bislang nicht besetzte Mittelklasse. Dafür sprechen viele Punkte, in denen die GX9 weniger als die GX8 zu bieten hat. Als Beispiel sind hier das Gehäusematerial (Kunststoff statt Magnesium), die fehlenden Abdichtungen und der kleinere Sucher zu nennen. Die GX9 ist trotzdem kleine schlechte Kamera, sondern hält für Fotografen, die eine kompakte DSLM suchen, ein ansprechendes Gesamtpaket bereit. Der Preis liegt zudem deutlich unterhalb der GX8.

Bei Fotoaufnahmen gehört die GX9 zu den besten Modellen mit Micro-Four-Thirds-Sensoren auf dem Markt, bis ISO 1.600 lässt sich ohne und bis ISO 3.200 ohne allzu große Abstriche arbeiten. Auch die Arbeitsgeschwindigkeit muss man loben, 9,3 Bilder pro Sekunde und ein recht großer Pufferspeicher können sich sehen lassen. Die Fokussierungszeit fällt des Weiteren sehr kurz aus, und nach dem Einschalten muss man sich nur etwas mehr als eine Sekunde gedulden, bis Fotos aufgenommen werden können. Die Featureliste der Panasonic Lumix DC-GX9 ist sehr lang, den Verzicht auf die 6K-Foto- und High-Resolution-Aufnahme finden wir doch etwas schade.

Trotz kleinen Gehäuses besitzt die GX9 viele Bedienelemente, das ist Vor- und Nachteil zugleich:

Beim Bedienen sind uns sowohl positive als auch negative Aspekte aufgefallen. Viele Einstellräder und Tasten erlauben das schnelle Verändern wichtiger Parameter, das doppelte Einstellrad auf der Oberseite und die flachen Tasten stellen aus unserer Sicht aber nicht die beste Lösung dar. Wer etwas größere Hände besitzt, kann vom als Zubehör erhältlichen Handgriff profitieren. Damit liegt die Kamera – gerade beim Einsatz von etwas schwereren Objektiven – besser in der Hand. Natürlich sind die kleinen Abmessungen des Gehäuses auch von Vorteil. Dadurch passt die Panasonic Lumix DC-GX9 (Produktbilder) in eine kleine Fototasche oder mit kompaktem Objektiv sogar in größere Jackentaschen. Als kompakte „Immerdabei“-Lösung eignet sie sich durchaus. Das ist erstaunlich, da auf einen schwenkbaren Sucher, ein ebenfalls schwenkbares Display (jeweils mit hoher Auflösung), einen integrierten Blitz und einen Blitzschuh nicht verzichtet werden muss. Bei der Bildkontrolle stehen somit alle Optionen zur Verfügung, bei nicht optimalen Lichtverhältnissen ebenfalls.

Für Fotografen hat die GX9 viel zu bieten, bei Videos ist die Leistung dagegen eher durchschnittlich:

Der Videomodus der Kamera macht mit 4K- sowie Full-HD-Aufnahmen und einigen manuellen Optionen zwar durchaus eine gute Figur, mehr als 30 Vollbilder pro Sekunde sind in 4K und mehr als 60 Vollbilder pro Sekunde in Full-HD leider nicht möglich.

Ein recht starker Crop bei erstgenannten Aufnahmen und der fehlende Mikrofoneingang machen die Panasonic Lumix DC-GX9 (Beispielaufnahmen) nicht zur ersten Wahl für Videografen. Für Fotografen ist die Leistung dagegen ansprechend.

Pro&Contra zur Panasonic Lumix DC-GX9

  • Sehr gute Bildqualität (bis etwa ISO 800)
  • Auch hohe ISO-Werte bis ISO 3.200 noch recht gut nutzbar
  • Großes und hochauflösendes (3,0 Zoll, 1,24 Millionen Subpixel) schwenkbares Display
  • Sehr präziser kapazitiver Touchscreen
  • Hochauflösender elektronischer Sucher (2,76 Millionen Subpixel), aber siehe Contra
  • Sehr hohe Bildrate (im Labor: 9,3 Bilder/Sek.; bei JPEG unbegrenzte Bildserie)
  • Sehr schneller und treffsicherer AF (Fokussierung inkl. Auslöseverzögerung nur 0,12 Sek.)
  • Kurze Einschalt- und Wartezeit bis zum ersten Bild nach dem Einschalten
  • Effektiver integrierter Bildstabilisator (bei Foto und Video)
  • Acht Fn-Tasten lassen sich individualisieren (fünf davon sind allerdings Touchtasten)
  • Sehr viele Einstellungsmöglichkeiten im Menü vorhanden
  • Quickmenü und "Mein Menü" für die wichtigsten Optionen vorhanden
  • Manueller Fokus mit Peaking-Unterstützung und Displaylupe
  • Kürzeste Verschlusszeit 1/16.000 Sekunde (mit dem mechanischen Verschluss 1/4.000 Sek.)
  • 4K-Fotomodus mit 30 Bildern pro Sekunde bei rund acht Megapixel
  • Post-Fokus-Aufnahme für unter anderem Bilder mit hoher Schärfentiefe
  • Zeitrafferfunktion und Stop-Motion-Animation vorhanden
  • Aufnahme im RAW-Bildformat möglich (ebenso natürlich JPEG+RAW)
  • Voll- und Halbautomatiken sowie manueller Belichtungsmodus vorhanden
  • 22 Kreativfilter ("Retro", "Impressiv", "Cross-Prozess", ...)
  • WLAN und Bluetooth für kabellose Fernsteuerung & Datenübertragung (jedoch kein NFC)
  • Zubehörschuh für ein Blitzgerät vorhanden
  • 4K-Videoaufnahme mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde (2160p30)
  • Full-HD-Videoaufnahme mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde (1080p60)
  • Exzellente Bildqualität im Videomodus (siehe unsere Beispielvideos)
  • Schneller und treffsicherer Autofokus im Videomodus
  • Volle manuelle Kontrolle im Videomodus sowie viele Videooptionen vorhanden
  • Kompatibel zu allen von uns getesteten Speicherkarten bis 256GB Kapazität
  • Zur 256GB SDXC-Speicherkarte Lexar Professional 600x Speed (UHS-I, Class 10) kompatibel
  • Zur 64GB SDXC-Karte Lexar Professional 2.000x (300MB/Sek) UHS-II Class 10 kompatibel
  • Viele Bedienelemente befinden sich auf der Oberseite auf kleiner Fläche
  • Die Oberfläche ist trotz Gummierung glatt, der Griff recht flach
  • U. a. für Brillenträger nicht komplett einsehbares Sucherbild
  • Der Sucher zeigt bei schnellen Augen-/Kamerabewegungen einen Regenbogeneffekt
  • Kein Mikrofoneingang

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

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Kommentare

Ich möchte noch einmal auf ...

Ich möchte noch einmal auf die prozentuale Bewertung zurückkommen:
Hier Ihre Ergebnisse mehrerer für mich interessanter Kameras mit MFT-Anschluss:

Panasonic G9 96,52 % in 2018
Olympus OMD 1 II 95,85 % in 2017
Panasonic GX80 94,05 % in 2016
Panasonic GX9 90,62 % in 2018
Olympus OMD 10 III 88,85 % in 2018
Olympus PL9 84,92 % in 2018

Nach Ihrer Aussage sind die Testberichte zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden und die Wertungen nur bedingt miteinander vergleichbar (je weiter zwei Testzeitpunkte auseinander liegen, desto weniger). Aufgrund der stetig fortschreitenden Kamera-entwicklungen müssen die Testkriterien im Laufe der Zeit immer wieder angepasst werden, ansonsten würden alle Kameras früher oder später über 100 Prozent bewertet.

Da bin ich anderer Auffassung:
Lieber zukünftige Kameras > 100 % bewerten.
Dann kann man den technischen Fortschritt viel besser beurteilen, so ist die %-Zahl für mich wertlos.
Ansonsten schätze ich Ihre Beurteilungen sehr, vielen Dank dafür

Hallo, eine Bewertung mit mehr ...

Hallo,
eine Bewertung mit mehr als 100 Prozent ist schon allein aus systemischen Gründen nicht möglich/vorgesehen. Zum anderen funktioniert unser Bewertungsschema wie folgt: 100 Prozent würden für eine Kamera vergeben werden, die in allen Punkten die perfekte Leistung erreicht. 2016 oder noch früher waren dabei natürlich ganz andere Maßstäbe anzusetzen, als es heute sind. Jedes Bewertungsschema weist naturgemäß gewisse Stärken und Schwächen auf. Wir könnten ältere Kameras abwerten, das wäre für die Leserinnen und Leser aber natürlich verwirrend. Wer Tests zu unterschiedlichen Zeitpunkten liest, würde in einem solchen Fall mit unterschiedlichen Bewertungen (Sterne, Prozentzahlen) konfrontiert, was deutlich größere Nachteile für unsere Leserinnen und Leser mitbringen würde als unser aktuelles Bewertungssystem. Denn dann würden beispielsweise auch textliche Formulierungen unserer Testberichte nicht mehr mit den Bewertungen übereinstimmen.

Die Angaben in % oder ...

Die Angaben in % oder Sternen ist meines Erachtens sinnfrei, da sie offenbar nichts über die Qualität der Kamera aussagen.
Vergleicht man die GX80 (94,05%) mit der GX9 (90,62 %) dann muß man davon ausgehen, dass die GX80 die bessere Kamera ist.

So hat die GX9 Abzüge bei Funktionen und bei Technik erhalten obwohl sich beide Bereiche weiter entwickelt haben und die GX9 mit Sicherheit die bessere Kamera ist.

Im Test kann man auf jeden Fall nicht lesen wie es zu den Abzügen kam und warum hier die gx80 besser sein soll.

Wenn im Testbericht stehen würde warum es zu Abzügen kommt und wieso welcher Bereich mit sounsoviel % bewertet wurde dann könnte man das ganze nachvollziehen und erkennen dass die GX9 besser ist als die GX80 obwohl sie weniger Punkte erhalten hat.

Aber so ist die Punktevergabe reine Willkür und sinnfrei.

Unsere Bewertungen sind keinesfalls Willkür ...

Unsere Bewertungen sind keinesfalls Willkür oder sinnfrei, diese Behauptungen sollten sie – ohne einen Einblick in unsere Abläufe zu haben – besser überdenken. Unsere Bewertungen unterliegen einem durchdachten und standardisierten Vorgehen. Sehen Sie sich den Kommentar oben vom 12. Juni 2018 - 15:06 von Herrn Thomas Kniess an, dieser Beschreibt unser Testvorgehen und wie wir beim Bewerten vorgehen.

Mangelnder Sachverstand, drückt sich dadurch ...

Mangelnder Sachverstand, drückt sich dadurch aus,daß man unterschiedliche Objektive,Fokuspunkte usw. miteinander vergleicht.Bestenfalls kann man so halbwegs die Auflösung von Objektiven vergleichen,sonst gar nichts.

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