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Praxisbericht zur Canon EOS 250D

Mit der EOS 250D (Datenblatt) bietet Canon ein neues kompaktes Einsteigermodell mit Spiegel an. Die DSLR folgt auf die 2017 angekündigte EOS 200D, neben einem minimal abweichend designten Gehäuse ist die 4K-Videoaufnahme als größter Unterschied zu nennen.

Das Gehäuse der Canon EOS 250D besteht wie bei vielen Einsteigerkameras aus Kunststoff und glasfaserverstärktem Polycarbonat, beim Skelett im Inneren kommt dagegen eine Aluminiumlegierung zum Einsatz. Die Verarbeitungsqualität lässt sich als einfach, aber zweckmäßig beschreiben. In der Einsteigerklasse kann man nicht mehr erwarten.

Das Gehäuse der EOS 250D ist kompakt, ein tiefer Griff sorgt für ein angenehmes Handling:

Den Handgriff der EOS 250D (Produktbilder) hat Canon für eine kleine Kamera recht tief konstruiert, auch bei Personen mit größeren Händen sorgt er für ein angenehmes Griffgefühl. Der kleine Finger hängt jedoch stetig in der Luft. Das ist bei einer nur 12,2 x 9,3 x 7,0cm großen Kamera allerdings normal und zumindest bei leichten Objektiven nicht unbedingt störend. Der Großteil des Griffs wurde mit einer Gummierung überzogen, diese sorgt für zusätzlichen Halt. Eine weitere Gummierung liegt auf der Rückseite, dabei handelt es sich um die Daumenablagefläche.

Ein Teil der wichtigsten Bedienelemente befindet sich auf der Oberseite:

Die Bedienelemente hat Canon bei der EOS 250D (Technik) fast allesamt in der rechten Kamerahälfte platziert, die DSLR lässt sich also größtenteils mit einer Hand bedienen. Ein zentrales Bedienelement stellt das Wählrad auf der Oberseite hinter dem Fotoauslöser dar, damit bestimmen Fotografen die Blende oder Belichtungszeit. Wer manuell belichten möchte, muss die Av-Taste auf der Rückseite zu Hilfe nehmen. Ein zweites Rad gibt es dafür nämlich nicht. Eingaben in den Menüs kann man per Steuerkreuz auf der Rückseite oder per Touch vornehmen, die Programmwahl erfolgt mittels eines Rades auf der Oberseite. Wer die Kamera ein- und ausschalten möchte oder zum Videomodus wechseln will, betätigt dafür ebenfalls einen Schalter auf der Oberseite.

Die Rückseite der Spiegelreflexkamera:

Zu den Tasten lässt sich allgemein sagen: Die meisten von ihnen sind klein, ja sogar sehr klein. Selbst wer nur durchschnittlich große Finger besitzt, muss beim Bedienen schon sehr genau zielen. Gerade auf der Rückseite kommt es zudem immer mal wieder vor, dass die Hand beim Festhalten ungewollte Eingaben auslöst. Dies ist der Preis für das sehr kompakte Gehäuse.

Konfigurieren kann der Nutzer bei der Canon EOS 250D (Bildqualität) nur wenige Tasten, lediglich bei der "SET"-Taste in der Mitte des Steuerkreuzes und bei der „DISP“-Taste auf der Rückseite lassen sich unterschiedliche Einstellungen vornehmen. Wer die Spiegelreflexkamera kauft, wird aber vermutlich sowieso die Automatiken verwenden.

Blick in das Hauptmenü der Kamera:

Davon hat die EOS 250D natürlich einige zu bieten. Neben der automatischen Motiverkennung, die dem Fotografen jegliche Arbeit abnimmt, stehen auch zwölf Szenenprogramme zur Verfügung. Diese sind unter anderem für die Aufnahme von Porträts oder für Fotos bei Kerzenlicht sowie in der Nacht („Nachtaufnahme ohne Stativ“) gedacht. Des Weiteren ist die EOS 250D mit den PSAM-Modi für die halbautomatische sowie manuelle Belichtung und zehn Filtereffekten („Fisheye-Effekt“, „Spielzeugkamera-Effekt“, „HDR gesättigt“, …) ausgerüstet.  Wer Bilder nachträglich bearbeiten und optimieren möchte, kann dafür den Kreativassistent verwenden. Damit lassen sich bei RAW-Fotos die Helligkeit oder der Kontrast anpassen.

Das "My Menu" stellt der Fotograf nach seinen Wünschen zusammen:

Die Menüs sind im klassischen Canon Design gehalten, für Einsteiger wurde ein spezielles Menü integriert. Es richtet sich an Einsteiger und hilft diesen speziell weiter. Darüber hinaus lassen sich verschiedene Erläuterungen einblenden. Auch unerfahrene Fotografen finden sich bei der EOS 250D daher gut zurecht. Wer wichtige Optionen schneller erreichen möchte, kann diese in einem  selbst konfigurierbaren „My Menu“ ablegen.

Die EOS 250D besitzt neun AF-Messfelder, nur das mittlere ist ein Kreuzsensor:

Das Autofokussystem der EOS 250D (Geschwindigkeit) hat Canon schon beim Vorgängermodell EOS 200D verbaut. Der Phasen-AF-Sensor verfügt über neun Fokusmessfelder, lediglich der mittlere davon ist ein Kreuzsensor. Dieser kann Motive mit horizontalen und vertikalen Kontrasten scharfstellen. Die übrigen Sensoren sind Liniensensoren und auf eines von beidem beschränkt. Die neun Messfelder hat Canon wie üblich in einer Rautenform angeordnet, Motive lassen sich dadurch nur im Zentrum anfokussieren. Das Messsystem entspricht dem üblichen Standard in der Einsteigerklasse, wir hätten trotzdem etwas mehr erwartet. Zumindest neun Kreuzsensoren hätten es durchaus sein dürfen. Messfeld-Optionen gibt es ebenfalls nur wenige. Neben der automatischen  Messfeldwahl durch die Kamera kann sich der Fotograf händisch für ein Messfeld entscheiden. Wer mit hochgeklapptem Spiegel, also im Liveviewbetrieb, fokussieren möchte, nutzt Canons Dual Pixel CMOS-AF. Diese Technologie basiert ebenso auf der Phasendetektion, jeder Pixel besteht dafür aus zwei Photodioden. Der Dual Pixel CMOS-AF gehört zu den besten Liveview-AF-Systemen und arbeitet auch bei (nicht allzu stark) bewegten Motiven zuverlässig.

Wer manuell scharfstellen möchte, kann zur Kontrolle der Schärfe die Lupenfunktion der DSLR nutzen, ein Peaking gibt es ebenfalls. Die Belichtungsmessung erfolgt wahlweise mit der Mehrfeldmessung, der mittenbetonten Messung, der Selektiv- und der Spotmessung. Als Verschluss verwendet die DSLR wie üblich einen Schlitzverschluss, dieser arbeitet zwischen 30 Sekunden und 1/4.000 Sekunde. Für noch längere Belichtungen steht ein Bulbmodus zur Verfügung. Das Angebot entspricht damit dem gängigen Standard in der Einsteigerklasse.

Der optische Spiegelreflexsucher fällt wie üblich in der Einsteigerklasse klein aus:

Zur Bildkontrolle besitzt die Canon EOS 250D (Technik) wie alle vergleichbaren Kameras einen Sucher und ein Display. Beide sind vom Vorgängermodell Canon EOS 200D (Testbericht ) bekannt. Beim optischen Sucher handelt es sich um ein Pentaspiegelmodell mit einer umgerechnet auf das Kleinbildformat 0,54-fachen Vergrößerung. Der Sucher zeigt 95 Prozent des Bildfeldes, das gesamte Bildfeld lässt sich daher erst nach der Aufnahme kontrollieren. Der Sucher entspricht damit den in der Einsteigerklasse üblichen Modellen, die Abmessungen fallen klein aus.

Mit dem dreh- und schwenkbaren LCD ist man immer im Bilde:

Das LCD der Kamera misst 3,0 Zoll in der Diagonalen, mit 1,04 Millionen Subpixel besitzt es eine durchschnittliche Auflösung. Details lassen sich gut ablesen, große Einblickwinkel erlauben das schräge Ablesen. Darauf ist man allerdings nur selten angewiesen, denn die Konstruktion gestattet das Drehen und Schwenken. Dadurch sind sehr variable Einsätze möglich. Wie bei praktisch allen aktuellen Kameras steht auch beim LCD der EOS 250D eine Touchoberfläche zur Verfügung. Damit kann der Fotograf den Fokuspunkt bestimmen oder im Menü navigieren. Fast alle Eingaben sind per Touch vornehmbar.

Die Videofunktion der EOS 250D (Beispielaufnahmen) hat Canon im Vergleich zum Vorgängermodell EOS 200D deutlich verbessert. So zählt zur Feature-Liste der neuen DSLR auch die 4K-Aufnahme. Das ist angesichts der wenigen Kameras von Canon, die diese Funktionen ebenfalls zu bieten haben, beachtlich. In 4K, das entspricht einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel, lassen sich 24 oder 25 Vollbilder pro Sekunde aufnehmen. 30 Vollbilder pro Sekunde werden dagegen leider nicht angeboten. In Full-HD stehen die NTSC-Bildraten dagegen zur Verfügung. Bei 1.920 x 1.080 Pixel sind Aufnahmen daher mit 25, 30, 50 und 60 Vollbildern pro Sekunde möglich. Die Einschränkungen bei der 4K-Aufnahme sind aber leider noch umfassender. So muss man mit einem deutlich sichtbaren Crop leben. Dieser resultiert aus der Ausleseart des Sensors (bei 4K werden nur acht Millionen Bildpunkte im Zentrum verwendet), die kürzeste Brennweite verschiebt sich beim Einsatz des Kitobjektivs (EF-S 18-55mm F4-5,6 IS STM) daher von 29 auf 45mm (KB-äquivalent). Das macht "echte" Weitwinkelaufnahmen unmöglich. In Full-HD ist dagegen kein Cropeffekt hinzunehmen.

4K- und Full-HD-Aufnahmen im Vergleich:

Ein weiterer Nachteil der 4K-Auflösung: Bei dieser steht lediglich die Kontrastmessung zur Verfügung. Der Dual Pixel CMOS-AF, der bei Fotos wie Videos sehr gute Ergebnisse liefert, lässt sich nur bis zur Full-HD-Auflösung hinauf verwenden. In der Praxis bedeutet dies, dass die Kamera in 4K wesentlich langsamer und weniger treffsicher scharfstellt.

Als Bonus hat Canon bei der EOS 250D einen Mikrofoneingang verbaut. Dieser ermöglicht den Anschluss eines externen Mikrofons, das über einen 3,5mm-Klinkenstecker verfügt. Die Tonlautstärke lässt sich genauso wie die Aufnahmelautstärke des internen Mikrofons in feinen Stufen pegeln.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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