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Praxisbericht zur Pentax K-70

Beim Gehäuse der K-70 (Datenblatt) hat Pentax auf ein recht kantiges Design gesetzt. Die K-70 erinnert daher zweifellos an die 2015 auf den Markt gebrachte Pentax K-S2 (Testbericht) , die Abmessungen und das Gewicht sind ebenso recht ähnlich. Wie in den unteren Kameraklassen üblich wird das Gehäuse der K-70 größtenteils aus Kunststoff gefertigt. Das Material geht für ein günstiges Kameramodell völlig in Ordnung und fällt sogar etwas besser als bei der Konkurrenz aus.

Die Pentax K-70 besitzt ein abgedichtetes Kunststoffgehäuse mit gummiertem Handgriff:

Die Kamera setzt sich davon des Weiteren mit Abdichtungen ab. Diese sind bei anderen Herstellern nur bei höherwertigen Modellen zu finden und machen die Fotografie bei nicht ganz optimalen Aufnahmebedingungen möglich.

Dafür muss Pentax ein Sonderlob ausgesprochen werden. Zusammen mit einem der recht zahlreichen abgedichteten WR-Objektive sollte auch ein kurzer Regenschauer der Kamera nichts ausmachen. In der Hand liegt die DSLR durch einen großen und gummierten Griff sicher, auf der Rückseite verhindert eine kleine gummierte Ablagefläche das Abrutschen des Daumens.

Über einige Tasten und Wählräder ist die Bedienung komfortabel möglich:

Hinsichtlich der Bedienung wagt Pentax keine Experimente und setzt auf viele Einstellräder und Tasten. Die Blende und die Verschlusszeit kann der Fotograf über zwei Einstellräder schnell und einfach anpassen, die Wahl des Fotoprogramms ist per Wählrad ebenso gut möglich. Zusätzlich stehen auf der Rückseite unter anderem ein Steuerkreuz und mehrere Direktwahltasten zur Verfügung. Die Tasten fallen für eine recht kompakte Kamera vergleichsweise groß aus, die Druckpunkte könnten teilweise aber noch besser zu spüren sein. Wer bei der Pentax K-70 (Produktbilder) den Videomodus aufrufen möchte, muss den Ein- und Ausschalter auf dessen dritte Position drehen. Das Starten und Stoppen von Videos wird recht ungewohnt durch das Drücken des Fotoauslösers realisiert. Zum Aktivieren des Liveviewmodus befindet sich auf der Rückseite eine eigene Taste. Gut zu wissen: Die „Grüne Taste“ der Pentax-Kameras setzt den aktuell gewählten Parameter auf den Ursprungszustand zurück.

Bekannt und schon älter – das Menüdesign der DSLR ist wenig modern, aber gut abzulesen:

Bei der Menüoberfläche setzt Pentax seit vielen Jahren auf ein identisches Design, auch bei der K-70 kommt dieses wieder zum Einsatz. Es wirkt im Vergleich zu anderen Kameramodellen optisch nicht wirklich modern, große Schriften und hohe Kontraste machen das Ablesen aber einfach. Durch den Aufbau mit Reitern lässt sich schnell navigieren, ausführlichere Beschreibungen könnten die Bedienung (gerade für Einsteiger) aber noch vereinfachen. Dagegen sehr gut: Alle wichtigen Fotoparameter sind bei der Pentax K-70 (Technik) über Direktwahltasten, Einstellräder oder das Quickmenü zu erreichen. Zwei Tasten sind zudem mit verschiedenen Funktionen belegbar. Das kennt man von Kameras der unteren Preisklassen kaum.

Das Angebot an Fotoprogrammen ist überdurchschnittlich:

Bei den Fotoprogrammen hat Pentax der K-70 (Bildqualität) die Vollausstattung spendiert. Natürlich stehen eine Automatik und die PSAM-Modi zur Verfügung, daneben lassen sich die Sensorempfindlichkeitsvorwahl und das TAv-Programm (Blenden- und Zeitvorwahl mit automatischer ISO-Einstellung) verwenden. Darüber hinaus gibt es drei User-Modi, ein extra Programm für Langzeitbelichtungen („Bulb“), 19 Szenenprogramme („Porträt“, „Sonnenuntergang“, „Kinder“, ...). Zudem hat die K-70 neun Filtereffekte („Spielzeugkamera“, „Schattierung“, „Hochkontrast SW“,…) und einen Modus für HDR-Aufnahmen zu bieten. Von anderen Pentax-Kameras kennt man die sogenannte Pixelshift-Resolution-Funktion. Hier nimmt die Kamera vier Bilder mit einem jeweils um einen Pixel verschobenen Bildsensor auf. Die Bilddaten werden von der Kamera intern zusammengerechnet und ergeben eine Aufnahme mit besserer Detailwiedergabe. Die Aufnahmen sind als Einschränkung von einem Stativ vorzunehmen, zudem sollte sich das Motiv nicht bewegen. Ist das doch der Fall können störende Artefakte mit der Motion Compensation-Funktion reduziert werden.

Der Phasen-Autofokus arbeitet mit elf Messfeldern, neun davon sind Kreuzsensoren (Bild: Pentax):

Für die Fokussierung ist bei der Pentax K-70 (Geschwindigkeit) beim Blick durch den Sucher das SAFOX-X-Autofokusmodul zuständig. Dieses verwendet zum Scharfstellen die Phasendetektion und besitzt elf Messfelder. Neun davon sind in einem 3 x 3 Raster in der Bildmitte angeordnet, jeweils ein Sensor befindet sich rechts und links des „Blocks“. Während es sich bei den neun Messfeldern in der Mitte um Kreuzsensoren handelt, sind die beiden äußeren Messfelder Liniensensoren. Fokussieren lässt sich ab -3 bis +18 EV. In der Praxis arbeitet das AF-System auch bei recht schlechten Lichtverhältnissen noch treffsicher.

Ein Nachteil: Alle Kreuzsensoren sind im Zentrum zu finden. Wer ein näher am Rand liegendes Motiv aufnehmen möchte, muss die Kamera nach dem Scharfstellen verschwenken oder den Live-AF verwenden. Dieser ist allerdings deutlich langsamer (siehe Geschwindigkeitswerte im Fazit-Teil ). Für Sportaufnahmen ist auch der Phasen-AF der Kamera nicht geeignet, zumindest mit dem im Test verwendeten SMC Pentax-DA 18-135mm F3,5-5,6 ED AL DC WR war das Verfolgen von bewegten Motiven nur schwer möglich. Dagegen wieder gut: Die AF-Feinkorrektur erlaubt das Minimieren von Front- und Backfokus-Problemen. Die manuelle Fokussierung erleichtert bei der K-70 – wenn im Livemodus gearbeitet wird – ein Peaking oder eine Displaylupe.

Der Liveview-Autofokus ist deutlich langsamer als der Phasen-AF:

Die Belichtungszeit regelt bei der Pentax K-70 ein mechanischer Schlitzverschluss. Mit 1/6.000 Sekunde lassen sich etwas kürzere Verschlusszeiten als bei anderen Kameras der gleichen Klasse realisieren. Der Bulbmodus erlaubt besonders lange Belichtungszeiten (bis zu 20 Minuten), im manuellen oder Tv-Modus sind bis zu 30 Sekunden möglich. Die Belichtungsmessung erfolgt über 77 Zonen und kann als Mehrfeld-, mittenbetonte und Spotmessung vorgenommen werden.

Die Bildkontrolle ist bei der Pentax K-70 (Datenblatt) – wie bei allen digitalen DSLR-Modellen – per Sucher oder Display möglich. Beim optischen Sucher handelt es sich um ein bei der gehobenen Einsteiger- bzw. Mittelklasse kaum anzutreffendes Pentaprismenmodell. Dieses fällt mit einer 0,63 fachen Vergrößerung (auf KB umgerechnet) deutlich größer und heller als die sonst üblichen Sucher aus und zeigt zudem 100 Prozent des Bildfeldes an. Der Bildausschnitt lässt sich daher bereits im Sucher final kontrollieren.

Das dreh- und schwenkbare Display macht die Bildkontrolle einfach:

Das Display der Spiegelreflexkamera weiß ebenso zu gefallen: Es misst 3,0 Zoll in der Diagonalen (Seitenverhältnis), gibt Details durch eine hohe Auflösung von 921.000 Subpixel scharf wieder und kann durch die dreh- sowie schwenkbare Lagerung in sehr vielen Situationen optimal eingesehen werden. Unter anderem lässt sich auch bei Selbstporträts darauf blicken. Eine Touchoberfläche gibt es leider nicht, Eingaben lassen sich über das LCD somit nicht vornehmen.

Die Videofunktionen seiner Spiegelreflexkameras hat Pentax seit Jahren nicht verbessert. Auch bei der Pentax K-70 (Beispielaufnahmen) muss der Besitzer daher mit der Full-HD-Aufnahme (1.920 x 1.080 Pixel) und maximal 30 Vollbildern pro Sekunde auskommen. 60 Bilder pro Sekunde sind zwar möglich, in Full-HD werden damit aber lediglich Halbbilder aufgezeichnet. Für 60 Vollbilder pro Sekunde ist zur HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) zu wechseln. Damit dürften die allermeisten ambitionierten Filmer nicht zufrieden sein.

Gleiches gilt für den Videoautofokus: Die Kontrastmessung stellt zwar sanft, aber doch recht langsam scharf. Das Geräusch des Autofokusmotors lässt sich bei leiseren Umgebungen teilweise deutlich auf der Tonspur hören. Die Bildqualität der Aufnahmen ist allein für Gelegenheitsfilmer akzeptabel, unter anderem stören teilweise starke Moiré-Artefakte.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online-Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr.
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Kommentare

Warum diese Kamera mit der ...

Warum diese Kamera mit der Superausstattung schlechter abschneidet wie meine Nikon D5500 ist mir unklar.
Das meiste was ich an der D5500 vermisse ist hier im Paket :
1. Zwei Einstellräder (für Zeit und Blende)
2. Abspeicherbare Benutzereinstellungen
auf 3 Plätzen am Programmwählrad
3. Wetterschutz !!!
4. Integrierter Bildstabilisator!!
5. Im Gegensatz zu z.B. Nikon D5600
wirklich benutzbares WLAN
6. Die Bildqualität voll auf Augenhöhe
mit der gesamten APS-C Konkurenz.
7. 2 vom Nutzer belegbare Funtionstasten, sogar eine Abblendtastenfunktion ist
hier wählbar !
8. Der Große helle Sucher..

Für diese Funktionen muss man bei Nikon und Canon mindestens eine ganze Klasse höher gucken und dementsprechend tief in die Tasche greifen.
Sollen also wirklich der etwas langsamere Autofokus die "schlechte Videoqualität" die ausschlaggebenden Argumente sein ausschliesslich bei Nikon u. Canon zu gucken ??
Wenn man so wie ich überhaupt kein Interesse am Filmen hat sind alle Preisvergleichbaren anderen DSLR's um Längen geschlagen.
Ich werde wohl meine Nikon verkaufen und die K-70 ausprobieren.

Dem kann ich nur voll ...

Dem kann ich nur voll zustimmen. Ich bin jetzt seit fast zwei Jahren mit der K70 unterwegs, und das bei jedem Wetter. Tolle Bildqualität, robust und eine klasse Funktionsvielfalt.
Preis Leistung unschlagbar!

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