Sony Alpha 7S III Praxisbericht

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Praxisbericht zur Sony Alpha 7S III

Sony hat sich bei der Alpha 7S III (Produktbilder) für einen Body im Stil der Alpha 7R IV entschieden. Das Gehäuse (12,9 x 9,7 x 8,1cm) aus einer Magnesiumlegierung fällt daher größer als das Gehäuse des Vorgängermodells aus. In der Höhe und Breite gibt es zwar fast keinen Unterschied, in der Tiefe hat die 7S III aber um 2,1cm zugelegt. Das Gewicht des abgedichteten Bodys (Staub und Spitzwasser) hat sich um knapp zehn Prozent erhöht, bewegt sich mit 692g jedoch keineswegs auf einem zu hohen Niveau. Der große Griff mit rutschhemmender Gummierung schmiegt sich an die Hand an, auf der Rückseite findet der Daumen ausreichend Platz. Kommen große und schwere Objektive zum Einsatz, dürfte sich der ein oder andere Kamerabesitzer allerdings noch etwas mehr Grifffläche wünschen. Für all jene bietet Sony den Funktionshandgriff VG-C4 an.

Das Magnesiumgehäuse der Alpha 7S III wurde von der Alpha 7R IV übernommen:

Zahlreiche Bedienelemente sorgen für einen hohen Bedienkomfort:

Bedient wird die spiegellose Systemkamera fast ausschließlich mit der rechten Hand, lediglich für die C3-Taste und die Menü-Taste wird die linke Hand benötigt. Zentrale Bedienelemente stellen auf der Rückseite der Joystick und das kombinierte Einstellrad sowie Steuerkreuz dar. Der Joystick ist vor allem für das schnelle Verschieben des AF-Messfeldes gedacht, das Einstellrad und das Steuerkreuz werden zur Parameterwahl und zu Navigation in den Menüs verwendet.

Durch zahlreiche Direktwahltasten sind viele Einstellungen ohne Umwege veränderbar, die meisten Bedienelemente lassen sich frei konfigurieren. Das ist von anderen Sony-Modellen bekannt, dadurch erhalten Kamerabesitzer sehr viel Freiheiten. Lässt sich eine Option nicht direkt per Taste erreichen, kann man den Parameter oftmals über das Quickmenü recht schnell erreichen. Dieses verbirgt sich hinter der Fn-Taste, bis zu zwölf Einstellungen können Kamerabesitzer hier versammeln.

Viele Tasten der spiegellosen Systemkamera lassen sich in ihrer Funktion anpassen:

Auch beim Joystick und dem Steuerkreuz kann man die Funktion vorgeben:

Auf der Oberseite liegen zwei Fn-Tasten:

Ganz neu gestaltet wurde das Hauptmenü. Dessen Design unterscheidet sich stark vom bisher bekannten Menüdesign, die unterschiedlichen Einstellungen werden beispielsweise durch unterschiedliche Farben hervorgehoben. Das „Mein Menü“ ist als weitere Neuerung nun an erster Stelle zu finden, bei älteren Sony-Modellen erreicht man es über den letzten Reiter. Das neue Menüdesign bietet eine bessere Übersicht, durch fast zahllose Einstellungen kann die Suche nach einer Option allerdings weiterhin lange dauern. Hier kommt wieder das „Mein Menü“ ins Spiel. Damit sind die für einen wichtigsten Parameter viel schneller zu erreichen.

Das Hauptmenü der Kamera besitzt ein komplett neues Design:

Das frei konfigurierbare "Mein Menü" findet sich nun an erster Stelle:

Aufnahmeprogramme für Fotos hat die Sony Alpha 7S III (Bildqualität) in Form einer Vollautomatik, den PSAM-Modi und drei Custom-Modi mit sieben Speicherplätzen (auf dem Wählrad als „1“, „2“ und „3“ und im Menü als „M1“ bis „M4“ bezeichnet) zu bieten. Zudem stehen ein Videomodus und ein „S&Q“-Modus für Zeitraffer oder Zeitlupenaufnahmen zur Verfügung. Spezielle Szenenprogramme gibt es nicht, kreative Bildeffekte lassen sich mit der Option „Kreativer Look“ erzielen.

Das Autofokussystem der Sony Alpha 7S II (Testbericht) arbeitet allein mit der Kontrastmessung, mit heutigen AF-Systemen kann es daher keinesfalls mithalten. Natürlich hat Sony der Alpha 7S III (Geschwindigkeit) daher ein Autofokus-Update spendiert. 759 Phasen-AF-Punkte werden durch 425 Messfelder mit Kontrastmessung ergänzt, beide arbeiten als Hybrid-AF zusammen. Der Phasen-AF steht nahezu im gesamten Bildfeld zur Verfügung, der Kontrast-AF ist etwas mehr auf die Mitte konzentriert. Damit Foto- und Videografen die hohen ISO-Stufen der DSLM sinnvoll nutzen können, funktioniert der Autofokus bis hinab zu -6EV. Wie die zuletzt vorgestellten Sony-Kameras nutzt die Alpha 7S III optimierte Tracking-Algorithmen und künstliche Intelligenz, dadurch sind das Echtzeit-Tracking und die Echtzeit-Augenerkennung (bei Fotos wie Videos) möglich.

Die Fokusfeld-Optionen kennt man größtenteils von anderen Sony-Modellen:

Die spiegellose Kamera besitzt ein umfangreiches AF/MF-Menü:

Die Liste an AF-Optionen fällt lang aus: Beim Fokusfeld kann man zwischen „Breit“, „Feld“, „Mitte-Fix“, „Spot S, M oder L“, „Erweiterter Spot“ und „Tracking: Erweiterter Spot“ wählen. Als Fokusmodi werden „AF-S“, „AF-A“, „AF-C“, „DMF“ sowie „MF“ angeboten und zu den weiteren Optionen gehören unter anderem unterschiedliche Prioritätseinstellungen sowie die AF-Verfolgungsempfindlichkeit. Wer manuell scharfstellen möchte, kann sich per Fokus-Assistent und Peaking („Kantenanhebung“) behelfen. In der Praxis gehört das AF-System der Kamera zu den leistungsfähigsten am Markt. Bewegte Motive fängt sie so treffsicher ein wie statische, dabei lässt sich auch die maximale Serienbildrate von zehn Aufnahmen pro Sekunde nutzen. Top!

Natürlich steht auch ein elektronischer Verschluss zur Verfügung:

Beim Verschlussmechanismus stehen als Optionen wie üblich manuell (rein manuell oder mit elektronischem ersten Verschlussvorhang) und elektronisch zur Wahl. In allen Fällen sind Aufnahmen zwischen 30 Sekunden sowie 1/8.000 Sekunde möglich, längere Belichtungszeiten erlaubt die Bulb-Option. Als Belichtungsmessmethoden sind die Multi-, mittenbetonte, Spot-, Durchschnitt- und Highlight-Messung wählbar. Dieses Angebot ist bei den neueren Alpha-7-Modellen von Sony üblich.

Beim Sucher hat sich Sony für ein Modell mit besonders hoher Auflösung entschieden. Das verbaute OLED-Panel löst 9,44 Millionen Subpixel auf, Stand Dezember 2020 gibt es kein Modell mit mehr Pixeln. Des Weiteren erfolgt die Wiedergabe mit 120 Bildern pro Sekunde. Diese Daten lassen in der Theorie keine Wünsche offen. In der Praxis sieht es nicht anders aus. Der Sucher der Sony Alpha 7S III liefert ein extrem klares Bild, Pixel kann man auch mit gezieltem Suchen keine erkennen. Dank 120 Bildern pro Sekunde ergeben sich bei Bewegungen keine Ruckler, die Wiedergabe erfolgt sehr flüssig. Sehr gut gefällt uns auch die sehr hohe Vergrößerung (0,9-fach) und die allgemein sehr gute Einsehbarkeit des Suchers. Es gilt daher: Der Sucher gehört nicht nur zur Spitzenklasse, er ist der beste am Markt!

Das dreh- und schwenkbare LCD macht die Bildkontrolle einfach:

Das Display der Sony Alpha 7S III (Technik) stellte bei der Vorstellung der DSLM eine Neuerung dar, zum ersten Mal hatte Sony bei einer seiner Kameras hier auf eine dreh- und schwenkbare Konstruktion gesetzt. Mittlerweile lässt sich mit der Sony Alpha 7C (Testbericht) noch ein weiteres Modell mit dieser Konstruktion erwerben. Das 3,0 Zoll messende Display macht die Bildkontrolle vor sowie hinter der Kamera möglich, das erfreut vor allem Videografen. Die Auflösung wurde mit 1,44 Millionen Subpixeln unter anderem von der 7R IV übernommen, das Bild ist ausreichend scharf und sehr gut zur Kontrolle geeignet. Anders als der Sucher spielt es allerdings nicht in der ersten Liga mit, andere Hersteller bieten noch etwas mehr. Sehr modern gibt sich das Panel bei Eingaben, das Touchscreen funktioniert in allen Menüs.

Bei der Videoaufnahme geht Sony in die Vollen – ok, fast. Aufnahmen in 8K-Auflösung sind schon allein wegen der zu geringen Auflösung des Sensors nicht möglich, abseits davon lässt die Sony Alpha 7S III (Beispielaufnahmen) aber keine Wünsche offen. Zum einen kann man aus einer langen Liste an Auflösungen und Bildraten wählen. In 4K mit 3.840 x 2.160 Pixel sind es 24 bis 120 Vollbilder pro Sekunde, in Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixel 24 bis 240 Vollbilder pro Sekunde. Die genannten Bildraten sind jedoch von weiteren Einstellungen abhängig. Bei 4:2:2, 10-Bit und Intraframe-Codierung sind beispielsweise maximal 60 Vollbilder pro Sekunde ohne Einsatz des Slow-Motion-Modus möglich. Diese Option ist wegen der enormen Datenmenge (600Mbit/s) allerdings sowieso nur für Videoprofis interessant. Gut zu wissen: Für die maximale Bildrate ist in Full-HD der S&Q-Modus zu aktivieren.

Videografen finden bei der DSLM zudem eine Reihe weiterer Optionen vor. Unter anderem besonders flache oder spezielle Bildstile (S-Log2, S-Log3, HLG, HLG1–3) und die Proxyaufnahme. Die maximale Bildqualität erhalten Nutzer mittels der Ausgabe über HDMI (16-Bit RAW), diverse Audio-Optionen ermöglichen eine gehobene Tonqualität. Angesichts dieser Daten steht es außer Frage, dass die Sony Alpha 7S III zu den besten Systemkameras für Videoaufnahmen gehört. Die Bildqualität bewegt sich bei allen Auflösungen und Bildraten am oberen Limit. Dank Full-Pixel-Sensor-Readout gibt es bei 4K-Aufnahmen bis 60p keinen Crop, darüber bekommt man einen leichten zu sehen. Angesichts der enormen Datenmenge, die die Kamera hier verarbeiten muss, ist dies allerdings verständlich.

Bei der Konstruktion der 7S III steht auch die Wärmeableitung im Vordergrund (Bildquelle: Sony):

Sehr gut schneidet auch der Autofokus ab, die Phasendetektion erlaubt das schnelle und präzise Tracking. Die Aufnahmelänge limitiert bei einer Kamera dieser Klasse softwareseitig natürlich nicht, durch eine verbesserte Wärmeableitung soll die Temperatur ebenso keine Rolle spielen. Insgesamt muss man festhalten: Die Videofunktion der Sony Alpha 7S III gehört zu den besten am Markt, auch professionellen Videografen mangelt es an nichts.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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Beispielaufnahmen Fazit

Kommentare

Hallo, es sind keine Bespielaufnahmen ...

Hallo, es sind keine Bespielaufnahmen vorhanden!?

Aufgrund der aktuell schlechten Witterungsverhältnisse ...

Aufgrund der aktuell schlechten Witterungsverhältnisse werden die Beispielaufnahmen der Sony Alpha 7S Mark III in Kürze nachgereicht. Aktuell würde dies keinen Sinn machen, da die Vergleichbarkeit der Aufnahmen mit denen anderer Kameras nicht ausreichend wäre.

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